Ahooga Modular: Elektrisch und mit pfiffigen Ideen

Dank des einfach drehbaren Lenkers kann das Ahooga Modular platzsparend geparkt werden. © Ahooga

Der belgische Fahrradhersteller Ahooga bringt ein neues Rad auf den Markt. Nach einem Klapprad folgt nun das Modell Modular. Es glänzt mit geringem Gewicht und pfiffigen Lösungen.

Neben konventionellem Pedalantrieb stehen für das neue Modell auch zwei Elektroantriebe zur Wahl, einer davon mit Selbstladefunktion. Auffällig am Modular ist unter anderem die Rahmenkonstruktion. Anders als beim klassischen Diamantrahmen senkt sich das in diesem Fall aus zwei Streben bestehende Oberrohr in Richtung Hinterrad deutlich nach unten und bildet dabei eine durchgehende Linie mit der Sitzstrebe.


Obwohl es den Alurahmen in nur einer Größe gibt, sollen kleine wie große Menschen das Bike nutzen können. Der Rahmen ist zudem leicht, selbst mit E-Antrieb bringt das Rad bescheidene 13 Kilogramm auf die Waage.

Ahooga bietet zwei Radnabenmotoren

Neben einer motorlosen Basis bietet Ahooga auch zwei unterschiedliche Radnabenmotoren fürs Hinterrad an. In der günstigen Variante handelt es sich um eine 250 Watt und üppige 60 Newtonmeter Drehmoment leistende 36-Volt-Maschine in Kombination mit einer separaten 252-Wh-Batterie, die eine Reichweite von bis zu 65 Kilometer erlauben soll. Der E-Antrieb bietet fünf Unterstützungsstufen, die sich über ein OLED-Display einstellen lassen.

Alternativ gibt es eine 250 Watt und 20 Newtonmeter starke 30-Volt-Maschine in Kombination mit einer kleinen im Motorgehäuse integrierten 160-Wh-Batterie. Als Besonderheit bietet dieses System des italienischen Herstellers Zehus eine Rekuperationstechnik, dank der sich Bewegungsenergie in Strom wandeln lässt, der wiederum für den Vortrieb genutzt werden kann. Statt per Display kann man diesen 1.750 Euro teuren Selbstlademotor über eine Smartphone-App bedienen. Während Ahooga den 30-Volt-Motor ausschließlich in Kombination mit Single-Speed-Riemenantrieb anbietet, stehen für die 36-Volt-Maschine eine Achtgang-Kettenschaltung von Sram oder eine im Tretlagerbereich integrierte Dreigang-Schaltung des polnischen Herstellers Efneo in Kombination mit Riemenantrieb zur Wahl.

Mit optionalem Gepäckträger

Der Name Modular ist nicht ganz zufällig gewählt, weist er doch unter anderem auf die optionalen Gepäckträger vorne und hinten hin, die das Fahrrad mit gehobenen Transporttalenten segnet. Der leicht abnehmbare Heckträger ist dank seiner massiven Bauweise auf 70 Kilogramm Last ausgelegt, was sogar die Mitnahme einer Person erlaubt, für die Ahooga ein spezielles Sitzkissen bietet. Der Frontgepäckträger, der am Lenkrohr befestigt wird, ist auf 20 Kilogramm Last ausgelegt. Die Gesamtlast beträgt 140 Kilogramm. Als weitere Besonderheiten bietet das Modular einen drehbaren Lenkervorbau sowie abnehmbare Pedale. Dank dieser Lösungen kann man das Rad besonders schmal machen und so raumsparender parken.

Ansonsten ist das Modular dank voluminöser Big-Apple-Reifen von Schwalbe auf 26-Zoll-Rädern, hydraulischer Scheibenbremsen von Shimano sowie Schutzblechen und LED-Batteriebeleuchtung gut für den urbanen Alltagseinsatz gerüstet. Entsprechend der Ausstattung ist das Modular mit einem Basispreis von 1149 Euro kein Schnäppchen mehr. Die elektrische Variante mit 36-Volt-Motor und Achtgangschaltung kostet fast 2000 Euro. Mit allen Extras und dem selbst ladenden Antrieb steigt der Preis auf sogar mehr als 3000 Euro.

Zum Marktstart gewährt Ahooga vorläufig noch 15 Prozent Rabatt. Bestellen kann man auf der Hersteller-Website, die Versandkosten liegen bei 20 Euro. Ausgeliefert wird im ersten Quartal 2019. (SP-X)