Autonomes Fahren: Daimler Trucks bündelt Aktivitäten

Der Freightliner Inspiration Truck war das erste automatisierte Nutzfahrzeug mit Straßenzulassung. © Daimler

Daimler Trucks fasst alle Aktivitäten beim automatisierten Fahren zusammen. Bereits in zehn Jahres soll es serienreife Lkw mit Level 4 geben.

Die Autonomous Technology Group soll innerhalb von zehn Jahren serienreife Level-4-Lastwagen auf die Straße bringen, wie die Lastwagensparte des Stuttgarter Autobauers am Mittwoch mitteilte.


Level 4 ist die zweithöchste Stufe auf dem Weg zum komplett autonomen Fahren. Zum 1. Juni bündelt Daimler Trucks dafür Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau der nötigen Infrastruktur und die Erprobung in diversen Pilotprojekten.

Schmidt leitet Aktivitäten

Geleitet wird alles zusammen künftig von Peter Vaughan Schmidt, dem bisherigen Strategiechef der Lastwagensparte. Die weltweiten Aktivitäten zur Entwicklung und Erprobung von Elektro-Lastwagen sind bei Daimler Trucks schon seit einiger Zeit nach dem gleichen Modell unter einem Dach gebündelt.

Um die Level-4-Technik beim autonomen Fahren serienreif zu bekommen, investiert die Lastwagensparte nach eigenen Angaben mehr als eine halbe Milliarde Euro. Das hatte das Unternehmen bereits Anfang des Jahres auf der CES in Las Vegas mitgeteilt.
Erst kürzlich hatte Daimler die Mehrheit an Torc Robotics übernommen, einem Unternehmen aus Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia, das auf autonome Fahrzeugsysteme spezialisiert ist.

Daum: Schlagkraft maximieren

„Mit der Gründung unserer globalen Autonomous Technology Group gehen wir nun den nächsten Schritt und unterstreichen die Bedeutung des hochautomatisierten Fahrens für Daimler Trucks, die Branche und die Gesellschaft insgesamt“, sagte Lkw-Chef Martin Daum. „Mit der neuen Einheit maximieren wir unsere Schlagkraft beim automatisierten Fahren und setzen unsere Investitionen in diese strategische Schlüsseltechnologie ganz gezielt ein. Damit sind wir in der idealen Position, um das hochautomatisierte Fahren zur Marktreife zu bringen“, ist der Manager überzeugt. (AG/dpa)