Aquaplaning-Gefahr steigt an

Im Herbst

Aquaplaning-Gefahr steigt an
Bei Aquaplaning sollte Ruhe bewahrt werden. © DVR

Die Gefahr des Aquaplanings steigt mit Beginn der herbstlichen Jahreszeit an. Wer ruhig fährt, hat aber kaum Schwierigkeiten, wer zudem viel Abstand lässt, sollte von Problemen verschont bleiben.

Im Herbst steigt wieder die Aquaplaning-Gefahr. Bei starkem Regen fährt das Auto dann Wasserski. Wer weiß, wie er reagieren muss, hat die kritische Situation aber schnell im Griff.

Lenken und Bremsen vermeiden

Ist zu viel Wasser auf der Straße, schwimmen die Reifen auf und verlieren den Kontakt zum Asphalt. Bremsen und Lenken sind dann nicht mehr möglich. Panik ist in einem solchen Fall die komplett falsche Reaktion – stattdessen ist Ruhe angebracht. Wer aufschwimmt, muss Geschwindigkeit abbauen, bis die Reifen wieder Traktion haben. Am besten gelingt das mit dem Tritt auf die Kupplung oder – bei Automatikautos – durch Einlegen der Stufe „N“. Auf keinen Fall sollte gelenkt oder gebremst werden. Solange die Aquaplaning-Situation besteht ist das komplett folgenlos, sollten die Reifen aber nur einmal kurz und unvermittelt Grip aufbauen, drohen unvorhersehbare Reaktionen.

Am besten fährt aber, wer gar nicht in eine Aquaplaning-Situation gerät. Eine vorsichtige Fahrweise mit angepasster Geschwindigkeit verhindert meist schon von vornherein das Aufschwimmen oder minimiert zumindest die Gefahr. Außerdem sollte ein genügend großer Sicherheitsabstand zum Vordermann eingehalten werden.

Auf Profil und Luftdruck achten

Auch brauchen die Reifen möglichst viel Profil, damit sie Wasser schnell seitlich abführen können – mindestens vier Millimeter sollten es bei Winterreifen schon sein. Und auch der korrekte Luftdruck ist wichtig, da zu schlaffe Reifen eine besonders große Aufstandsfläche haben und damit auch besonders anfällig für Aquaplaning sind. Generell tendieren breite Reifen – wie sie heute nicht nur bei Sportwagen Standard sind – schneller zum Aufschwimmen als schmale Pneus.

Wichtig ist auch die Wahl der richtigen Spur. Denn tiefe Spurrillen, wie sie oft auf der rechten, von Lkw frequentierten Autobahnspur vorzufinden sind, sollten möglichst gemieden werden, weil sich dort besonders viel Wasser sammelt. Ein nochmals erweiterter Abstand zum Vordermann erhöht auf dieser Spur das Sicherheitspolster bei plötzlichen Bremsmanövern. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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