Audi legt beim Absatz um 4,5 Prozent zu

Nach schwachem Vorjahresmonat

Der Audi Q3 kommt in Europa gut bei den Kunden an. © Audi

Audi konnte im September seinen Absatz steigern. Das lag aber vor allem an dem schwachen Vorjahresmonat statt an der großen Nachfrage nach den Autos der VW-Tochter.

So lieferte Audi 145.400 Autos an die Kunden aus und damit 4,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Ingolstädter am Mittwoch mitteilten. In Europa war der Anstieg mit einem Drittel besonders stark, vor allem in Deutschland lieferte Audi mehr als doppelt so viele Wagen aus wie vor einem Jahr.


Im September 2018 war der neue Abgas- und Verbrauchsprüftest WLTP gültig geworden. Das traf Audi besonders hart, weil der Autobauer viele Modelle noch nicht nach den neuen Vorgaben zertifiziert hatte und sie deswegen nicht verkaufen konnte.

Schwache Verkäufe in China und USA

In den wichtigen Märkten Nordamerika und China lief es dagegen im vergangenen Monat weiter schwach und Audi wurde weniger Wagen los. In den USA setzte die Marke mit 16.130 abgesetzten Autos aus 16,6 Prozent weniger Fahrzeuge ab als noch im Vorjahresmonat. In China lag der Rückgang bei 63.593 Fahrzeugen bei einem Minus von 3,3 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf steht für die Marke mit 483.001 an Kunden übergebenen Fahrzeugen indes ein Plus von 1,7 Prozent.

Besonders gut kamen bei Audi im September bei den Kunden der neue Audi Q3 (+57,6% auf 1.820 Einheiten) an. Die Oberklasselimousine A6 (+128,0 Prozent), der A7 (+108,0 Prozent) sowie der A8 (+161,7 Prozent) kamen ebenso auf starke Zuwächse.

Nach neun Monaten steht bei der Marke insgesamt ein Minus von 3,6 Prozent auf 1,36 Millionen ausgelieferte Autos zu Buche. Vertriebschefin Hildegard Wortmann blickt jedoch wegen weiterer neuer Modelle positiv auf das letzte Quartal. Konkurrent Mercedes-Benz verkaufte von Januar bis September 1,73 Millionen Autos und damit 0,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. BMW muss seine Absatzzahlen erst noch vorlegen. (AG/dpa)