Studie: Wachstum in Autoindustrie lässt nach

Studie von Ernst & Young

Motormontage bei Porsche in Zuffenhausen. © dpa

Nach einer Studie von Ernst & Young ist die Autoindustrie in Deutschland im Vorjahr kaum gewachsen. Dafür wurden Tausende neuer Beschäftigter eingestellt.

Insgesamt erwirtschaftete die Branche hierzulande 2018 einen Umsatz von knapp 425 Milliarden Euro, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichen Analyse der Unternehmensberatung Ernst & Young hervorgeht.


Das war – nach einem deutlichen Sprung im Jahr davor – nur noch ein Plus von 0,4 Prozent. Beim Export stand am Ende des Jahres sogar ein Minus. Die Zahl der Beschäftigten hingegen wuchs laut der Studie um 1,7 Prozent binnen Jahresfrist auf rund 834.000 und damit abermals auf einen neuen Höchststand.

Zulieferer legen zu

Basis für die Berechnungen sind Daten des Statistischen Bundesamtes sowie der Bundesagentur für Arbeit zum Automobilstandort Deutschland. Umsatz, den die deutschen Konzerne im Ausland machen, oder Produkte, die sie von dort in weitere Länder liefern, fließen somit nicht ein.

Betrachtet man die Autohersteller und die Zulieferer getrennt, zeigt sich laut Studie gar eine gegenläufige Entwicklung. Einem Umsatzminus der Hersteller von 0,2 Prozent steht ein Plus der Zulieferer von 2,1 Prozent gegenüber – ausschließlich in Deutschland, wohlgemerkt. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg bei den Zulieferern stärker.

EY-Experte Peter Fuß hält auch 2019 für ein schwieriges Jahr, nicht nur, weil große Absatzmärkte schwächeln. US-Sonderzölle und ein ungeordneter Brexit dürften, wenn sie denn kommen, erhebliche Einbußen am Standort Deutschland nach sich ziehen, sagte Fuß. Zudem sei das derzeitige Beschäftigungswachstum wohl nicht nachhaltig. (dpa)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein