Fragen an den Autopapst im Dezember 2010

Autopapst

Autopapst Andreas Kessler hilft in der Autogazette
Autopapst Andreas Kessler © AG

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler findet in der Autogazette für Sie Lösungen. Ihre Fragen aus dem Dezember 2010.

Frage von Glöckner:

Bei meinem Renault Twingo, Bj. 2003, 1,2 Liter, 58 PS, Benziner, 48.000 km, funktioniert der Scheibenwischer nicht. Habe den Motor überprüft, er dreht sich, Gestänge in Ordnung, Sicherungen okay, 3-Stufenschalter okay, Spannung 12 Volt liegt an. Was kann ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Versuchen Sie mal, die Wischer von Hand zu bewegen. Wenn Sie eher die Wischerarme verbiegen als die Wellen in ihren Lagern zu drehen, sind die Lagerbuchsen wahrscheinlich fest korrodiert. Ob das wieder gängig zu machen geht oder ob die Buchsen erneuert werden müssen, kann ich aus der Ferne leider nicht sagen. Vielleicht liegt es aber auch am Wischerschalter, tauschen Sie den doch mal versuchsweise aus (gibt es auf jedem Schrottplatz, der Twingo ist auch ein Opfer der Abwrackprämie....)

Frage von Michael Kahlert:

Guten Tag Hr. Kessler, an meinem Golf IV (Bj. 2002) lässt sich der Tageskilometerzähler nicht mehr über den Stellknopf auf null stellen. Ich kann zwar über den Bordcomputer die Kilometerstände abfragen, würde aber trotzdem gern wissen, wie aufwendig die Instandsetzung wäre. MfG Michael Kahlert

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich würden Sie niemanden finden, der Ihnen das repariert. VW will ganze Armatureneinsätze verkaufen, und Spezialisten auf diesem Gebiet gibt es eigentlich nur im Internet ( www.hitzpaetz.de ). Bauen Sie Ihren Instrumenteneinsatz aus und schicken Sie ihn zur Überprüfung ein. Das ist jedenfalls die wirtschaftlichste Lösung. Gebrauchte Instrumenteneinsätze vom Autoverwerter sind meistens auch nicht besser.....

Frage von Christian Dietl:

Mein Opel Corsa, Baujahr 2007, hat Ablagerungen am Öldeckel wie Schlam und der Ölmessstab riecht nach Benzin.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Dietl, fahren Sie mal etwas mehr mit Ihrem Auto. Oder gar nicht, solange es noch kalt ist. Kurzstreckenbetrieb sorgt für viel Kondenswasser, welches sich mit dem Motoröl mischt und dann Niederschlag am relativ kalten Öleinfülldeckel bildet. Kaltlauf ist für den Motor eines Autos immer besonders verschleißintensiv, und Kondenswasser im Motoröl tut dem Wagen sicher auch nicht gut. Also: Entweder mal Hamburg – Lissabon nonstop oder zu Fuß gehen!

Frage von Friedrich Schaus:

MeinPeugeot Partner, Baujahr 2003, bleibt zur Zeit öfter stehen, wenn ich ca. Fünf bis zehn Minuten bin. Am Anfang fährt er ganz normal, dann kann ich kein Gas mehr geben, drücke aufs Gaspedal, aber es kommt nichts. Wenn ich fahre, geht es nur meterweise, jetzt steht er ganz, die Motorleuchte brennt und er kommt nicht auf Touren.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vielleicht herrscht Unterdruck im Tank, weil die Belüftung verstopft / geknickt / defekt ist? Fahren Sie doch mal eine Testrunde ohne Tankdeckel. Wenn das Auto dann länger als zehn Minuten durchhält, muss wahrscheinlich ein neuer Tankdeckel her......

Frage von Christina Walinski:

Hallo bei meinem Mercedes geht während der Fahrt einfach das gesamte Licht aus und die Batteriekontrolleuchte geht an. Der Freilauf wurde schon erneuert. Erst funktionierte alles super, aber jetzt ist das gleiche Problem wieder da. Was kann es sein??

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was für einen Mercedes haben Sie denn? Je nach Modell gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Das Überspannungsschutzrelais könnte die Ursache sein, oder der Lichtsensor für die Fahrlichtautomatik, oder ein gebrochenes Kabel zwischen Lichtmaschine und Karosserie (Massekabel) oder ein Kurzschluss in der Lichtmaschine oder, oder, oder.... Ohne weitere Angaben muss ich passen!

Frage von Daniel:

Hallo, mein Ford Mondeo Kombi, Baujahr 1998 macht komische Geräusche. Wenn ich die Kupplung trete und Gas dabei gebe, um anzufahren, knackt es ein Mal richtig von links, beim einlegen des zweiten Ganges und Losfahren knackt es wieder. Was könnte das sein? Lenkung meiner Meinung nach alles okay, da knackt nichts, auch wenn ich normal fahre. Mfg Daniel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Daniel, bei hohem Anfahrmoment könnte das Geräusch aus dem Bereich Vorderachsaufhängung / Traggelenk kommen. Wenn das der Fall ist, muss sofort(!!) etwas unternommen werden, damit Du das Rad nicht während der Fahrt verlierst. Vielleicht ist es aber auch nur eine zerbröselnde Aufhängung des Stabilisators, was etwas billiger zu reparieren ist.

Andreas Höpner fragt:

Mein Skoda Felicia 1.6, Bj. 1999 hat seit Einsetzen der Kälte Probleme im Standgas. Nach dem Start schwankt die Drehzahl und er geht aus. Wenn er dann warm ist, läuft der Wagen normal. Man sagte mir, es könnte das Leerlaufregelventil sein. Stimmt das?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte sein, lieber Namensvetter. Ich würde das Leerlaufregelventil ausbauen und es zunächst mit einer Reinigung versuchen. Wenn die Sägerei dann verschwindet oder schwächer wird, war es das. Die Ursache der Fehlfunktion liegt aber wahrscheinlich tiefer, im Bereich der Abgasrückführung!

Cabak fragt:

Hallo, ich habe eine Frage zu einem Mercedes C200, Baujahr 2000, Kompressor. Bekomme einen LMM Fehler, habe ich ausgetauscht, Fehler kommt trotz neuer LMM. Werkstatt weiß nicht weiter Danke für ihre Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein Mercedes-typischer Phantomfehler sein: Häufig sickert über den Stecker der Nockenwellenverstellung Motoröl in den Kabelstrang und kriecht dann bis ins Steuergerät. Das verträgt das Öl natürlich nicht und sorgt dann für Ärger. Zur Kontrolle reicht es, den Stecker abzuziehen: Wenn der deutlich verölt ist, sollte man das Kabel erneuern, eine Ölbremse einbauen und das Steuergerät säubern. Die genauen Details kennt jede Mercedes- und jede Taxiwerkstatt.

Frage von A. Pollender:

Hallo, Herr Keßler, wir fahren einen fünf Jahre alten Chevrolet Kalos, den wir beim Kauf auf Autogas haben umrüsten lassen. Bisher sind wir sehr zufrieden damit. Seit einiger Zeit leuchtet die gelbe Motorenlampe. Bisher konnte uns keine Werkstatt helfen. Haben Sie eine Idee, woran es liegen könnte. Mit freundlichen Gruß

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich vermute einen Ventilschaden im Zylinderkopf, der die Abgasqualität verschlechtert. Lassen Sie mal die Kompression des Motors überprüfen: Einmal im kalten und einmal im warmen Zustand. Wenn der "Kompressionsmesser" in Fachmann ist, kann er aus dem Resultat die richtige Therapie ableiten (z. B. einen neuen Zylinderkopf bzw. die Überholung des alten....).

Frage von Alfred:

Wie hängt der Druck aus dem Kurbelwellengehäuse bei meinem Pajero 2,8 TD , Baujahr 94, 201.000 Kilometer, mit starkem Överbrauch zusammen? Die Verdichtung passt, der motor läuft super und springt gut an. Seit letztem Service gab einen Liter Mathy zu 10W40.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Alfred, das ist ein Motorschaden! Wahrscheinlich ist ein oder sind mehrere Kolbenringe gebrochen und können die Verbrennungsgase nicht mehr gegen die Ölwanne abschotten. Dadurch steigt im Kurbelgehäuse der Druck stark an, der dann Öl in Richtungen drückt, in denen es nichts zu suchen hat. Wenn ein Kompressionstest diese Vermutung nicht bestätigt, bedeutet das nicht, dass ich falsch liege! Eine genaue Diagnose lässt sich wahrscheinlich nur nach der Demontage des Motors stellen.

Frage von Harald Schütz:

Hallo, bei meinem Volvo V 40 Diesel, Baujahr 11/99, Laufleistung ca. 170.000 km, geht in letzter Zeit die Motorsteuerungslampe an und mein Fahrzeug verliert sofort an Leistung und geht dann ganz aus. Ich habe dann das Auto ausgemacht und wieder angemacht, danach lief mein Auto wieder normal dies passiert aber in letzter Zeit öfters. Gruß Harald Schütz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Schütz, das hört sich für mich sehr nach dem Luftmassenmesser an (LMM). Das ist ein Sensor im Ansaugtrakt, der entweder verschmutzt oder verschlissen ist. Oft reicht der Ausbau des LMM und eine gründliche Reinigung mit Bremsenreiniger. Wenn es eine Verbesserung gibt, die aber nicht lange anhält, muss wohl ein Ersatzteil her.....

Frage von Thomas Riedel:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Renault Espace IV 2.2dCI. Seit kurzer Zeit flackert sporadisch - immer wenn er noch kalt ist - die Warnmeldung für: Störung Elektronik / Wasser im Dieselfilter. Da aber das Fahrzeug sonst läuft, ich also eine Störung in der Elektrik ausschließe, bleibt noch das Wasser im Dieselfilter. Was hat es damit auf sich? Kann ich das Wasser ablassen oder muss das Teil gewechselt werden? Kann man das notfalls selber erledigen? Vielen Dank Ihr Thomas Riedel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, im Kraftstoff ist häufig etwas Wasser, welches im Kraftstoff-Filter erst abgeschieden und dann gesammelt wird. Wenn der "Wasserstand" im Filter eine bestimmte Höhe überschreitet, gibt ein Sensor Alarm. Das ist wichtig, damit das Wasser im Winter nicht gefriert und dadurch den Spritnachschub behindert. Um das Lämpchen zum Erlöschen zu kriegen, kann man das Wasser entweder ablassen (unten am Filter ist häufig eine Ablass-Schraube) oder den Filter erneuern (das würde ich empfehlen!). Der Filterwechsel ist eine Minutensache, ich würde das aber lieber im Sommer / im Warmen machen, damit der Motor anschließend auch wieder anspringt (der Filter muss erst wieder mit Diesel geflutet werden, dazu braucht der Anlasser eine volle Batterie....).

Gottfried Mandl fragt:

Ich habe einen VW Jetta, Bj90. In letzter Zeit wird er immer heiß. Ich habe schon versucht, das Thermostat auszubauen, kein Erfolg. Wenn ich die Heizung aufdrehe wird es nicht warm und der Kühlerventilator läuft auch nicht an. Wo könnte die Verstopfung sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn es wirklich eine Verkalkung ist, überall! Ich würde zuerst prüfen, ob der Kühlerventilator noch funktioniert. Wenn nicht, muß ein neuer besorgt werden. Meistens wird der Püster beim kurzschließen losbrausen, aber nicht im Betrieb: Das liegt am Thermoschalter, der im Kühler sitzt. Wenn trotz eines neuen Thermoschalters und laufendem Ventilator der Wagen immer noch überhitzt, muß das Kühlsystem mit Zitronensäure aus der Apotheke entkalkt werden. Sie werden sich wundern, was da für ein Glibber aus dem System kommt. Anschließend das Thermostat wieder einsetzen und den Kühlkreislauf mit neuem Kühlmittel (Aqua dest. und Glysantin, 50:50) befüllen.

Steve fragt:

Hallo, ich habe ein oder mehrere Probleme mit meinem Golf 3, Bj. 96, 1,6i mit Multipoint Einspritzung. Obwohl ich bereits Zündkerzen und Zündkabel gegen neue getauscht habe und die Zündkappe keine Anzeichen von einem Durchschlagen aufweist, klingelt mein Motor wie eine alte Nähmaschine. Außerdem ruckelt er mal wieder leicht beim Losfahren mit kaltem Motor und spricht nicht richtig auf das Gas geben an. Das Problem mit dem Ruckeln hatte ich schon einmal, auch lief der Motor unrund, es lag angeblich an einem defekten Temperaturfühler der getauscht wurde, das ist ein Jahr her. Daher schließe ich den Temperaturfühler erst einmal aus. Meine Kerzen sind Rehbraun, ich tanke Super und kein Normalbenzin. Benzinfilter ist sauber, er bekommt genügend Luft und die Abgasanlage ist auch dicht. An was kann es denn liegen? Vielen Dank im Voraus!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Selbst wenn die Verteilerkappe keine Brandspuren hat, kann sie austauschreif sein (zusammen mit dem Verteilerläufer…). Ich glaube aber eher an ein Problem des OT-Gebers. Der kann in der Werkstatt durch eine Befragung des Fehlerspeichers geprüft werden. Sollte die Prüfung Abweichungen von den Herstellervorgaben ergeben, kann das Teil relativ preiswert gewechselt werden.

Andreas Linden fragt:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Ford Focus 1.8 TDDI, Bj. 2000, 150.000 km lässt sich das Kupplungspedal in letzter Zeit nur noch mit erhöhtem Kraftaufwand betätigen. Woran könnte das liegen? Muss man da mal an der richtigen Stelle etwas schmieren oder könnte da etwas kaputt/verschlissen sein? Vielen Dank für Ihren Rat und mit freundlichem Gruß, A. Linden

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Namensvetter, ich nehme in Ihrem Fall einen beginnenden Defekt der hydraulischen Kupplungsbetätigung an. Wechseln Sie zuerst die Hydraulik-Flüssigkeit. Wenn das nichts bringt, ist der Geberzylinder an der Reihe. Erst zum Schluß (weil am teuersten: Getriebeausbau!!) ist der Nehmerzylinder fällig. Vergessen Sie dabei den Druckschlauch zwischen Geber- und Nehmerzylinder nicht, der kostet nicht viel und ist oft auch von innen völlig dicht.

Rusale fragt:

Hallo, mein Dieselproblem: Ruckeln und weißer Rauch beim Kaltstart. Woher kommt es? Bei wärmeren Wetter merkt man es kaum, aber sobald es kühler ist. qualmt und ruckelt der Diesel wie bekloppt. Habe neue Glühkerzen, Zahnriemen, Filter etc. gewechselt, alles nichts geholfen. Die Werkstätten eiern eigentlich auch nur herum, haben mir beispielsweise für einen völlig unnötigen Zahnriemenwechsel eine Menge Geld abgeknöpft. Grinsen blöd und erzählen Dir dies und jenes noch zu reparieren. Na ja, wenn ich das alles täte, was die mir alles so auftischen, hätte ich bald nichts mehr zu Essen. Könnten Sie mir evtl. einen brauchbaren Tipp geben? Freundlichst !

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was haben Sie denn für einen Diesel? Wie viel hat der Wagen schon auf der Uhr? Wenn ich das Modell wüßte, könnte ich vielleicht einen typischen Defekt benennen. Weißer Rauch nach dem Kaltstart bedeutet fast immer zu viel und vor allem schlecht verbrannter Kraftstoff (wenn der Motor warm ist, müßte sich das dann in schwarze Wolken verwandeln). Ich nehme ein normales Kaltstart-Problem an: Entweder glüht der Motor nicht richtig vor (Steuergerät??) oder die Einspritzdüsen kleckern im kalten Zustand unkontrolliert Kraftstoff in den Brennraum.

Dietrich Kleinke fragt:

Ich habe einen Renault Kangoo 1.4 mit Automatikgetriebe, Erstzulassung 1.2006. Bei 28 000 Kilometern habe ich das Schaltgebergehäuse für rund 1400 Euro austauschen lassen müssen und schon bezahlt, leider ohne "unter Vorbehalt". Davor erfolgte ein Reparaturversuch, Austausch des Druckgebers für 250 Euro, hielt nur 200 km. Da die Garantiezeit abgelaufen ist, weigert sich natürlich die Renault-Niederlassung zu einer Kulanzregelung. Haben Sie vielleicht einen Ratschlag für mich, da ich als Kleinrentner natürlich alles andere als begeistert über Renault bin. Vielen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen verbleibt ihr Leser Dietrich Kleinke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kleinke, Sie haben einer Werkstatt einen Reparaturauftrag gegeben, die Werkstatt hat repariert, und der Erfolg der Reparatur war nach nur 200 km schon wieder perdu…. Dann wurde erneut repariert, Sie haben bis heute 1650 Euro bezahlt und das Getriebe, an dem gearbeitet wurde, ist jetzt endgültig defekt. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist das ein Fall für die Schiedsstelle der Kfz-Innung! Eine Fachwerkstatt hätte ein waidwundes Getriebe von Anfang an erkennen und ggf. austauschen. Der Fall ist leider recht kompliziert, deshalb versuchen Sie bitte zunächst über die Schiedsstelle eine gütliche Einigung zu erzielen, bevor Sie einen Anwalt bemühen (das würde ich jedenfalls so machen…)

Alfred Groessing fragt:

Ich fahre einen Audi A4, Bj 2002 und habe einen Bremsendefekt, den keiner findet. Es blockiert, wenn die Bremsen warm sind. Es ist immer die Bremse links vorne. Es wurde schon alles überprüft ( Bremssattel, Leitunen, ABS usw.).

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was heißt: Überprüft? Eine oberflächliche „Inaugenscheinnahme“ wird das Problem nicht umreißen können…. Als Ursache kommt in Frage: ein verschmutzter Bremssattel (Beläge lüften nicht richtig), von innen zugequollene Bremsschläuche (austauschen), ein zu geringes Stößelspiel zwischen Bremspedal und Kolbenstange des Hauptbremszylinders, Korrosion im Bremssattel (überholen/austauschen), ein Defekt im Hauptbbremszylinder. Die Werkstatt muss wohl etwas mehr in die Tiefe gehen, das heißt auch (was ich normalerweise nicht empfehle…) Teile demontieren und auf Verdacht wechseln (von billig nach teuer…)

Peter Knorr fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler, seit April 2005 fahre ich Toyota Corolla Verso, 1,8 VVT -i- mit MMT-Getriebe. Das ist ein automatisiertes 5-Ganggetriebe. Ich habe mich damals dafür entschieden, weil wir in der Familie fast nur Automatikgetriebe fuhren - aber vor allem auch, weil Toyota und Zeitschriftentests darauf hinwiesen, dass dieses Getriebe sparsamer sein sollte als ein handgeschaltetes... Leider habe ich von Anfang an große Probleme mit dem E-Modus (automat. Schaltung) und auch von Anfang an dies beim Toyota-Service mehrfach beanstandet. Hat der Motor noch keine Betriebstemperatur erreicht (blaue Lampe leuchtet), bleibt das Getriebe im 2. Gang stecken (in kalten Jahreszeiten eben entsprechend länger) Also mit M-Modus fahren! Nach dem Erreichen der Betriebstemperatur funktioniert dann soweit die Schaltung im E-Modus. Der 5. Gang wird aber erst im Bereich der 60 km/h geschaltet. Im M-Betrieb schalte ich schon bei ca. 45 km/h bin den 5.! Das Nervigste im E-Modus jedoch ist das Steckenbleiben der Gänge beim schnellen Durchtreten des Gaspedals wie z. B. beim Beschleunigen, raschen Überholvorgängen und ähnlichen Situationen! Auch da rettet einen nur das Rüberwechseln zu "M". Inzwischen fahre ich fast nur noch mit der sequentiellen Handschaltung - was aber nicht Sinn der Kaufentscheidung war. Bei meinem letzten Werkstattbesuch im März '07 hat man zumindest den letzten Fakt als Fehler bzw. Mangel (der aber angeblich so gut wie einmalig ist) bestätigt und man wollte davon Toyota Deutschland in Kenntnis setzen. Leider habe ich dazu bis heute nichts gehört. Außerdem meinte man (auch erstmals), dass die erstgenannten Mängel (automat. Schalten erst bei Betriebstemperatur und 5. gang erst bei 60 km/h) gar keine sind, sondern beim MMT-Getriebe normal sind. Sehr geehrter Herr Keßler, ich hoffe, Sie können ihre Finger in diese "Toyota-Wunde" legen. Vielleicht hat das MMT-Getriebe doch öfters solche Macken? Außerdem hoffe ich, dass sie mir sagen können, wie ich gegenüber Toyota weiter verfahren könnte? Im Voraus möchte ich mich schon mal ganz herzlich bei Ihnen für ihre Bemühungen bedanken und verbleibe mit freundlichen Grüßen, Peter Knorr

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, die Multi-Mode-Tranmission (=MMT) von Toyota kann man wie folgt charakterisieren: Je älter und je mehr gefahren, desto problematischer. Im Zuge von Modellpflegemaßnahmen ist die Anpassung der MMT-Steuerung an das Getriebe und die bei uns herrschenden Verkehrsbedingungen offenbar fast perfekt geworden. In der Praxis bedeutet das, dass die ersten Modelle des MMT-Verso noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hatten, die „im Feld“ aber meistens von den Toyota-Vertragspartnern durch Reparaturen und Software-Updates kuriert werden konnten. Hierbei spielt natürlich (wie immer…!!) die Kommunikation mit dem Kunden und die Qualifikation durch den Importeur eine wesentliche Rolle. Die bessere Werkstatt schafft es, die schlechtere nicht. In Ihrem Fall schlage ich folgendes vor: Da die Mängel, die Sie der Werkstatt angezeigt haben, entweder nicht erkannt oder nicht behoben werden, brauchen Sie kompetente Hilfe. Die würde ich bei einem Gutachter von TÜV, DEKRA oder GTÜ suchen, der ein Gutachten über die Funktion der MMT anfertigt. Mit diesem „Mängelbericht“ wenden Sie sich wieder an Ihren Händler, der „endlich“ etwas handfestes in die Finger bekommt. Der Rest ist Nervenstärke! Sie müssen auf eine Nachbesserung / Reparatur bestehen, ggf. können Sie ja schon mal die Vokabel „Rückabwicklung“ in den Mund nehmen (die eigentlich nach 2,5 Jahren nicht mehr möglich ist). Erhöhen Sie den Druck auf Ihren Vertragspartner Autohändler, immerhin sind Sie dort bislang ein zahlender Kunde.....

Frage von Heike Malzahn:

Sehr geehrter Hr. Keßler, ich fahre einen Renault Megane Classic 1,6 und habe festgestellt, dass der Megane bei nasser und trockener Fahrbahn sowie bei starken Seitenwind empfindlich auf Landstraßen und Autobahnen ist. Man hat bei einer Geschwindigkeit von 130-150 km/h das Gefühl, als ob das Auto jeden Moment abhebt. Was kann das sein und wie kann man dieses beeinflussen? Mit freundlichen Grüßen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Heike, wie alt ist der Renault denn schon? Und wie viele km hat er auf der Uhr? Ihrer Beschreibung nach würde ich die Stoßdämpfer als Übeltäter vermuten. Fahren Sie mit Auto auf einen Stoßdämpferprüfstand (beim TÜV, der DEKRA oder einem Automobilklub). Wenn der Test eine zu geringe Wirkung der Dämpfer ergibt, müssen vier neue eingebaut werden. Stoßdämpfer sind neben den Bremsen das wichtigste und leider auch oft das am meisten vernachlässigte Element des Fahrwerks….

Kermen fragt:

Hallo, wenn ich meinen Opel Vectra B 2,2 DTI, Baujahr 2001, nach langem Stehen (ab fünf Stunden) wieder anlasse, kommt weißer Rauch etwa zehn Sekunden lang heraus. Danach hört es auf. Der Motor verbraucht kein Öl. Ich habe deswegen die Traversendichtungen wechseln lasen aber hat nicht geholfen. Was kann das sein? MfG I. Kermen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein Riss im Zylinderkopf oder ein Schaden der Zylinderkopfdichtung sein. In beiden Fällen sickert offenbar Kühlwasser in den Verbrennungsraum und wird dort mit den ersten Zündungen "verdampft". Auf die Dauer ruiniert das den Motor, ich würde alsbald reparieren…

Ines Daebel fragt:

Ich habe einen 1,2-LIter VW Polo. Der hat drei Zylinder. Bei jedem Halt an der Ampel ist eine leichte Vibration im Auto zu spüren. Die VW Werkstatt sagt, das sei normal. Ich bin trotzdem etwas beunruhigt. Vielen Dank für ihre Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Ines, die Werkstatt hat recht! Ein 3-Zylinder ist im Leerlauf trotz komplizierter Ausgleichswellen nicht ganz so laufruhig wie ein Vier- oder gar Sechszylinder. Das liegt an den oszillierenden Massenkräften von Kolben und Kurbeltrieb während des Motorlaufs, die beim 3-Zylinder quasi „unsymetrisch“ ausfallen (durch die ungrade Zylinderzahl). Kein Grund zur Beunruhigung…. Noch eins zum Schluß: Ein Kompliment an Ihr Feingefühl! Ich kenne Männer, die bis zum Motorschaden mit einem Vierzylinder herum gefahren sind, weil sie nicht merkten, dass der Motor nur auf 3 Pötten läuft….

Otto Mulert fragt:

Folgende Frage: Mercedes E 220 T CDI (W 210) hat ein neues Automatikgetriebe bekommen. Jetzt Vibration bei ca. 65 km/h bei langsamer, ruhiger Fahrweise. In meiner Mercedes-Werkstatt weiß man nicht weiter. Meine Vermutung: hängt mit der Kardanwelle zusammen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Otto, das kann sehr gut sein! Zum Getriebewechsel ist die Kardanwelle sicher teilzerlegt und ausgebaut worden. Beim Wiedereinbau haben die Jungs dann nicht auf die Wuchtmarkierungen geachtet und damit eine unwuchtige Kardanwelle unter den Wagen gehängt. Das klingt ganz klar: „Noch einmal, bitte!“

Carmen F. fragt:

Mein Scheibenwischer muss irgendwie einen Wackelkontakt oder so haben. Wenn ich ihn einschalte passiert gar nichts, erst mit ganz leichten Bewegungen vor und zurück geht er dann evtl. los, aber sobald ich meine Finger wieder wegnehme, bleibt er wieder stehen. Wenn ich ihn dann doch mal dazu bekommen habe ohne Unterbrechungen zu laufen, dann reicht schon das Betätigen des Blinkers und schon bleibt er wieder stehen. Muss der ganze Wischermotor ausgetauscht werden oder woran kann das liegen?

Autopapst Andreas Kessler:

Das hört sich wirklich nach einem defekten Wischermotor an. Was für ein Auto fährst Du denn? Wenn es schon alt ist, könnte natürlich auch das Gestänge der Scheibenwischerbetätigung verrostet, verharzt oder sonstwie
schwergängig sein. Im Zweifel ist der Wischermotor billiger als das Gestänge, weil schneller aus- und wieder eingebaut.

Detlev Hintz fragt:

Hallo Herr Kessler, ich habe Probleme mit meinem Fiat Brava. Er ist Baujahr 95 und ein Benziner. Er sollte eigentlich noch zwei Jahre laufen. Doch nach dem TÜV und etlichen Reparaturen (1 Zündkabel, Stecker und Zahnriemen und noch so einiges) läuft er schlechter wie vorher. Anspringen tut er gut, aber dann nach einigen mal mehr oder weniger) Kilometern geht es los. Er nimmt das Gas kaum an, geht fast aus und ruckelt umher. Im Stand läuft er dann auch unruhig. Nach einem Neustart könnte man denken, jetzt geht es wieder, aber schon zickt er wieder rum. Meine Werkstatt konnte mir leider nicht weiterhelfen. Können Sie mir helfen, ich würde mich sehr freuen. Vielen Dank im Voraus!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Detlef, wie lange ist die Reparatur des Zahnriemens her? Sind die Probleme erst da, seit der neue Riemen eingebaut ist? Dann könnten minimal verstellte Steuerzeiten für die Motorlaufprobleme verantwortlich sein. Lassen sie Steuerzeiten noch einmal genau kontrollieren; ein Zähnchen Versatz beim Zahnriemen kann eine Menge ausmachen..... (Beim Kaltstart kann das Motormanagement die Macken noch ausgleichen. Wenn der
Motor warm ist und die Schadstoffminimierung voll greift, klappt das leider nicht mehr...)

Klaus Gaßmann fragt:

Ich fahre einen Mazda 323 Bj. 2000, Benziner mit Schaltgetr. Seit Monaten habe ich in unregelmäßigen Abständen ein Startproblem. Kaltstart ist immer o.k. Stelle ich den Wagen nach kurzer Fahrstrecke ab und will ihn wieder starten, bevor der Motor ganz abgekühlt ist, dreht nur der Anlasser, aber der Motor tut es nicht. Nach Wartezeiten zwischen 20 und 100 Minuten springt er an wie morgens in der Garage. 4 Werkstatttermine brachten nichts, da der Fehler nicht gespeichert wird. Es wurde lediglich der Luftmengenmesser gewechselt – erfolglos! Wissen Sie Rat? Herzlichen Dank!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Klaus, wenn der Zusammenhang mit der Abkühlphase reproduzierbar ist, liegt der Verdacht "Motortemperaturfühler defekt" nahe. Sie können den auf Verdacht auswechseln lassen, weil er nicht sehr teuer ist. Vielleicht hilft zur Probe auch folgender Trick: Ziehen Sie den Stecker vom Thermofühler ab, dann müsste der Motor im Notlaufmodus anspringen (das fehlende Temperatursignal wird durch einen gespeicherten Mittelwert ersetzt, die Motorkontroll-Leuchte geht an....). Wenn das das so abläuft, ist meine Vermutung richtig...

Tormis fragt:

Hallo, ich fahre einen BMW 320i / E46 von 2004 mit Dieselmotor, Automatik und 170.000 km auf der Uhr. Ich habe gehört, dass die neueren BMW's eine weiche Lenkspindel haben. Ist das zutreffend? Einer meiner Freunde besitzt einen BMW 320d von 2005 und muss die Spindel bald austauschen, obgleich es nur 137000 Kilometer gefahren ist. Haben Sie irgendwelche Informationen über dieses Auto? Ich warte und danke Sie für Ihre Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Tormis, wenn ich Sie richtig verstanden habe, wollen Sie Informationen über die Lenkung eines E46 BMW. Das Lenkgetriebe ist m. W. nicht auffällig. Eine typische Schwäche fast aller BMWs ist die Lagerung der Vorderachse (Traggelenke, Spurstangengelenke), die zu viel Spiel haben können und das Auto unruhig machen. Die Achsgelenke sind viel billiger als ein Lenkgetriebe!

Frank Huber fragt:

Hallo Andreas! Mein Peugeot 405, Bj. 1993, ging während der Fahrt den Berg hoch einfach aus. Seither springt er nicht mehr an. Eine Ursachensuche ergab wohl einen übersprungenen aber nicht gerissenen Zahnriemen. Wie kriege ich den Wagen selber wieder flott, da er noch bis Ende 2011 TÜV hat, ohne in eine teure Werkstatt zu müssen. Vielen Dank vorab.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn der Anlasser den Motor noch ohne markerschütternde Geräusche durchdreht, dürfte es mit dem Auflegen eines neuen Zahnriemens getan sein. Die dazu nötigen Details und Handgriffe finden Sie am besten in einem der üblichen Selbsthilfe-Bücher. Falls Sie für den 405 nichts passendes finden, müssen Sich die Steuerzeiten entweder von einem Peugeot Händler sagen lassen (schwierig!) oder bei einem der Zahnriemen - Zulieferer nachfragen. Die helfen (wenn Sie die Infos haben...) gerne weiter (GATE, Conti-Tec, etc.)

Wolfgang Schredl fragt:

Hallo, ich will für meine Freundin eine Yamahe TT600R anschaffen. Was ist beim Kauf dieses Motorrads zu beachten? Ist der Kickstarter für Frauen ein Problem (kräftemäßig)? Gibt es besonders anfällige Teile bei diesem Modell? Vielen Danke und Gruß, Schredl

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Wolfgang, der Kickstarter ist nach meinen Erfahrungen absolutes "no go" für die Damen! Es gibt zwar Ausnahmen (in den 80ern kannte ich eine Jugoslawin in Darmstadt, die konnte eine XT 500 mit der
Hand anreißen! Und die war auch noch hübsch...!! ) Meine damalige Freundin wollte aber keinesfalls einen "Kicker" fahren, weil sie nicht genügend Kraft hatte. Außerdem dürfte eine TT (je nach Ausführung) für viele Frauen zu hoch sein. Ich selbst würde eine TT 600 (wie teuer ist die denn?) jederzeit empfehlen, aber den fehlenden E-Starter nicht
verschweigen... Wer eine TT kauft, sollte den Verkäufer immer nach Geländeeinsätzen fragen. Wenn an dem Bock alles neu ist (Kette, Ritzel, Schwingen- und Steuerkopflager), muß das aber auch kein Grund sein, das Motorrad nicht zu kaufen. Generell ist die TT ein semi-professionelles Gerät, das zum Brötchen holen oder für die Spritztour ins Grüne eher schlechter geeignet ist.

Martin Neuse fragt:

Hallo, ich habe einen Mercedes W124 300TE 4matic und möchte gerne mein Handyladegerät direkt an der Bordelektrik anschließen, um den Zigarettenanzünder auch weiterhin benutzen zu können! Kann ich das z.B. an der Radiostromversorgung machen? Vielen Dank und Gruß.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eigentlich läuft das Radio auch schon über den Stromkreis des Zigarettenanzünders! Ich kann leider nicht sagen, wie hoch dieser Stromkreis abgesichert ist. Das das Handy aber nur mit kleinen Leistungen arbeitet, dürfte Ihr Vorhaben kein Problem sein. Im schlimmsten Fall kommt die Sicherung, wenn Sie während des Radiohörens
telefonieren und dabei eine Zigarette anstecken wollen. Oder es kommt eine Polizeikelle, weil all? das demnächst im Auto ohnehin verboten wird...

Gabi fragt:

Hallo Herr Kessler, habe den dritten Erstserien-Ford "Probe" (Bj. 1992, 238.000 km, 108 kW, 5-Gang-Schaltung). Bisher heizten alle sehr gut, nur der jetzige heizt, wenn es kalt ist, sehr schlecht. Der Motor hat gemessene 82 Grad. In den Innenraum bläst er gerade mal 32 Grad. Wenn das Wetter warm ist, heizt er toll. Habe bis jetzt 2 Mal ein neues Thermostat montieren lassen (Vermutung:vielleicht war das erste neue schon kaputt?), dann neuer Fühler, neuer Kühler, den Wasserkreislauf 2 Mal komplett geleert und neu gefüllt, nichts geholfen. Nach langer Fahrt bei relativ langsamer Geschwindigkeit, also so ca. 80 km/h, heizt er manchmal richtig, also so, wie es gehört. Oder Autobahn: Wenn ich nach schneller Fahrt plötzlich im Stau stehe,heizt er auch manchmal derart, dass ich sogar die Heizung runter stelle. Der Motor wird manchmal so heiß, dass, wenn es regnet oder schneit, er regelrecht dampft. aber deswegen auch nicht besser heizt. Wie gesagt, er heizt nur leicht, sehr selten heizt er richtig. Sobald die Außentemperatur ca. 10 Grad hat, heizt er auch. Sollte es wichtig sein - seit er nicht mehr richtig heizt - ist der Benzinverbrauch höher. Der Wagen hat eine Klimaanlage. Meine Werkstatt, die sich wirklich Mühe gibt, mag mein Auto mittlerweile gar nicht mehr so. Der Lack auf der Haube hat sehr viele kleine Risse. Bitte nicht verwechseln mit dem Probe 2. Hab Sie schon öfter im TV gesehen. Bin schon begeistert von Ihrem Wissen. Hoffe, Sie können mir auch helfen. Vielen Dank im Voraus. Liebe Grüße und machen Sie weiter so, Gabi.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gabi, das ist nicht so einfach, mit der Heizung. Offenbar ist die Kühlung des Motors in Ordnung, Thermostat und Kühlmittel sind neu und brachten keine Änderung. Es liegt am Wetter: Wenn es kalt ist, heizt der Wagen nicht oder kaum (aber der Verbrauch steigt an...). Das ist thermodynamisch auch völlig normal! Es geht in diesem Technikbereich um Temperaturdifferenzen, die durch "heizen" überbrückt werden sollen. Damit es im Cockpit Ihres Probe schön warm ist, sollten dort etwa 23°C herrschen. Die Heizung braucht zum erwärmen unterschiedlich viel Heizenergie oder (!!) Zeit. Wenn ein "laues Lüftchen" viel Zeit hat, werden die 23° C irgendwann erreicht, wenn die Heizung richtig "Ballert", passiert das in sehr kurzer Zeit. Was sich hier trivial
anhört, ist wahrscheinlich die Lösung Ihres Problems: Der Probe ist 16 Jahre alt, hat 238tkm auf der Uhr und das ganze Kühlsystem ist neu. Nur der Wärmetauscher der Heizung nicht...! Und der ist wahrscheinlich völlig verkalkt und lässt kaum noch Heizwasser durch. Entsprechend gering ist die Erwärmung der durchgeleiteten Frischluft. Sehr oft hilft dagegen eine Entkalkung á la Kaffeemaschine, seltener ist der Wärmetauscher so zugesetzt, dass er erneuert werden muss. Das ist in der Regel eine Sau-Arbeit, weil das Armaturenbrett demontiert und die halbe Belüftungsanlage ausgebaut werden muss. Das macht keine Werkstatt gerne und die Rechnungsbeträge treiben einem die Tränen in die Augen. Also: Versuchen Sie eine Anti-Kalk-Kur, vielleicht bringt das was....

Mario fragt:

Hallo Herr Kessler, möchte in meinen Golf 2 (Golf II forever...) ein Naviradio einbauen. Wo nehme ich die signale für Geschwindigkeit und Rückfahr her? Er hat ja eine Tachowelle. Mit freundlichem Gruß, Mario

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Mario, das Rückfahrsignal kannst Du am Rückfahrscheinwerferschalter am Getriebe abgreifen und das Tachosignal kannst Du über einen Nachrüstgeber zwischen Tacho und Tachowelle (wird dazwischen geschraubt) bekommen. Diese Dinger gibt es bei VDO-Kienzle (wenn die noch so heißen, da werden heute meistens Taxameter repariert). Viel Spaß wünscht DER AUTOPAPST

Dominik Hoffert fragt:

Guten Abend, ich will mir für den Sommer einen Jeep "Comanche" mit 185 PS kaufen. Das Auto ist 18 Jahre alt und braucht (viel!!) Benzin. Mit welchen größeren Problemen werde ich zu kämpfen haben, wenn ich mir dieses Auto kaufe? Taugt es als "Sommerauto" und lohnt sich die Umrüstung auf Gas bei diesen Hubraum? Gibt es eine Alternative (mit Allrad)? Mit freundlichem Gruß, Dominik Hoffert PS: das Winterauto ist ein SEAT Leon 4X4 Topsport TDI.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dominik, was sollen da für Probleme auftreten? Wenn der Jeep o.k. ist (und das sind die Dinger - gute Pflege vorausgesetzt!- meistens), bietet sich der Einbau einer LPG-Anlage geradezu an. Eine Steuerreduzierung
bringt das allerdings nicht, da sind die Fiskalritter unserer schönen Heimat recht hartleibig. Der "Comanche" hat den gleichen 4-Liter-Reihensechser wie der Cherokee, der mit dem viel leichteren Pick-up natürlich auch leichteres Spiel (lebhafter und geringerer Verbrauch) hat. Wichtig ist nur, daß das Auto in so gutem Zustand ist,
daß sich die Investition in die Gasanlage auch noch rechnen kann. Die Einbaukosten lassen sich bei einem Weiterverkauf nämlich kaum wieder hereinholen.... Einen billigeren 4x4-Pick-up git es im Augenblick nicht
auf dem Markt; Landys sind noch kultiger und daher teuerer (allerdings sind die Ersatzteile billiger...) und der ganze japanische Kram entweder völlig `runter (teure Ersatzteile!!) oder viel zu teuer. In Frage kommen
evtl. noch frühe Ford Ranger aus thailändischer Produktion. Die sind aber aber auch teurer als die Jeeps...

Jakob Malin fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Peugeot 206 XS Bj.99 mit 54tkm auf dem Buckel. Zum Problem: Es fing damit an, dass die Servolenkung beim Ausparken gelegentlich kurzfristig ausgefallen ist. Jetzt kann ich beim Einlenken im Stand also bei hohem Wiederstand ein "Knucken" unter dem Bodenblech beobachten- eher spüren als hören. Aber es stört wirklich sehr und fühlt sich sehr unnormal an. Hinzu kommt eine deutlich erschwerte Lenkung. Ich lenke mitlerweile sogar mit beiden Händen :-). Der Füllstand meiner Servoflüssigket ist durch folgende Markierungen abzulesen: H - C - ADD (niedrigster Füllstand). Mein Niveau befindet sich zimlich exakt auf "C". Kann ein bisschen zu wenig Servoflüssigkeit die besagten Probleme hervorrufen, muss ich vielleicht das ganze System entlüften und das Öl wechseln, oder lässt sich ein gravierendes Problem vermuten? (Ölpumpe...) Mit freundlichen Grüßen, Jakob Malin.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jakob, die Markierungen heißen H = Hot (heißer Motor) , C = Cold (kalter Motor), add = nachfüllen. Da der Stand des Servoöls konstant bleibt, ist die Servolenkung offenbar dicht. Allerdings könnte das Öl mal gewechselt
werden, das wirkt häufig Wunder. Bevor die neue Füllung endgültig ins System kommt, würde ich das ganze System gut spülen (Rücklaufschlauch an der Servopumpe abschrauben und bei laufendem Motor in ein Gefäß laufen lassen, während ständig frisches Öl in den Vorratsbehälter gegossen wird). Wenn nur noch sauberes Öl in das Gefäß läuft, Schlauch wieder fest schrauben und Öl einfüllen. Das müßte eigentlich zu einer leichtgängigen Lenkung führen (jedenfalls ist es eine relativ preiswerte Methode und daher einen Versuch wert...)

Michael Thomann fragt:

Hallo Herr Kessler, was halten Sie von einem BMW 523 E60, mit 22000 km auf dem Buckel? Gibt es bei diesem Modell Besonderheiten/Macken zu beachten, oder kann man es "unbesehen" kaufen? Danke, Gruß, Michael Thomann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Michael, eigentlich kann man in diesem Fall wirklich "unbesehen" kaufen, da das Auto 1. noch Gewährleistung hat , wenn es 2. von einem (BMW ?)-Händler kommt. Generell gibt es bei den E60-Modellen wirklich kaum KLagen, wenn man mal von leeren Batterien und Defekten an den Diesel-Motoren ab sieht.

Frage von Mathias Hofmann:

Bei meinem Golf 3 Variant TD, 55 kW, 1993, 160.000 km. Kommt beim Starten morgens oder nach längerem Stehen, kommt eine schöne weiße Rauchfahne hinten raus. Riecht nach Diesel. Der Ölverbrauch ist gering (ca.0,5l / 3000km).

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf eine oder zwei defekte Glühkerzen. Wenn die Glühkerzen defekt sind, kommen automatisch auch die Einspritzdüsen in den Focus einer Überprüfung. Ersatzteile gibt es bei www.dieselsend.de

Frage von Oliver Raczka:

Bella machina in bella figura: Der Alfa 156. Meine Freundin will mir einen mit dem 1,6 Liter Motor mit 120 PS aufschwatzen. Der Wagen ist 9 Jahre alt und knapp 100.000 km gelaufen. Ist das Auto gut für Fahranfänger? Sind die Ersatzteile sehr teuer für dieses Auto??? MFG Oliver Raczka

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Oliver, die Ersatzteile sind auch nicht teurer als bei anderen Automarken, es gibt aber relativ wenig im Zubehörhandel. Das treibt die Kosten im Defektfall ziemlich nach oben. Außerdem gehen die Dinger deutlich öfter kaputt als "normale" Autos. Dafür sehen die 156er einfach immer noch sau-geil aus, das muss der Neid ihnen lassen. Als Anfängerauto ist der Alfa m. M. nach aber ungeeignet. Suche Dir lieber einen schicken 3er BMW, der macht noch mehr Spaß beim Fahren (Heckantrieb...) und ist um Längen besser verarbeitet!

Frage von Franz Kapeller:

Hallo Herr Kessler! Vorigen August habe ich mir bei einem BMW-Händler einen 728iA von 6/2001 gekauft, er ist in jeder Hinsicht wie neu und hat erst 47.000 km runter. Jetzt im November kamen aber von der Lichtmaschine seltsame Geräusche. Diagnose beim Händler: Lager ausgeschlagen. Der Generator wurde im Rahmen der Garantie gewechselt. Es deutet bei diesem Auto außen wie innen, sowie im Motorraum und am Unterboden des Fahrzeuges nichts darauf hin, dass der Kilometerstand manipuliert wäre (alles wie neu). So gut kann man Gebrauchsspuren gar nicht kaschieren. Nur warum dann die Sache mit dem Generator? Bei so wenigen Kilometern dürfte das doch nicht sein, oder? Welche Schwachstellen gibt es erfahrungsgemäß sonst noch bei diesem Auto? Vielen Dank für ihre geschätzte Antwort! MfG Franz Kapeller

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Kapeller, ich stimme Ihnen 100 prozentig zu: Der 728iA ist ein wunderbares Fahrzeug, optisch wie technisch! Ich habe lange selbst so einen gehabt und bin dazu sogar von BMW-Motorentwicklern beglückwünscht worden (Das waren noch Motoren...). Die Verarbeitungsqualität ist über jeden Zweifel erhaben, der kleine Lagerschaden der Lichtmaschine war sicher nur ein zu stramm gespannter Antriebsriemen (da hat es jemand zu gut gemeint, das kommt mal vor...), also ein Ausrutscher! Vergessen Sie es einfach....

Frage von Tom Keyser:

Hallo Herr Keßler! Ein Freund in Hamburg hat bei einem Händler einen siebenjährigen 230 SLK mit Kompressor und 85.000 km für 7250 Euro gesehen Das Angebot kommt mir bei der Km-Leistung und dem Baujahr etwas spanisch vor da es mit 7250 Euro schon ziemlich günstig ist. Kann da alles stimmen oder was meinen Sie? Vielen Dank, Tom Keyser

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Tom, da stimmt etwas nicht! Normalerweise müßte das Auto doppelt so teuer angesetzt sein.... Wahrscheinlich ein Lockvogel! Wenn Sie um die Ecke wohnen, können Sie ja versuchen, das Auto zu kriegen. Eine Reise quer durch die Republik würde ich nicht antreten.... Darauf zielt das Spiel nämlich ab: Wenn ein Interessent erst einmal da ist, ist das Auto "gerade eben" verkauft worden, sehr schade! Und ohne Auto will man ja dann ja auch nicht von dannen ziehen, oder?

Frage von Sven Rabe:

Hallo Herr Kessler, an meinem Passat 3BG Motor AVF ist die AGR defekt, sie ist momentan dauerhaft geschlossen. Jetzt habe ich bemerkt, dass mein Turbo wesentlich deutlicher zu hören ist, ist das auf Dauer schädlich? Hängt das überhaupt mit der defekten AGR zusammen? Gibt es Probleme bei der ASU? Ich hoffe sie können mir helfen. MfG Sven Rabe

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sven, was hören Sie denn vom Turbo? Meistens ist es das Waste-Gate, das bei zu hohem Ladedruck abbläst. Wenn das AGR defekt (zugekokt) ist, verändert sich natürlich die Gemischzusammensetzung. Der Motor erhält relativ viel Sauerstoff, der Anteil der Stickoxide im Abgas wird ansteigen (das ist schlecht bei der AU), dafür sinkt der CO-Anteil (das ist gut für die AU). Ich nehme an, dass der Motor im ganzen etwas höher dreht. Das könnte der Grund für den höheren Ladedruck sein. Leider ist hierzu aus der Ferne ohne Abgasprüfung nur wenig erhellendes zu sagen.... Warum erneuern Sie das AGR nicht einfach (rein rechtlich sind Sie dazu verpflichtet! Ohne funktionierendes AGR fahren Sie ohne Betriebserlaubnis....)?

Frage von Ernst Knobloch:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Golf 4 Variant, sieben Jahre alt, mit knapp 160.000 km auf der Uhr. Es ist ein Diesel mit Handschaltung. Sind Ihnen Probleme bekannt, dass die Anzeige "Stopp" Fordert und angibt "bitte Kühlwasser nachfüllen", obwohl genügend im Behälter ist. Kann der Sensor defekt sein? Mfg Ernst

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Ernst, das würde ich als erstes testen! Oft sind die Schwimmer im Vorratsbehälter so stark verkalkt, dass sie sich entweder gar nicht mehr bewegen oder zu Kurzschlüssen führen (dann kommt eine Warnung, obwohl alles o.k. ist...). Testen lässt sich das recht einfach: Ziehen Sie den Stecker vom Sensor ab. Wenn die Warnung dann nicht mehr erscheint, ist es der Sensor....