Automarkt: 50 Prozent weniger Autos im Mai zugelassen

Neuwagen von Porsche warten auf die Auslieferung. © dpa

Der deutsche Automarkt befindet sich weiter in der Krise. Im Mai wurden nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) gerade einmal 168.148 Pkw neu zugelassen.

Das ist im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang von 49,5 Prozent, wie das KBA am Donnerstag mitteilte. Dabei konnte bis auf Subaru (+13,5 Prozent) keine Marke ins Plus kommen, alle Hersteller mussten teils herbe Verluste hinnehmen.


Am heftigsten traf es dabei die Daimler-Tochter Smart, die einen Rückgang von 81,4 Prozent hinnehmen musste. BMW musste bei den Neuzulassungen einen Verlust von 62,1 Prozent hinnehmen. Bei den Premiummarken büßte Mercedes 42,5 Prozent ein, bei Audi war es ein Minus von 46,1 Prozent und bei Porsche lag es bei einem Rückgang von fast 41 Prozent.

Skoda bei Importeuren mit höchstem Marktanteil

Bei den Importmarken gab es den größten Rückgang bei Dacia (-63,4 Prozent) und Seat (-61,1 Prozent). Die VW-Tochter Skoda kam trotz eines Minus von 47,8 Prozent auf einen Neuzulassungsanteil von 5,8 Prozent. Dahinter folgte Fiat mit einem Minus von 13 Prozent, aber einem Neuzulassungsanteil von 5,1 Prozent. Bei den Segmenten machen SUVs mit 19,9 Prozent nach wie vor den größten Anteil aus, dahinter folgt die Kompaktklasse mit 18,9 Prozent.

Weiter aufwärts geht es für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben: so legte Elektroautos um 20,5 Prozent bei 5578 Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Die Plug-in-Hybride kamen auf 6755 Neuzulassungen, was einem Plus von 106,6 Prozent entspricht.

Hoffen auf Konjunkturpaket

„Wir sehen jetzt, dass die Wiederöffnung der Autohäuser Ende April so gut wie keinen positiven Effekt auf die Nachfrage hatte. Die Lage auf dem Pkw-Markt bleibt dramatisch schlecht“, sagte Reinhard Zirpel als Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). „Die Branche hofft nun darauf, dass die angekündigten Maßnahmen des Konjunkturpakets die Kaufzurückhaltung beenden und in der zweiten Jahreshälfte zu einer Verbesserung führen“, so Zirpel weiter.

So sieht das Konjunkturpaket zwar keine Kaufprämie für Verbrenner vor, doch für Elektroautos bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro wird die Prämie auf 6000 Euro verdoppelt. Zudem hofft die Branche darauf, dass die befristete Absenkung der Mehrwersteuer auf 16 Prozent zu einem Kaufimpuls führt.

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