China bleibt Treiber bei der Elektromobilität

Marktanalyse von PwC

China bleibt Treiber bei der Elektromobilität
Die Maximalleistung des VW ID.4 GTX liegt bei 299 PS. © VW

Die Nachfrage nach Elektroautos steigt im dritten Quartal deutlich an. Das zeigt eine Marktanalyse der Unternehmensberatung PwC Strategy&.

Danach betrug das Plus in 14 untersuchten Automärkten insgesamt 123 Prozent im Vergleich zum Vorjahresvergleichsquartal. Einmal mehr ist China der große Treiber. Mit 782.000 neuzugelassenen Stromern in Q3 verzeichnete das Reich der Mitte einen Zuwachs um 190 Prozent. Damit sind in China mehr BEVs neu auf den Straßen gekommen als im gleichen Zeitraum Fahrzeuge aller Antriebsarten in Deutschland insgesamt (626.672).


Beachtlich ist auch der Zuwachs bei den BEVs in den fünf wichtigsten Automärkten Europas mit insgesamt 53 Prozent. Zählt man zu den BEVs noch PHEVs und Hybride hinzu, ist der Marktanteil elektrifizierter Pkw von 8 Prozent in 2019 auf mittlerweile 38 Prozent in den Big Five in Europa gestiegen. Die Verteilung der verschiedenen Elektroantriebe fällt indes regional recht unterschiedlich aus. Speziell in Deutschland dominiert noch der Hybrid (16,6 Prozent Marktanteil), allerdings haben PHEVs (11,9 Prozent) und BEVs (11,7 Prozent) in den letzten 12 Monaten stark aufgeholt, wobei das Wachstum der vollelektrischen Fahrzeuge zuletzt stärker war.

Deutschland legt stark zu

Laut PwC-Analysten konnte Deutschland bei den BEV mit 63 Prozent im Europavergleich besonders stark zulegen. Italien verzeichnete hier sogar ein Plus von 122 %. Einige Konzerne haben vom aktuellen EV-Boom besonders profitiert. In Gesamt-Europa hat zum Beispiel Volkswagen seinen BEV-Absatz gegenüber dem dritten Quartal 2020 um 81 Prozent gesteigert.

Aktuell zeichnet sich klar ein Paradigmenwechsel bei den Antriebsarten ab. Für das Jahr 2019 betrugen die Marktanteile von Verbrenner-Fahrzeugen und E-Fahrzeugen in Europas Top 5 noch 92 zu 8 Prozent. Bis Ende Q3 2021 hat sich dieses Verhältnis auf 62 zu 38 Prozent verschoben. Die Marktanalysten sehen die Parität bereits in Reichweite.

Weniger Dynamik in USA

In den USA ist die Entwicklung weniger dynamisch. Dort sind Verbrenner mit 91,6 Prozent noch immer der Antrieb der Wahl. Allerdings ist damit der E-Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr von 4,7 auf 8,4 Prozent gestiegen. Bei den Elektrofahrzeugen ist der Marktanteil der Hybride mit 5,1 Prozent am höchsten. BEVs kommen auf 2,4 Prozent, PHEVs auf 1,0 Prozent.

Mit der wachsenden Bedeutung von E-Autos in zahlreichen europäischen Märkten sinken laut PwC Strategy perspektivisch dort auch die Einnahmen durch Mineralölsteuer. Angesichts der potenziellen Verluste für die Staatskassen erwarten die Analysten einen Rückgang der aktuell zum Teil großzügigen staatlichen Fördertöpfe für E-Fahrzeuge. (SP-X)

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