Audi plant bis 2025 klimaneutrale Produktion

Audi plant bis 2025 klimaneutrale Produktion
Produktion des Audi e-tron in Brüssel © Audi

Audi will bis zum Jahr 2025 in seinen Werken klimaneutral produzieren. Im belgischen Brüssel und ungarischen Györ ist man bereits Co2-neutral unterwegs.

Nun will der Autobauer im Stammwerk Ingolstadt, in Neckarsulm und im Werk San José Chiapa in Mexiko nachziehen. „Bis 2025 sollen alle Audi-Produktionsstandorte bilanziell CO2-neutral produzieren“, teilte die VW -Tochter am Montag mit.


Bisher falle ein Großteil der Emissionen eines Autos beim Fahren an. „Doch mit dem steigenden Anteil an elektrifizierten Autos verschiebt sich das zunehmend in die Herstellungsphase“, sagte Produktionsvorstand Peter Kössler mit Blick auf den hohen CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Batterien. „Indem wir unsere Produktionsstandorte CO2-neutral stellen und diesen Anspruch konsequent in die Lieferkette tragen, sorgen wir dafür, dass unsere Autos mit einem geringeren CO2-Rucksack beim Kunden ankommen.“ Bis 2025 will Audi die CO2-Emissionen des Autos entlang des gesamten Lebenszyklus im Vergleich zu 2015 um 30 Prozent senken.

Solaranlagen in Brüssel im Einsatz

In Ingolstadt werde heute zu 70 Prozent, in Neckarsulm und in Mexiko zu 75 Prozent klimaneutral produziert, sagte der Audi- Umweltschutzbeauftragte Rüdiger Recknagel. Im Werk Brüssel – hier wird die e-tron-Baureihe produziert – erreichte Audi eine komplett klimaneutrale Produktion mit Solaranlagen, Biogas und Ausgleichszertifikaten.

Auf dem Werk in Györ stehe das mit einer Fläche von 160.000 Quadratmetern größte Solardach Europas, es erzeuge jährlich 9,5 Gigawattstunden Strom. Außerdem werde in großem Umfang Erdwärme zum Heizen genutzt, sagte Peter Elias, Umweltbeauftragter des Werks. Aber Geothermie funktioniere nicht in Ingolstadt – dort solle das Ziel mit Holz und einem Biomasse-Kraftwerk erreicht werden.

In der Lieferkette habe Audi mit den Zulieferern ein Einsparpotenzial von 1,2 Tonnen CO2 je Auto identifiziert, das bis 2025 gehoben werden soll, sagte Einkaufsmanagerin Johanna Klewitz. So müsse bei der Herstellung der Batteriezelle Grünstrom eingesetzt werden. Alle Verschnittreste des für den Leichtbau wichtigen, aber bei der Herstellung sehr energieintensiven Aluminiums würden wiederverwertet. (dpa)

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