Automarkt in Deutschland legt im Juli zu

VW in Wolfsburg. Foto: dpa
Auslieferungsturm von Neuwagen von Volkswagen in Wolfsburg. © dpa

Deutschlands Automarkt ist im Juli um 4,7 Prozent gewachsen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) gab es knapp 333.000 Neuzulassungen.

Damit bleiben die Neuzulassungen auf hohem Niveau: In den ersten sieben Monaten lag das Plus bei 1,2 Prozent auf 2,18 Millionen Fahrzeuge. Der Verband der Automobilindustrie sprach vom höchsten Volumen seit 2010.«Der deutsche Pkw-Markt bleibt robust und stemmt sich damit gegen den Trend der meisten wichtigen Märkte, die ins Minus gedreht haben», teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller mit. Er verwies auch darauf, dass sich seit Dezember wieder stetig mehr Käufer für Dieselfahrzeuge entschieden haben.


Im Juli hatte nach amtlichen Angaben jeder dritte neu zugelassene Wagen einen Dieselmotor, 58 Prozent fahren mit Benzin. Bei 6,5 Prozent steckt ein Hybridantrieb unter der Haube, der Verbrennungs- und Elektromotor kombiniert. Reine Elektroautos hatten im Juli mit 5963 Fahrzeugen einen Zuwachs von über 136 Prozent, kommen aber nur auf einen Anteil von 1,8 Prozent. Nach KBA-Angaben wurden 63,7 Prozent der Neuwagen gewerblich zugelassen. Das sind fast sechs Prozent mehr mehr als im Vergleichsmonat. Die privaten Zulassungen stiegen um +2,6 Prozent.

BMW legt um 32 Prozent zu

Zweistellige Zuwachsraten zeigten die deutschen Marken BMW (+32,0 Prozent), Ford (+26,8 Prozent), Opel (+23,2 Prozent), Mercedes (+22,4 Prozent) und Mini (+18,1 Prozent). Zweistellige Rückgängen wies die Statistik für Porsche (-21,9 Prozent), Smart (-18,1 Prozent) und Audi (-14,0 Prozent) aus.

Die Anzahl von Neuwagen der Marke VW lag mit 61.783 um 6,9 Prozent unterhalb des Vorjahreswertes, wobei VW dennoch mit 18,6 Prozent den größten Anteil an den Neuzulassungen in diesem Jahr hielt. Insgesamt wurden bis Juli fast 406.000 der Marke VW neu zugelassen.

Skoda stärkste Importmarke

Bei den Importmarken legte Land Rover mit +43,7 Prozent am stärksten zu, gefolgt von Lexus mit +38,9 Prozent. Zweitstellige Steigerungen zeigten sich im Juli 2019 auch bei Hyundai (+23,4 Prozent), Honda (+14,6 Prozent), Jaguar (+14,4 Prozent), Seat (+13,3 Prozent), Skoda (+13,2 Prozent), Mazda (+10,9Prozent) und Peugeot (+10,3 Prozent).

Anteilsstärkste Importmarke war erneut Skoda mit 6,1 Prozent. Die tschechische Marke konnte im Juli 20.397 Fahrzeuge neu zulassen. Nach sieben Monaten liegt die VW-Tochter bei 127.783 Neuzulassungen, ein Zuwachs von 2,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum. (AG/dpa)

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