Autonomes Fahren legt an Akzeptanz zu

Aral-Studie Trends beim Autokauf

Autonomes Fahren immer beliebter.
Autonomes Fahren immer beliebter. © Continental

Autonomes Fahren wird immer greifbarer – auch in den Köpfen der Kunden. So können sich bereits heute ein Drittel aller Deutschen vorstellen, mit einem selbstfahrenden Auto unterwegs zu sein, wie aus der aktuellen Aral-Studie hervorgeht.

Autonomes Fahren ist der Mega-Trend in der Autoindustrie. Doch wie sieht es mit der sozailen Akzeptanz der Kunden für diese Technologie aus? Die Aral-Studie „Trend beim Autokauf 2015“ ist unter anderem auch dieser Frage nachgegangen.

In der repräsentativen Umfrage von Aral unter 1001 Bundesbürgern gaben 34 Prozent der Befragten an, dass sie sich vorstellen könnten, zukünftig autonom zu fahren. Das Gros der Befragten (46 Prozent) antwortete indes auf die entsprechende Frage mit nein.

Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Unterschiede im Antwortverhalten gibt es auch zwischen den Geschlechtern. Während sich 41 Prozent der Männer vorstellen können, autonom zu fahren, sind es bei den Frauen nur 28 Prozent. Das Alter spielt beim Antwortverhalten indes so gute wie keine Rolle. 34 Prozent der bis 39-Jährigen können sich autonomes Fahren vorstellen, bei den über 40-Jährigen sind es 35 Prozent.

Das Gros der Befragten geht davon aus, dass noch etliche Jahre bis hin zum autonomen Fahren vergehen werden. Auf die Frage „Wann denken Sie, in wie vielen Jahren Sie diese Autos kaufen können?“ antworteten 20 Prozent mit „neun bis zehn Jahren“. Für vier Prozent dauert es nur gerade einmal „ein bis zwei Jahre“, für sechs Prozent „drei bis vier Jahre“. Zu dieser Frage herrschte bei den Befragten indes auch eine große Unsicherheit. So antworteten 33 Prozent mit „weiß nicht“. Im rechnerischen Mittel aller Antworten erwarten die Studienteilnehmer die Marktreife des autonomen Fahrens in rund zehn Jahren.

Die repräsentative Erhebung von Aral zeigt zudem, dass die Vernetzung des Fahrzeugs mit dem Internet für manche Funktionen zwar gewünscht wird, nach wie vor aber kein Kernkriterium bei der Wahl des bevorzugten Fahrzeugs ist. Danach ist für 40 Prozent eine Vernetzung komplett überflüssig. Bei den Befürwortern des vernetzten Fahrens stehen dabei praktische Erwägungen im Vordergrund. Der SOS-Notruf mit Lokalisierung bei einem Unfall ist für 39 Prozent unerlässlich. Und fast jeder Dritte an einer Vernetzung Interessierte will eine automatische Abstandsregulierung sowie eine Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation vor Staus oder bei Unfällen. Dass, was von den Herstellern gern als enorm wichtig dargestellt wird, nämlich im Auto Zugriff auf Mails und Internetseiten zu haben, ist für den Kunden keineswegs so relevant. (AG/FM)

Vorheriger ArtikelMini John Cooper Works: Freudenspendende Unvernunft
Nächster Artikel«Substanz der Marke ist zurück»
Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.