Trendwende bei Audi: Erstes Absatzplus in diesem Jahr

Sportlicher geht nicht: der Audi SQ5. © Audi

Erstmals in diesem Jahr konnte Audi im Juni wieder ein Absatzplus vermelden. Es fällt mit 1,7 Prozent zwar bescheiden aus, aber es stimmt die Verantwortlichen zuversichtlich für die zweite Jahreshälfte.

Das Absatzplus resultiert vor allem aus der starken Nachfrage in China, wo die Auslieferungen um 22 Prozent auf 58.877 Fahrzeuge zulegten, wie Audi am Donnerstag in Ingolstadt mitteilte. Damit konnte die VW-Tochter das Minus in Europa und Amerika ausgleichen und kam auf 167.000 verkauften Autos.


Im ersten Halbjahr steht zwar weiterhin ein dickes Minus bei den Auslieferungen in den Büchern – der Absatz sank um 4,5 Prozent auf 906.000 Fahrzeuge. „Das erste Halbjahr war noch von zahlreichen Herausforderungen wie Modellwechseln bei Volumenmodellen und den Spätfolgen der WLTP-Umstellung geprägt“, sagte der kommissarische Vertriebschef, Martin Sander, mit Blick auf den neuen Prüfstandard. Aber „das gute Juni-Ergebnis stimmt uns für das zweite Halbjahr optimistisch“.

SUVs sorgen für Wachstumsschub

Für Wachstum sollen der neue SUV Q3, die überarbeiteten Q7- und A4-Modelle und die Plug-in-Hybride sorgen. Für das Gesamtjahr hat Audi-Chef Bram Schot eine leichte Steigerung von Verkäufen und Umsatz in Aussicht gestellt. In Deutschland spürte Audi den Modellwechsel beim beliebtesten Modell A4 und den schwachen Markt. Der Absatz blieb im Juni um gut 8 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. In China dagegen kurbelten die Langversionen des A4 mit einem Zuwachs von 11,7 Prozent und des Q5 L (64,8 Prozent) den Verkauf an.

Im schwachen US-Markt gingen die Audi-Verkäufe um 0,3 Prozent zurück. Laut dem Hersteller sei dies vor allem auf den Modellwechsel beim Volumenmodell Q3 zurück zu führen. Insgesamt lieferte Audi in den USA 19.409 Fahrzeuge an Kunden aus.

Konkurrent BMW steigerte seine Verkäufe im Juni ebenfalls dank der chinesischen Kunden um 1,4 Prozent. Im ersten Halbjahr setzten die Münchner 1,076 Millionen Autos mit dem weiß-blauen Logo ab, 1,6 Prozent mehr als von Januar bis Juni des Vorjahres. (AG/dpa)

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