Audi erweitert Investitionsprogramm

Zwei Milliarden Euro mehr

Audi bringt den ersten Plugin-Hybriden des Unternehmens auf den Markt.
Audi bringt den ersten Plugin-Hybriden des Unternehmens auf den Markt. © AG/Flehmer

Audi stockt die bis 2019 angedachten Investitionen auf. 70 Prozent der insgesamt 24 Milliarden Euro fließen dabei in die Entwicklung neuer Modelle und Technologien.

Audi steckt weitere zwei Milliarden Euro in das bis 2019 laufende Investitionsprogramm. "Nachhaltiges Wachstum hat für uns oberste Priorität. Daher investieren wir kräftig in die Innovationsfelder Elektromobilität, Vernetzung und Leichtbau", sagte Audi-Chef Rupert Stadler. Von den insgesamt 24 Milliarden Euro fließen 70 Prozent in die Entwicklung neuer Modelle und Technologien. So will die VW-Tochter aus Ingolstadt mit neuen sparsamen Verbrennungsmotoren sowie alternativen Effizienztechnologien die CO2-Vorgaben weltweit erfüllen.

Audi für Brennstoffzellenserie bereit

Neben den Otto- und Dieselmotoren setzt Audi dabei vor allem auf Plugin-Hybride. Den Anfang macht dabei der A3 Sportback e-tron, der seit Jahresende in den ersten Märkten verfügbar ist. "Wir entwickeln alternative Antriebskonzepte stetig weiter und fokussieren uns vor allem auf die Vernetzung des Autos mit seiner digitalen Umwelt", so Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg.

Aber auch die Brennstoffzellentechnologie liegt in Reichweite, wie Audi mit dem auf der Los Angeles Motorshow vorgestellten Concept Car A7 Sportback h-tron quattro unter Beweis stellte. "Sobald Markt und Infrastruktur es rechtfertigen, können wir in den Serienprozess einsteigen", sagt Hackenberg.

Audi erweitert Modellfamilie

Aber auch bei der Konnektivität gibt Audi laut Hackenberg weiter Gas. "Das Auto wird mit Fahrer, Internet, Infrastruktur und anderen Fahrzeugen kommunizieren und dabei umweltfreundlich unterwegs sein."

Zudem werde die Modellpalette bis 2020 von 50 auf 60 Fahrzeuge erweitert. Vor allem im C- und D-Segment stockt Audi auf, ebenso bei der Q-Familie. Dort startet ab 2016 der Q1, der in Ingolstadt gefertigt wird.

Kostendisziplin im Fokus

Zwar entfällt mehr als die Hälfte der geplanten Investitionen auf die deutschen Standpunkte Ingolstadt und Neckarsulm, doch werden auch die ausländischen Standorte gestärkt vor allem in Mexiko, Brasilien und China, wo neue Werke entstehen. Dabei wird auch die Belegschaft kontinuierlich aufgestockt. Derzeit arbeiten 80.000 Menschen weltweit für Audi.

Trotz des größten Investitionsprogramms der Unternehmensgeschichte mahnt Finanzvorstand Axel Strotbek zur "notwendige Kostendisziplin". So effizient wie möglich vorzugehen, habe oberste Priorität. (AG)