Autokäufer bevorzugen heimische Marken

Der VW Golf GTI ist die sportliche Variante des Bestsellers. © VW

Autokäufer in Europa ähneln sich. Wenn ein Land über eine eigene Autoproduktion verfügt, werden von den Kunden vor allem auch heimische Marken gekauft.

Der VW Golf war im vergangenen Jahr mit 204.550 Exemplaren in Deutschland das meist verkaufte Fahrzeug. Damit favorisierten die Käufer hier zu Lande ähnlich wie die in anderen europäischen Ländern mit eigener Produktion erneut ein Modell einer heimischen Marke, hat das Fachmagazin Auto Straßenverkehr nachgezählt.


Volkswagen belegt mit einem Marktanteil von 18,6 Prozent den ersten Platz in der hiesigen Zulassungsstatistik. Auf einen ähnlichen Wert kommt Renault in Frankreich. Die französische Marke führt bei unseren Nachbarn das Ranking mit 18,4 Prozent an, der Kleinwagen Renault Clio stand dort 2019 mit rund 131.500 verkauften Exemplaren auf Platz eins.

Auch Fiat nutzt Heimvorteil

Fiat nutzte in Italien seinen Heimvorteil und schaffte einen Marktanteil von14,9 Prozent. Beliebtestes Auto ist der Panda mit 138.132 verkauften Einheiten. Spanische Autokäufer entschieden sich für den kompakten Golf-Bruder Seat Leon (rund 35.850 Exemplare) und verhalfen der spanischen VW-Tochter zu Rang 1 (14,9 Prozent Marktanteil). Bei den Briten punktete der Ford Fiesta mit rund 77.800 verkauften Exemplaren. Auch als Marke nimmt Ford im Vereinigten Königreich mit 10,2 Prozent Anteil den ersten Platz ein.

Die Tschechen goutieren besonders Skoda (34,5 Prozent Marktanteil). Die ebenfalls zum VW-Konzern gehörige Marke stellte mit dem Octavia (21.660 Einheiten) 2019 auch den Zulassungsprimus. Das Fahrzeug überzeugte auch jeweils die meisten Käufer in Polen, der Schweiz, in Finnland und in Österreich.

Niederlande und Norwegen stehen auf Tesla

Das Tesla Model S. Foto: Tesla

Nur in den Niederlanden und Norwegen erreichte mit dem Tesla Model 3 ein batterieelektrisches Fahrzeug die Zulassungsspitze. Aufgrund von Steuergesetzänderungen kam es bei unseren holländischen Nachbarn zum Jahresende zu einem Ansturm auf Elektrofahrzeuge, knapp 30.000 Einheiten des Model 3 fanden insgesamt einen Käufer. In Norwegen waren es knapp 15.700 Exemplare des kompakten E-Autos. Die Marken-Zulassungsstatistik führt in Norwegen jedoch knapp VW mit 13,3 Prozent Marktanteil an, gerade mal 0,1 Prozent vor dem amerikanischen E-Auto-Hersteller. (SP-X)

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