Audi setzt auf deutliches Wachstum

Audi setzt auf deutliches Wachstum
Audi setzt seine E-Offensive mit dem e-tron GT fort. © Audi

Fehlende Halbleiter bereiten dem Autobauer Audi wie der gesamten Branche Sorgen. Dennoch zeigt sich das Unternehmen für dieses Jahr «vorsichtig optimistisch».

Das sagte Finanzvorstand Arno Antlitz am Donnerstag in Ingolstadt: «Unser ambitioniertes Ziel ist es, im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu wachsen.» Verkaufszahlen und Umsatz sollen nach dem deutlichen Rückgang im vergangenen Jahr kräftig zulegen, zugleich soll die Ergebnismarge auf mindestens 7 Prozent vom Umsatz steigen.


Im Vorjahr kam Audi auf einen Umsatz von rund 50 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag vor Sondereinflüssen bei knapp über 2,7 Milliarden Euro, die operative Umsatzrendite bei 5,5 Prozent.

Probleme mit Halbleiter-Versorgung

Vorbehalte gibt es allerdings in puncto Corona-Krise sowie bei der Versorgung mit Halbleitern. Vorstandschef Markus Duesmann sagte, die Lieferketten seien an mehreren Stellen gerissen. «Die Effekte sind durch Umplanungen deutlich zu spüren.» Im laufenden Quartal würden deshalb gut 10.000 Autos weniger gebaut. Er erwarte aber, dass Audi im Jahresverlauf die verlorenen Stückzahlen wieder aufholen werde.

Gut laufe es in China, wo Audi im vergangenen Jahr rund 700 000 der insgesamt 1,7 Millionen verkauften Autos abgesetzt hat. «Wir gehen 2021 von nochmals deutlichem Wachstum aus», sagte Duesmann. Weltweit erwartet der Vorstand eine gewisse Erholung der Märkte, wie Antlitz sagte.

Warnung vor zu strengen CO2-Grenzwerten

Bis zum Sommer will Audi entscheiden, wie lange das Unternehmen noch Autos mit Benzin und Dieselmotoren baut. Die Strategie werde gerade überarbeitet, sagte Duesmann. Er hatte bereits angekündigt, dass Audi keine neuen Verbrenner mehr entwickeln werde. Duesmann warnte zugleich vor überzogenen CO2-Grenzwerten in der EU: Der Nutzen für das Klima wäre sehr klein, der technische Aufwand aber sehr groß, «und das Geld fehlt uns dann bei der Entwicklung von batterieelektrischen Fahrzeugen», sagte der Audi-Chef. «Die Verbrenner finanzieren die Transformation.»

Audi musste im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie bei den Auslieferungen mit 1,69 Millionen Fahrzeugen einen Rückgang von 8 Prozent hinnehmen. Mit Blick auf die Elektrifizierung plant Audi bis 2025 mehr als 20 vollelektrische Modelle auf den Markt zu bringen. In diesem Jahr werden der e-tron GT und der Q4 e-tron eingeführt. Bis 2025 sollen bereits ein Drittel aller Auslieferungen Fahrzeuge mit vollelektrischem beziehungsweise Hybrid-Antrieb sein. (FM/dpa)

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