Aral-Studie: Jeder Vierte plant Autokauf

Kombi statt Limousine

Die Preise für den VW Golf Variant beginnen bei 18.950 Euro.
Der VW Golf Variant. © VW

Der deutsche Automarkt lahmt. Nach sieben Monaten liegt der Absatz fast sieben Prozent hinter den Vorjahreszahlen. Doch die aktuelle Aral-Studie gibt Anlass zur Hoffnung.

Die Autoindustrie leidet massiv unter der Absatzkrise – und das nicht nur in Europa. So ist der deutsche Automarkt nach den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in den ersten sieben Monaten um 6,7 Prozent auf insgesamt 1,755 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen. Doch für die Hersteller gibt es Anlass zur Hoffnung: so planen laut der aktuellen Aral-Studie 26 Prozent der Kunden in den kommenden eineinhalb Jahren die Anschaffung eines Autos. Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse der Studie des Tankstellen-Marktführers, der seit zehn Jahren die "Trends beim Autokauf" ermittelt.

VW beliebteste Marke, Opel holt auf

Wie Aral mitteilte, werde dieser Trend vor allem von den Frauen getragen, von denen statt bislang 23 nun 26 Prozent mit einem Autokauf liebäugeln. Bei den Männern ist das Interesse indes leicht von 28 auf 26 Prozent gesunken. Allerdings planen nicht alle einen Neuwagenkauf. So wird verstärkt nach Gebrauchtwagen Ausschau gehalten – hier stieg der Anteil auf acht Prozent.

Wenn es darum geht, für welche Marke sich die Kunden interessieren, dann steht Europas größter Autobauer Volkswagen an der Spitze – und das bereits seit dem Studienbeginn im Jahr 2003. Danach planen 18 Prozent der Befragten den Kauf eines VW. Opel liegt mit einem Abstand von acht Prozentpunkten zwar deutlich hinter den Rüsselsheimern, doch die GM-Tochter holt auf: Mit zehn Prozent legt Opel um einen Prozentpunkt zu. Auf dem dritten Rang liegt Ford mit acht Prozent. Wenn es um den Kauf von Premiumfahrzeugen geht, rangieren mit jeweils sieben Prozent Audi, Mercedes und BMW gleichauf.

Schlechte Nachrichten gibt es auch für die Importeure. Während vor zwei Jahren noch 16 Prozent der Befragten an einem Fahrzeug aus japanischer Produktion interessiert waren, sind es jetzt nur noch gerade einmal neun Prozent.

Wenn es um die Karosserieform geht, dann gibt es deutliche Veränderungen: Während seit Studienbeginn immer die klassische Limousine in der Käufergunst ganz oben stand, ist es nun der Kombi. Während sich nur noch 25 Prozent für eine Limousine interessieren, haben 28 Prozent der Befragten Interesse an einem Kombi. (AG/FM)