Aral: 3210 Euro Mehrpreis für Elektroauto akzeptabel

„Trends beim Autokauf“

Der Seat Mii eelctric ist das erste reine E-Auto der Spanier. © Seat

Elektroautos sind teurer als Verbrenner. Doch nach der Aral-Studie „Trends beim Autokauf“ sind 39 Prozent der Befragten bereit, mehr Geld für ein solches Fahrzeug auszugeben.

Dabei gibt es unter den Befragten zudem Unterschiede zwischen potenziellen Autokäufern in der Stadt und auf dem Land. So würde nach der nun vorgestellten Aral-Studie jeder fast jeder zweite Städter mehr Geld für ein E-Auto ausgeben als der Kunden im ländlichen Raum.


Dort sind immerhin noch 43 Prozent dazu bereit, für einen Stromer tiefer in die Tasche zu greifen. Am Stadtrand zeigten sich dazu aber nur 23 Prozent bereit.

Mehrkosten für E-Autos

Mit Blick auf die zu erwarteten Mehrkosten bei der Anschaffung eines Stromers gibt es ebenso Unterschiede zwischen Stadt- und Landbevölkerung, wenngleich nur marginal. Städter rechnen mit Mehrkosten von 3422 Euro, auf dem Land rechnen die Befragten mit 3031 Euro, am Stadtrand liegt die Erwartung bei 2922 Euro. Im Durchschnitt sind die Befragten bereit, 3210 Euro mehr für einen Stromer auszugeben.

Derzeit ist je nach Fahrzeugklasse und Batteriegröße indes mit Mehrkosten von mindestens 10.000 Euro zu rechnen. So kostet beispielsweise ein Seat Mii electric rund 22.000 Euro – vor Abzug der Kaufprämie von derzeit 4000 Euro. Das sind rund 10.000 Euro mehr als beim bislang erhältlichen Modell mit Verbrenner.

Nur zwölf Prozent würden Diesel kaufen

Die Aral-Studie kommt zudem zum Ergebnis, dass nur noch 12 Prozent der Deutschen, die sich in den kommenden 18 Monaten einen Diesel kaufen wollen bereit sind, sich für einen Selbstzünder zu entscheiden. Doch auch hier gibt es Unterschiede zwischen Stadt und Land. Am Stadtrand würden sich die Käufer nur zu acht Prozent für einen Diesel entscheiden, auf dem Land sind es indes 20 Prozent. Schaut man indes auf die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), dann gewinnt der Diesel bei den Käufern wieder an Beliebtheit. So entfielen im Vormonat fast 31 Prozent aller Neuzulassungen auf Fahrzeuge mit Dieselantrieb, ein Anstieg von fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.