Sicherheitsabstand verhindert Auffahrunfälle

35.000 Crashs

Nicht bei jedem Auffahrunfall muss der Hintermann den gesamten Schaden bezahlen.
Nicht bei jedem Auffahrunfall muss der Hintermann den gesamten Schaden bezahlen. © GDV

Ungenügender Abstand zum Vordermann hat im Jahr 2010 zu den häufigsten Unfallursachen gehört. Dabei ist die Einhaltung nicht nur aufgrund der Faustformel doch denkbar einfach.

Zu dichtes Auffahren gehört zu den häufigsten Unfallursachen. Im Jahr 2010 kam es zu 35.000 Crashs mit Personenschäden aufgrund fehlenden Sicherheitsabstands, teilt die Prüforganisation Dekra mit. Vor allem in der Stadt knallt es schnell beim hektischen Stop-an-go-Verkehr, etwa wenn ein Auto an der Ampel plötzlich abbremst. Während es dabei meist nur zu Blechschäden kommt, sind Auffahrunfälle auf der Landstraße häufig gefährlicher.

Leitpfosten als Orientierung

Als Faustformel für den richtigen Abstand gilt bei ungehinderter Sicht der halbe Tachowert in Metern. Wer Tempo 100 fährt, braucht 50 Meter Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Als Orientierung dienen die Leitpfosten am Straßenrand, die in der Regel im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind. Bei schlechter Sicht oder glatter Fahrbahn muss der Abstand jedoch erheblich größer sein. Die Dekra empfiehlt, bei Nebel, Regen und Dunkelheit die Regel "Abstand gleich Tachowert" zu befolgen.

Und auch bei Schnee ist der richtige Abstand die wichtigste Voraussetzung Unfälle zu vermeiden. "Vorsichtig und unter normaler Geschwindigkeit sollte gefahren werden", sagte Walter Lechner, der vor zehn Jahren das legendäre 24 Stunden-Rennen in Le Mans in der LMP2 gewonnen hat und mittlerweile als Instruktor Anweisungen für die Fahrten auf Schnee und Eis gibt, der Autogazette. "Wenn man zu schnell ist, hat man wenig Chancen zu verzögern. Mit ABS würde es noch gehen, ohne ist es schwierig." (AG/SP-X)