Fragen an den Autopapst im August 2011

Autopapst Andreas Kessler © Autogazette

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler findet in der Autogazette für Sie Lösungen. Ihre Fragen aus dem August 2011.

Frage von Beate Frank:

Hallo Herr Keßler, ich habe mir im Mai 2011 einen VW Polo Comfortline 1,2 l TSI, 77 kW / 105 PS, 6-Gang, Neuwagen gekauft. Nun habe ich folgendes Problem: ca. einen Monat nach Kauf, ist im Stand ein Geräusch aufgetreten (leichtes Klappern im Bereich Handschuhfach bis Fußraum). Bin daraufhin in nächste Werkstatt und lt. Diagnosegerät kein Grund zur Besorgnis wegen Auswirkung auf Fahrsicherheit. Darauf folgten Besuche in meiner Servicewerkstatt, wo ich das Auto gekauft habe und man meinte, dass das ein bekanntes Problem sei, nämlich Übertragungsgeräusche der Kraftstoffzuleitung, -pumpe o.ä., darauf folgten folgende Aktivitäten: 1. Ausschäumung der Leitung im Kontaktbereich zur Karosserie 2. Softwareupdate 3. Feststellung, dass Klimaanlage Schuld sei (die ich z.T. gar nicht nutze) 4. bei entsprechenden Teileeinbau (Klimaanlage) wurde Drehzahl für Leerlauf geändert (ich glaube erhöht?) 5. Kette für Motorsteuergerät gewechselt, alles mit dem Ergebnis, dass das Geräusch nach wie vor da ist. Ich muss aber auch sagen, dass das Geräusch mal da, mal weg und dann auch noch mal mehr oder weniger stark auftritt. Nicht einfach für mich der Werkstatt zu erklären und für die Werkstatt nicht leicht zu finden. Ist mein neues Auto nun ein "Montagsauto", ein nicht ausgetesteter Motortyp oder was könnte man Ihrer Meinung nach noch tun, um dieses "Klappern" zu beseitigen. Könnte es vielleicht auch an der Startsteuerung liegen, weil das Anlassen jedes Mal anders klingt (ist meine Frage als Laie)? Ich würde mich freuen, wenn Sie eine Antwort für mich hätten. Danach kann ich vielleicht auch eine Entscheidung, für evtl. Wandlung für gleichen Motortypen, anderen Motor oder noch einen Reparaturversuch, treffen. Mit freundlichen Grüßen Beate Frank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Frank, mit Geräuschen ist das immer so eine Sache: Aus der Ferne kriege ich die Ursache natürlich nicht heraus, weil ich das Geräusch nicht höre. Aber: Sie sind ja in der komfortablen Situation einer Neuwagen-Käuferin..... Sie können reklamieren, und der Verkäufer muss nachbessern. Das hat er offenbar im Wege eines Rundumschlages schon versucht (in diesem Fall dürfte das alles vom Hersteller bezahlt worden sein...), ohne allerdings vorher dem Problem wirklich auf den Grund gegangen zu sein. Das sollte bzw. muss er aber, denn sonst wird das nichts, mit der Nachbesserung. Und wenn nach dem zweiten Versuch das Geräusch immer noch nicht weg ist, können Sie das böse Wort "Rückabwicklung" (Wandlung gibt es nicht mehr...) in den Mund nehmen. Mal sehen, was dann kommt. Zum Schluss noch eine Vermutung: Die Geräuschquelle könnte tatsächlich aus Richtung Anlasser kommen; und wenn das Startergeräusch immer unterschiedlich klingt, würde ich dort mal nachsehen lassen. Es grüßt Der Autopapst

Herr Popp fragt:

Ich fahre einen VW Touran 2.0 TDI DSG, Baujahr 2006, Kilometer 64.000. Es ist ein ständiges Klappern/Ticken wie von einem Relais zu hören, VW konnte mir nicht weiterhelfen oder sie wollten nicht. Ist es eventuell das Motorsteuergerät? Oder eine andere Ursache? Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Für einen Tipp zu einer Werkstatt in Berlin wäre ich auch sehr dankbar.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das tritt manchmal auf, nicht nur beim VW Touran, und ist dann der Freilauf der Lichtmaschine. Das Ersatzteil kostet etwa 50 Euro und ist schnell (30 Min.) eingebaut! Gute Fahrt wünscht Der Autopapst

Frage von Jens Saussenthaler:

Guten Tag Herr Kessler, meine Frau fährt einen Seat-Ibiza Diesel, Fahrzeug Id-Nummer vsszzz6lzr 28067, Erstzulassung 15.12.2005. Seit Anfang an hat sie Probleme mit sehr starken Windgeräuschen nur auf der Fahrerseite. Sie beginnen bei Tempo 70 km/h und verstärken sich dann kontinuierlich. Ab 120 km/h sind sie so stark, dass Radiohören nur schwer möglich ist. Trotz Vorführen in der Seat-Fachwerkstatt konnte es nicht behoben werden. Ich klebte Fensterabdichtgummi (Schaumstoffstreifen, der auffquillt) in den vorhandenen Türgummi ein. Dadurch wurde es ein wenig leiser. Aber der Zustand ist unerträglich. Was können wir tun?? Mit freundlichen Grüßen Jens Saussenthaler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Quelle der Windgeräusche ist offenbar bekannt: Es ist die Fahrertür bzw. deren Passung / Abdichtung in der Karosserie. Wenn derart starke Windgeräusche entstehen, muss die Tür neu eingepasst oder ausgerichtet werden. Zusätzlich kann es nötig sein, die Tür zu richten (also zu verbiegen). Das ist eine Aufgabe für einen Karosseriefachbetrieb, dem diese Probleme sicher nicht unbekannt sein dürften. Hatte das Auto vielleicht einen Unfall auf der Fahrerseite? Dann wurde nicht fachgerecht repariert, was aber nicht so bleiben muss. Allerdings müssen Sie den Pfusch leider selbst bezahlen....

Frage von Bruno:

Hallo, beim Anlassen meines Passat Variant 3 TDI, Bj. 2002, startet der Motor fast jedes Mal mit Vollgas, können Sie mir helfen? Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Bruno

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Den ultimativen Tipp, der mit Handauflegen zum Erfolg führt, kann ich in diesem Fall leider nicht geben. Es gibt eigentlich nur zwei Ursachen, die diese Erscheinung möglich machen: Nr. 1 ist eine defekte Unterdruckpumpe, die Motoröl in den Ansaugtrakt pumpt und dadurch für zu viel „Brennstoff“ sorgt. Abhilfe: Pumpenmembran checken. Nr. 2 ist ein defekter Poti am Pedal (Pedalwertgeber). Eingrenzen kann man das durch die Befragung des Fehlerspeichers. Die Diagnose „Steuergerät defekt“ ist mit Vorsicht zu genießen, da diese Möglichkeit gerne pauschal bei „ansonsten keine Idee mehr“ verwendet wird. In diesem Fall sollte man das Steuergerät ausbauen und prüfen lassen (www.hitzpaetz.de oder www.ecu.de). Auf die Dauer killt man sich aber mit dem kalten Hochreißen den Motor, weil irgendwann sicher dabei der Zahnriemen reißt.

Frage von Christine Franzen:

Lieber Autopapst, ich fahre seit 1995 meinen Opel Astra (BJ 8/94) und außer der Verschleißteile war nie etwas zu erneuern. Doch nun hat auch ihn das Phänomen des ständig-Aus-gehens ereilt. Und zwar so: Wenn er Betriebstemperatur hat und bei langsamem Fahren, z.B. beim Abbiegen oder -meist- wartend an der Ampel. Aber nur bei eingelegtem Gang und getretener Kupplung. Im Leerlauf geht er nie aus, deshalb hatte ich auch jeweils in der Werkstatt den Vorführeffekt. Das Fehlerauslesen hat ergeben, dass ein elektronischer Fehler nicht vorliegt. Ein Kontrolllämpchen hat auch nie geleuchtet oder geblinkt. Bitte helfen Sie mir, ich möchte mein Baby so gerne weiterfahren, aber nicht unter dem Kostenaufwand eines Neuwagens. Herzlichen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christine, geht der Motor auch aus, wenn im Leerlauf die Kupplung getreten wird? Wenn ja, tippe ich auf ein Leck im Ansaugsystem. Durch den Tritt aufs Kupplungspedal signalisiert der Kupplungsschalter dem Steuergerät eine geringere Last, wobei der Leerlauf leicht abgesenkt wird. Wenn gleichzeitig Nebenluft in das Ansaugsystem gelangt, stirbt der Motor ab (speziell, wenn das Leerlaufregelventil schon etwas schwächelt!). Geben Sie diese Variante in der Werkstatt doch mal in die Diskussion.... Es grüßt Der Autopapst

Manuel Pohl fragt:

Hallo Herr Keßler, ich habe eine Frage zum Gebrauchtwagenkauf. Ein Arbeitskollege (persönlich kenne ich ihn jedoch nicht) hat im unternehmensinteren Forum einen Ford Fiesta, BJ 1994, 1299ccm, 44KW / 60PS, Automatik, 48000km, TßV 12/2011 angeboten. Er selbst hat ihn die letzten 8000 km bewegt (alles in 2011). Davor gehörte das Auto einem älteren Herrn, der also in 17 Jahren 40000km gefahren ist. Optisch wirkt das Auto einwandfrei (lediglich 2 kleinere Roststellen am hinteren rechten Radkasen sowie der hinteren Stoßstange) und sehr gepflegt. Was man vom Scheckheft leider nicht sagen kann, da der alte Herr wohl "immer in der Werkstatt seines Vertrauens" war. Könnten Sie mir irgendwelche Tipps für den Kauf geben? Was ist zu beachten oder würden Sie ganz davon abraten? Und ist aufgrund des Alters mit vielen Reparaturen zu rechnen? Oder ist es aufgrund der gering Laufleistung kaum verschlissen? Ich möchte das Auto quasi als Einstieg für vielleicht die nächsten Jahre. Positiv finde ich den Preis und die geringe Laufleistung. Negativ das Alter und das nicht gepflegte Scheckheft. Der Gesamteindruck des Autos war aber positiv (für einen Laien wie mich). Vielen Dank für Ihre Antwort. Manuel Pohl.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Manuel, grundsätzlich ist ein Fiesta dieser Generation als Einstiegs- und Butter-und-Brot-Auto keine schlechte Wahl. Unbedingt zu achten ist eigentlich nur auf den Rost: Wenn das Auto Korrosionsschäden hat, Finger weg. Und einen Automatik-Fiesta würde ich auf keinen Fall kaufen. 1994 gab es bei Ford für den Kleinen nur eine CTX-Automatik (stufenlos, ähnlich wie bei DAF), die einem während der Fahrt den letzten Nerv tötet. Selbst einen perfekt erhaltenen Fiesta mit diesem „Feature“ würde ich nie kaufen (und ich hatte mal so einen, ich weiß also, wovon ich rede!!).

Frage von Sebastian:

Hallo, ich fahre einen Opel Astra G Cabrio, Bj. 2001. Motor: Z18XE, 125 PS. Seit etwa 13.000 Kilometern habe ich ein Problem mit meinem Fahrzeug. Während der Fahrt hauptsächlich Autobahn und teilweise Landstraße leuchtet die Motorelektronik auf. Beim Auslesen wurde festgestellt, dass der Klopfsensor defekt sei. Dieser wurde von Opel schon drei Mal getauscht, aber das Problem taucht immer wieder auf. Im Fehlerspeicher steht nur Klopfsensor Bank 1 Defekt. Komisch ist nur, dass der Fehler bei Volllast unter 3000 U/min und über 4500 U/min verschwindet. Im Stadtverkehr leuchtet es überhaupt nicht auf. Opel möchte das Steuergerät tauschen für 1200 Euro was mir zu teuer ist. Vieleicht wissen sie ja einen Rat für mich. Grüße Sebastian

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn das Steuergerät defekt ist, kann man es für einen Bruchteil des genannten Betrages reparieren und für noch weniger prüfen lassen. Fragen Sie Ihre Werkstatt, ob Sie Ihnen das Teil ausbaut und einschickt (www.hitzpaetz.de oder www.ecu.de). Als Defektursache denke ich aber eher an motorinterne Ursachen. Bei einem ähnlichen Fall aus dem Opel-Problem-Forum hat eine Grundeinstellung des Motors am Opel-Diagnosecomputer geholfen. Angeblich sei der Motor danach auch deutlich ruhiger gelaufen. Vielleicht hat sich der Zündzeitpunkt / die Zündverstellung verschoben? Fragen Sie Ihre Werkstatt mal gezielt danach....

Janina fragt:

Hallo! Ich fahre seit einigen Monaten einen alten VW Passat B4 Variant. Wenn ich den Wagen abstelle und kurz darauf wieder fahren will, springt der Motor für einige Minuten nicht an. Das passiert auch bereits nach ganz kurzen Strecken. Woran könnte das liegen?? Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank im Voraus!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Janina, das dürfte der Klassiker „Motortemperaturfühler“ sein. Der ist meistens blau und steckt oben am/ im Zylinderkopf. Der Austausch ist schnell gemacht.....

Helge Schröder fragt:

Ich habe einen Ford Focus 1,8 TDCI, Bj.2006. Bei starkem Beschleunigen leuchtet die Kontrolllampe "Störung Motorsystem und ESP"! Manchmal ist auch ein kurzer Leistungsverlust zu spüren! Nach Neustart des Motors werden keine Störungen mehr angezeigt! Des Weiteren ist die Turbo Auf- und insbesondere die Abladung hörbar! Vielen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Helge, leider sind die Informationen, die man als „Otto Normalautofahrer“ vom Display des Autos erhält, kryptisch und wenig erhellend. Das soll auch so sein, damit man ja in die Werkstatt fährt und dort für Umsatz sorgt. Um weitere Schwierigkeiten zu vermeiden, würde ich aber genau das empfehlen: Ohne Computerdiagnose kommt man dem Bug sonst nur durch „Teile-Weitwurf“ (versuchsweises Austauschen von möglicherweise defekten Teilen“) auf die Spur, und das kostet viel mehr.

Frage von Mathias Kraft:

Ich habe meinen Peugeot 807 2,2 HDi mit 128 PS, Baujahr 2002, 130.000 km, beim Peugeot-Vertragspartner zu einer Reparatur in Auftrag gegeben. Der Zylinderkopf sollte abgebaut werden, da der Verdacht bestand, die Kopfdichtung sei defekt oder der Kopf selbst könnte einen Haarriss haben. Nach der Demontage wurde tatsächlich eine Macke im Zylinderkopf entdeckt und er wurde zu einer Schleiferei gebracht. Ich wurde telefonisch von der Werkstatt über den Arbeitsablauf informiert, dass der Kopf in eine Schleiferei geschickt wird. Danach wurde beiläufig erwähnt, dass der Mechaniker bei der Demontage zwei Indikatoren zerstört hat oder musste und die Rechnung nun bei 5160 Euro liegen würde. Am Telefon hab ich das nun vorerst kommentarlos zur Kenntnis genommen und im Nachhinein versucht, den Materialpreis zu ermitteln. Die Spanne eines Indikators liegt zwischen 450 und 850 Euro. Das Fahrzeug ist zur Zeit noch nicht fertig und steht noch in der Werkstatt. Ich weiß, dass Indikatoren und Glühkerzen einbrennen können, da ist auch eine Fachwerkstatt nicht gefeit. Aber ist es legitim, diesen doch sehr kostenempfindlichen Flurschaden zu 100 Prozent auf den Kunden aufzuschlagen? Ich wollte mit der Werkstatt erst bei der Vorlage der Rechnung eine Diskussion über Indikatoren führen, da es sich mit erhitztem Gemüt schlecht reparieren lässt, sie sollen den Wagen noch zum Laufen bringen. Ich hoffe, ein paar Tipps oder Ratschläge zu bekommen oder ob es tatsächlich die Praxis und Rechtsprechung ist, auf den Kosten sitzen zu bleiben. Nachtrag: Ich wurde vorher nicht informiert, dass an Indikatoren herum geschraubt werden muss, um den Kopf herunter zu bekommen. Lg M. Kraft

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kraft, Sie meinen sicher die „Injektoren“ der Dieseleinspritzung, die früher als „Einspritzdüsen“ bezeichnet wurden. In der Tat lassen sich die Injektoren manchmal nicht mehr demontieren und werden bei den Versuchen zerstört. Das ist zwar teuer, aber leider fast branchenweit üblich (kein Wunder, die Injektoren sind ja auch fast immer von denselben Zulieferern....). Was mich viel mehr erstaunt, ist der kalkulierte Gesamtpreis. Wenn ein Injektor (im Austausch, Bosch) 300 Euro kostet, kosten 4 Stück 1200 Euro. Ein neuer Zylinderkopf liegt (komplett einbaufertig) bei 1700 Euro. Wie lange will die Werkstatt den bei geschätzt 100 Euro Stundensatz arbeiten, um auf die 5200 Euro zu kommen? Das müsste ja fast eine ganze Arbeitswoche sein... Wenn Sie das Auto abholen wollen, ist die Verhandlung m. E. nicht mehr möglich. Fragen Sie vorher, warum der Zylinderkopf aufwändig und teuer geschliffen werden soll, wenn es Ersatzteile viel billiger gibt! Und wechseln Sie anschließend die Werkstatt, weil es für ein neun Jahre altes Auto keinen Grund gibt, in einer Vertragswerkstatt repariert zu werden....

Frage von Winter:

Hallo, mein A4 TDI 2.0 mit 143 PS, BJ 2006, springt nach längerer Autofahrt nur sehr schlecht an. Also wenn man nach der Autofahrt nach fünf Minuten wieder das Auto anlassen will, gibt es erst ein lautes Krächzen, der Auspuff wackelt und das Auto schüttelt sich dadurch richtig durch. Nach ca. drei Sekunden springt dann das Auto an, so als würde es auf drei Töpfen laufen. Danach ist wieder alles i. O. und die Leistung ist einwandfrei. Was kann das sein? Vielen Dank schon mal ihre Meinung.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Spontan fällt mir dazu ein überhitzter Anlasser ein, der im warmen Zustand die Mindeststartdrehzahl nicht mehr erreicht. Die Elektronik verweigert dann den "Startbefehl". Lassen Sie den Anlasser im heißen Zustand checken. Ggf. muss er erneuert werden, das tritt im VW-Konzern öfter mal auf.

Frage von Sigi Elsner:

Sehr geehrter Herr Kessler! Ich habe ein Problem mit meinem Nissan Almera, Bj.2001. Die Heckklappe öffnet nicht. Was könnte es sein und was kann ich tun? Herzlichen Dank für Ihre Antwort, freundliche Grüße! S. Elsner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sigi, das Problem tritt beim alten Almera öfter mal auf. In der Regel ist nämlich inzwischen der komplette Schließ-/Ent- und Verriegelmechanismus völlig verrostet. Er muss dann komplett ausgebaut, entrostet und gereinigt werden. Das Auto hat eine völlig fehlkonstruierte Heckklappe, die mit Erfahrung (am besten durch einen Nissan-Schrauber) aber doch von innen geöffnet werden kann. Billig wird das leider nicht....

Frage von Lutz Schuch:

Ich fahre einen Honda Civic 1300, BJ. 1995. Im Leerlauf (getretene Kupplung, an der Ampel) geht der Motor aus. Ich bin also immer bedacht, ständig Gas zu geben. Macht sich halt beim Anhalten nicht so gut. Bin bei sämtlichen Werkstätten gewesen, muss zum Fehler auslesen das Auto dalassen, kann aber nicht, brauche das Auto zur Arbeit. Bitte um schnelle Hilfe, die ich vielleicht übers WE reparieren kann. Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Lutz, ich tippe auf ein Leck im Ansaugsystem. Durch den Tritt aufs Kupplungspedal signalisiert der Kupplungsschalter dem Steuergerät eine geringere Last, wobei der Leerlauf leicht abgesenkt wird. Wenn gleichzeitig Nebenluft in das Ansaugsystem gelangt, stirbt der Motor ab (speziell, wenn das Leerlaufregelventil schon etwas schwächelt!). Geben Sie diese Variante in der Werkstatt doch mal in die Diskussion.... Es grüßt Der Autopapst

Frage von Thomas D.:

Hallo lieber Autopapst, ich habe mit meinem BMW 320d, Baujahr 2006, 42.000km, Probleme und man konnte mir bisher nicht wirklich helfen. Das Problem tritt regelmäßig auf Kurzstrecke in der Stadt immer beim Anfahren auf. Auf Langstrecke, Autobahn oder Landstraße, habe ich keine Probleme. Das Problem sieht so aus, dass ich beim Anfahren die Kupplung kommen lasse und der Motor bzw. das Auto zum einen anfängt zu ruckeln, selbst der Schaltknauf ruckelt dann mit und aus dem Auspuff kommt weißer/blauer Rauch heraus. Zum anderen habe ich einen extrem hohen Ölverbrauch, kann ca. alle 250 km einen Liter nachfüllen (wenn ich nur in der Stadt fahre und immer anfahre, bei der Langstrecke passiert nichts). Ich war mit diesem Problem bereits bei BMW, wo man mir zuerst den Turbo ausgetauscht hat und es war genauso wie vorher – aber ich konnte ein paar hundert Euro zahlen. Dann wurde mir der Ölabscheider ersetzt und ich bildete mir ein, dass es besser war und ich konnte in Ruhe anfahren. Nun geht aber genau das Gleiche wieder los, beim Anfahren, wenn ich nur die Kupplung kommen lasse, ruckelt das Auto und hinten kommt etwas raus. Wenn ich ganz langsam anfahre geht es. Ich möchte nicht wieder viel Geld in einen Rätselspaß bei BMW oder anderen unnötig investieren und würde gern wissen, ob Sie dieses Phänomen oder Problem kennen. Vielleicht fahr ich das Auto auch falsch an, kann dies auch ein Grund für das Problem sein? Vorab vielen Dank und beste Grüße, Thomas

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, ein Ölverbrauch von vier Litern auf 1000 Kilometern ist nach meiner Erfahrung entweder ein Motorschaden (gebrochener Kolbenring, völlig verschlissene Zylinder...) oder ein Problem mit der Kurbelgehäuseentlüftung. Bei den BMW-Diesel-Motoren gibt es einen Filter für die "Blow-By-Gase" aus dem Kurbelgehäuse, der eigentlich erst nach 100.000 km gewechselt werden muss. Vielleicht ist der durch irgendetwas verstopft und der Druck aus dem Kurbelgehäuse drückt Motoröl an alle möglichen Stellen, wo es nichts zu suchen hat. Wenn der Bimmer meiner wäre, würde ich die Kurbelgehäuseentlüftung versuchsweise mal einige Zeit ins Freie abblasen lassen (was aus Umweltgründen nicht gut und daher eigentlich verboten ist....) und die Reaktion des Motors darauf beobachten. Wenn das geschilderte Problem dann geringer wird oder verschwindet, sollte ein Motorenspezialist (der nicht notwendigerweise in einer BMW-Vertragswerkstatt sitzen muss!) sicher für eine belastbare Diagnose sorgen. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Ellen:

Lieber Autopapst, ich möchte mir einen Kleinbus kaufen, am Liebsten einen T4, leider ist der Berliner Markt mit Schrottkarren übersät und man vermutet hinter jedem Händler einen Betrüger. Deshalb meine Frage(n)? Worauf sollte man den Autos am meisten achten, mein Budget liegt bei 8000Euro? Wieso ist es sinnvoll einen Diesel zu kaufen und wie sieht es mit einer Alternative zum VW aus, beispielsweise Fiat Ducato? Ist es richtig dass Fiat bei der Langlebigkeit immer noch nicht mit einem VW mithalten kann?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ellen, der Berliner Markt ist in der Tat nicht besonders gut, wenn man einen VW- Bus sucht. Ich würde national suchen und auch lieber von einem seriösen Händler kaufen. Hinzu kommt die Umweltzonenproblematik: Diesel-Busse mit grüner Plakette oder umrüstbare Autos sind extrem selten und für die von Ihnen gewünschten 8000 Euro faktisch nicht zu bekommen. Sie sollten das Budget erweitern. Alternativen (Ducato, Vito etc.) gibt es zwar, sind aber im unteren Preissegment nicht empfehlenswert (es sei denn, man hat einen Spezialisten für die Auswahl und die Wartung in der Nähe). Die VW-Busse sind nicht umsonst so begehrt, weil sie leicht und preiswert zu erhalten sind. Das treibt allerdings die Preise.... Was halten Sie von einem Benzin-T4 mit LPG-Tank? Da gibt es immer mal wieder ein Schnäppchen!

Frage von Wolfgang Esterle:

Hallo, Autopapst, ich habe einen Peugeot 106/S16. Er startet normal, läuft aber nur auf drei Töpfen. Ab Tempo 40 zieht er normal durch. Ist er wieder im Leerlauf, ist es wie am Anfang. Meine Werkstatt ist ratlos und probiert seit drei Wochen an dem Auto rum. Was könnte der Fehler sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was hat Ihre Werkstatt denn schon alles ausprobiert? Ich würde zunächst mal die Zündkerzen wechseln; das haben die Jungs im Blaumann aber sicher auch schon gemacht.... Für weitere Vermutungen (die zunächst alle die Zündanlage betreffen würden) fehlen mir weitere Details.

Frage von Isabel Kunert:

Hallo, mein VW Polo hoppelt beim Starten wie ein Traktor bzw. der Motorlauf ist unrund. Wenn ich dann anfahre, geht dies weg und wenn ich z.B. an der Ampel stehe, dann ruckelt es wieder. Woran kann es liegen? Herzliche Grüße Isabel Kunert

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Isabel, was sagt Ihre Werkstatt zu dem Problem? Wenn ich in den Motorraum hinein sehen könnte, wäre die Diagnose leicht und einigermaßen zielsicher. Aus der Ferne sind die „Ruckler“ und „Ausgeher“ nicht zu beurteilen! Sorry....

Frage von Stefan:

Hallo Herr Keßler, ich habe folgendes Problem, mit meinem Ford Transit, 1997, 84 kW Benziner. Bei konstanter Fahrt auf der Autobahn bei 100 km/h, lässt die Leistung regelmäßig bis ca. 90-80km/h nach und Gas nimmt er auch nicht an, wenn ich das Gaspedal trete. Nach ein paar hundert Metern ist die Leistung wieder da und dies geschieht in konstanten Abständen. In letzter Zeit tritt dies auch schon bei 80 km/h auf. Ich meine er springt auch schlechter an, da ich immer zwei Mal starten muss, weil er beim ersten Mal immer wieder ausgeht. Vor ca. zwei bis drei Monaten (seit dem glaube ich das Problem zu haben) hatte ich einen sehr starken (weißgrauen) Ausstoß, der nach wenigen hundert Metern wieder weg war. Ich dachte sofort an die Zylinderkopfdichtung und bin in die Werkstatt, aber die ist es nicht gewesen. Beim Starten und langen hin und her rangieren aus einer Parklücke entwickelt er auch weißen Qualm, beim Fahren selber nicht mehr. Bei Ford habe ich die Fehler auslesen lassen, da zeigte die Lambdasonde einen Fehler an. Nun tut sich Ford sehr schwer und sagt, es könnte alles und nichts sein und sehr teuer werden. Nun wird Ihnen das etwas bekannt vorkommen. Ich hatte das Glück Ihnen mein Problem in einer Radiosendung zu schildern aber nicht so ausführlich, da tippten Sie auf das AGR - Ventil. Ford sagte mir, dass dieses Modell (da ein Benziner) kein AGR-Ventil habe. Meine Frage an Sie, was es vielleicht noch sein könnte, um die ganze Sache recht klein einzuschränken. Mit freundlichen Grüßen Stefan

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stefan, weißer Qualm bei einem Benzinmotor ist immer Wasserdampf. Ölrauch wäre bläulich-grau und ein zu fettes Gemisch (schlechte Verbrennung des Benzins) schwärzlich-grau. Da bei einem Verbrennungsmotor (leider noch) kein Wasser verbrannt wird, ist bei dem Auftreten von Wasserdampf fast immer entweder ein Riss im Zylinderkopf oder eine defekte Zylinderkopfdichtung die Ursache. Dieser Defekt lässt sich aber nicht (oder nur auf Umwegen mit viel Fachkenntnis) elektronisch detektieren. Eine Möglichkeit besteht in der Messung des CO-Gehaltes des Kühlmittels, falls Abgase in den Kühlwassermantel dringen. Oft dringt aber auch nur Kühlmittel in Brennraum des Motors, was dann zu Startproblemen und dem erwähnten weißen Rauch führt. Sie werden aber selbst mit Hilfe eines echten Fachmanns, der mit seiner Erfahrung das Problem weiter einkreist, nicht um die Abnahme des Zylinderkopfes herum kommen. Erst dann kann mit hoher Sicherheit die Ursache erkannt werden. Das macht eine gute freie Werkstatt übrigens genau so gut (oder sogar besser) als die unter höherem Zeit- und Umsatzdruck stehenden Vertragswerkstätten.

Frage von Familie Limmer:

Nun haben wir schon einige Ford-Werkstätten besucht und jede wollte zu unserem Problem immer den kompletten Klimakompressor ausbauen. Da aber nach Meinung vieler Internetforums dies nicht notwendig sei, möchten wir unser Problem bzw. unsere Frage an sie weiterleiten. Wir haben uns im Mai 2010 einen Ford Mondeo 2.0 Turnier TDCi DPF Ghia, Baujahr 2006, bei einem Ford Händler zugelegt. Bis ein Klappern des Keilriemens im Stand durch einen Zusatzspanner behoben wurde, hatten wir bis heute noch keine Probleme. Auch im vergangenen Jahr funktionierte die Klimaanlage wunderbar. Doch seit einigen Tagen geht die Klimaanlage bei niedrigen Drehzahlen einmal an, einmal aus. Also sind wir zu ATU gefahren, zuerst haben sie den Fehlercode ausgelesen. Da waren aber keine, alles i.O. Dann haben sie ca. 150g Kühlmittel zum Normalstand aufgefüllt. Aber es war wieder nichts. Im Stand warm, beim Fahren Kühlung. Dann sagten sie noch, es könnte ein Softwarefehler sein. Ford dagegen verneint das. Erst bei einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h oder einer längeren Fahrt (Landstraße) wird es richtig kühl im Auto. Fährt man dann aber an eine Ampel und schon kommt allmählich wieder warme Luft aus dem Gebläse. Geht es dann wieder mit gleichbleibender Geschwindigkeit weiter, kommt auch die klimatisierte Luft wieder heraus. Wie oben schon erwähnt, ist in den Foren so manches zu lesen. Die einen sagen, es läge an der Magnetkupplung (aber dann würde sie ja überhaupt nicht funktionieren), manche sagen, es ist eine Masseverbindung (???) oder die Lichtmaschine, Batterie. Dazu ist mir auch aufgefallen, dass wenn ich während einer Fahrt die Geschwindigkeit reduziere, dass das Licht ein wenig dunkler wird, gebe ich wieder Gas wird das Licht wieder heller. Könnte dies auch damit zusammenhängen, dass die Klimaanlage im Stand nicht genügend Strom bekommt? Wo könnte man ihrer Meinung nach zuerst suchen? In welche Werkstatt sollen wir jetzt noch fahren? Wir danken ihnen im Voraus für ihre schnelle Antwort und verbleiben mit freundlichen Grüßen Fam. Limmer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Limmers, ich vermute gar keinen Defekt an der Klimaanlage, eher ein Problem mit der elektronischen Steuerung derselben. Da Sie bislang nur bei "Auto-Aldi" waren, besteht immer noch die Möglichkeit, dem Fehler mit Hilfe des Ford-Diagnosesystems (welches im Gegensatz zu den Universal-Diagnosesystemen von ATU auch die Fehlercodes der Klimasteuerung auslesen kann....) auf die Spur zu kommen. Die bisherigen Diagnosen sind eher Vermutungen, die wahrscheinlich in die Irre führen. Also: Sparen Sie nicht am falschen Ende, gehen sie zu (hoffentlich wirklich) kompetenten (Vertrags-)Werkstätten und beauftragen Sie keine Reparatur, bevor es nicht eine belast- und nachvollziehbare Diagnose mit (schriftlichem) Kostenvoranschlag gibt. Alles andere ist "Teileweitwurf" und höchstwahrscheinlich teurer.

Frage von Sven Fabricius:

Hallo, ich habe einen Peugeot 406 Limousine, Bj. 2000, und ein Problem mit meiner Klimaanlage. Ich bin eine Weile gefahren und dann plötzlich schaltete sich anscheinend der Kompressor aus. A/C Anzeige leuchtete noch und die Lüftung hatte dann feuchte Luft ausgeblasen, die auch immer kommt, wenn man die Klima abschaltet. Daraufhin habe ich die Klima ausgeschaltet und bin in die Werkstatt. Dort haben wir die Füllung überprüft und die Dichtigkeit. 680mg waren drauf und haben dann wieder auf 775mg aufgefüllt, sonst alles dicht. Haben dann nochmal geprüft, keine Änderung. Nach dem Anlassen, habe ich die Klima eingeschaltet, es schaltete sich kurz der Kompressor zu und gleich wieder aus. Haben dann den Kompressor gecheckt, läuft rund, und der Mitnehmer auch. Haben dann mal den Fehlerspeicher der Klima ausgelesen und der hat den Klima Kühlmittel Temperatursensor angemault. Jetzt habe ich mal ein bisschen gesucht und habe im Internet nur einen Druckschalter und einen Hochdruckschalter gefunden. Der Hochdruckschalter hat einen vierpoligen Anschluss und ist direkt am Kühler. Der Druckschalter hat nur einen zweipoligen Anschluss, den habe ich aber im Motorraum auch nicht gesehen. Jetzt wollte ich fragen ob Sie einen Tipp haben was ich noch prüfen könnte oder austauschen muss. Mit freundlichen Grüßen Sven Fabricius

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich liebe Ferndiagnosen zu Klimaanlagen..... Aus meiner Erfahrung heraus würde ich diese Fehlerbeschreibung mit dem Expansionsventil in Verbindung bringen. Wenn man das wechseln will, muss die Anlage aber geöffnet und anschl. Wieder neu befüllt werden. Ich rate bei solchen Operationen immer zum Besuch einer „echten“ Klimaanlagen-Spezialwerkstatt“, die es inzwischen überall gibt. Das Problem ist, eine zu finden.... Fragen Sie mal an der Taxi-Halte vor dem Hauptbahnhof: Die Kutscher kennen sich aus....

Frage von Fritz Steffen:

Hallo! Bei meinem Corsa blinkt beim Warmfahren immer "S"-Leuchte (sportliches Fahren) selbstständig an. Nach Halt und Ausschalten des Motors sowie Neustart kann ich weiterfahren. Die Batterie ist zwei Jahre alt und leistet noch 75 Prozent auch nach Aufladung. Muss ich die Batterie wechseln? Vielen Dank ! Fritz Steffen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Fritz, das ist mit fast 100 Prozent Wahrscheinlichkeit der "Wählhebelpositionierungsschalter" am Getriebe. Wenn man den erneuern lässt, kostet das mit Einbau ca. 400 Euro. Der Schalter überträgt Signale, indem Kontaktfinger über Kontaktleisten streichen. Diese Kontaktfinger werden im Laufe der Zeit müde und das Schmierfett verharzt. Deswegen tritt der Fehler immer morgens beim Start auf, wenn es kalt ist. Man kann den Schalter auch ausbauen und zerlegen, um ihn zu reinigen. Das ist aber nur etwas für Bastler; die Alternative ist deutlich teurer (s.o.)

Frage von Christian:

Hallo Herr Keßler, ich habe ein Problem beim Starten meines Renault Clio. Wenn ich die Zündung betätige, höre ich nur ein leises Brummen im Motorraum, aber der Wagen springt nicht an. Nach eigener Recherche vermute ich, dass es etwas mit dem Magnetschalter des Anlassers zu tun haben könnte, denn die Batterie war bei einer Messung ausreichend aufgeladen. Was denken Sie und was kann ich tun? Ich bedanke mich und hoffe auf eine baldige Antwort.



Autopapst Andreas Kessler antwortet:



Hallo Christian, Du hast wahrscheinlich recht! Leider ist der Magnetschalter heute in der Regel nicht mehr einzeln tauschbar, es wird also ein neuer Anlasser fällig. Vor dem Tausch würde ich aber zunächst mal sämtliche Anlasserkabel abschrauben, säubern und mit Kupferpaste versehen wieder montieren. Flankierend könnte auch der Versuch mit einer anderen Batterie (m. Starthilfekabeln....) etwas Klarheit bringen. Manchmal ist es eben doch „bloß“ eine schwächelnde Batterie. Wenn alles nicht hilft, kommt die große Lösung, die „neuer Anlasser“ heißt!

Frage von Florian:

Hallo lieber Autopapst, ich habe einen Corsa A GSI mit dem c16sei-Motor, der seine Leistung nicht bringt. Hinzu kommt noch, dass er im fünften Gang ab 5100 U/min anfängt zu ruckeln und nicht weiter beschleunigt. Es hört sich so an, als ob er Fehlzündungen produziert. Hinzu kommt dann, dass die Motorkontrollleuchte angeht, wenn er ruckelt. Danach ist sie aus! Vielleicht können Sie mir weiter helfen. Habe schon Benzinpumpe, Benzinfilter, Zündkabel und die Kerzen ausgetauscht und den Verteilerfinger sauber gemacht!


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Florian, Opel gab damals als Höchstleistung für den GSI 150 PS bei 5000 / min an. Wenn Dein Auto also bei 5100 / min anfängt zu ruckeln, dann ist das wahrscheinlich der "Fuel-Cut" des Benzinpumpen-Steuergerätes, das ein Überdrehen des Motors vermeiden soll. Theoretisch ist also alles "im grünen Bereich". Wenn Du mehr Leistung haben möchtest, rate ich zu einem richtigen Auto (z.B. BMW M3 oder einem Porsche 944 Turbo....).

Frage von Axel Müller:

Ich will eine neue Auspuffanlage für meinen Nissan Primera Traveller P11, BJ 2000, haben. Bin auch im Internet fündig geworden, allerdings gibt es ein Problem. Es werden zwei Varianten angeboten. Einmal ohne Kat. (der ist bei mir i.O.), einmal mit (zusätzlichen) Kat im Mittelschaldämpfer. Die Lambdasonde ist bei mir nur im Kat gleich nach dem Motor zu erkennen. Im Mittelstück ist keine Sonde auffindbar. Was ist die richtige Variante?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Aus dem Bauch heraus würde ich die Variante ohne Kat empfehlen. Allerdings ist das nie 100% sicher; genau weiß man das nur, wenn man mit Hilfe der Fahrgestellnummer die für Deinen Wagen richtige Ersatzteilnummer heraus findet (z.B. am Teiletresen des Nissan-Händlers) und die dann mit den Angaben des Internetanbieters vergleicht. Ohne Angabe der Ersatzteilnummer wird der Ersatzteilkauf bei einem modernen Auto zum Roulettespiel....