Eingeschränkte Zulassungsmöglichkeit massives Problem für Händler

Die Zulassung eines Autos kann eine zeitraubende Angelegenheit sein. © dpa

Auch Autohändler leiden in diesen Tagen unter den Folgen der Coronakrise. Ein Problem stellt für sie dabei auch die nur eingeschränkte Öffnung der Zulassungsstellen dar.

Deshalb haben mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA), dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) drei Lobbyverbände Hilfe für betroffene Händler angemahnt.


«Bundesweit steht der Automobilhandel derzeit vor massiven Problemen», heißt es in einem am Dienstag gemeinsam veröffentlichten Appell der drei Verbände. Demnach sollen Bund, Länder und Kommunen rasch handeln, um «Insolvenzen und Job-Verluste im Kfz-Handel abzuwenden».

Autos können nicht zugelassen werden

Weil Zulassungsstellen nur noch eingeschränkt oder gar nicht geöffnet seien, könnten Händler Autos nicht zulassen, heißt es in dem Appell. Bereits zugelassene Fahrzeuge könnten zudem wegen unterschiedlicher Regelungen nicht in jedem Bundesland an die Käufer übergeben werden.

«Eine Lösung könnte darin bestehen, dass Fahrzeugübergaben ohne jeglichen nahen Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer erfolgen.» Die Verbände forderten, Übergaben bundesweit einheitlich zu ermöglichen. Gerade die stark eingeschränkte Arbeitsfähigkeit von Zulassungsstellen wurde von VDA, VDIK und dem ZDK als problematisch bezeichnet.

So würden bei den Automobilhändlern derzeit tausende neue oder gebrauchte Fahrzeuge auf dem Hof stehen. Allerdings würden Kunden diese Fahrzeuge nur dann übernehmen, wenn diese auch zugelassen werden können bzw. zugelassen sind. Entsprechend würde dieser Fahrzeugbestand Kapital binden.

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