DLR sieht eine Zukunft für Hybrid-Fahrzeuge

Diesel werden bei den Kunden immer unbeliebter. © dpa

Nach einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben Benzin- und Diese-Hybride eine Zukunft. Ihr Anteil am Antriebsmix soll sich 2040 auf fast zwei Drittel belaufen.

Wie das Institut für Verkehrsforschung des DLR prognostizierte, dürften Benzin- und Diesel-Hybride dann einen Anteil von rund 68 Prozent an den Pkw-Neuzulassungen haben. Der Anteil der Plug-in-Hybride wird sich bis dahin auf 28 Prozent belaufen.


Dieses Ergebnis stellten die Forscher am Mittwoch in Düsseldorf bei der veröffentlichten Aral-Studie «Die Zukunft der Tankstelle» vor. Weniger als ein Prozent der Neuwagen würden dann aber noch über einen rein konventionellen Antrieb verfügen. Daneben wird aber auch die Elektrifizierung weiter voranschreiten. Ohne Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen sollen zukünftig 1,3 Millionen E-Autos auf den Straßen vertreten sein. Von der stark wachsenden Zahl an Nutzfahrzeugen sollen 2040 13 Prozent mit Strom betrieben werden.

Verkehrsdichte nimmt zu

Eine noch größere Rolle dürften konventionelle Kraftstoffe bei den Nutzfahrzeugen spielen. Mehr als ein Fünftel der Lastwagen ab 3,5 Tonnen werde weiterhin mit Diesel fahren, prognostizierte die Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung des DLR, Barbara Lenz – einfach weil es am effizientesten sei.

Die Verkehrsdichte wird nach den Prognosen des DLR eher noch zunehmen. Insgesamt dürften die Deutschen 2040 mit PKWs und Nutzfahrzeugen rund 900 Milliarden Kilometer jährlich zurücklegen, ein Viertel mehr als noch im Jahr 2010. Ein Grund dafür sei unter anderem das wachsende E-Commerce-Geschäft.

Die Tankstellen werden sich bis dahin deutlich verändern, prognostiziert Deutschlands größter Tankstellenbetreiber Aral. An den Tankstellen der Zukunft werde künftig nicht nur Benzin und Diesel sondern neben Erdgas und Autogas auch Strom verkauft. Ultraschnelle Ladesäulen mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt sollen die Akkus der Elektroautos dann in fünf Minuten für eine Reichweite von bis zu 145 Kilometern aufladen. Der Ladevorgang könnte dann auch von einem Laderoboter übernommen werden. (AG/dpa)

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