ADAC: Teure E-Scooter nicht automatisch die besten

Der ADAC hat E-Scooter getestet. © ADAC/Rasmus Kaessmann

Der ADAC hat neun E-Scooter umfassend getestet. Und das Ergebnis ist für Kunden mit schmalem Geldbeutel erfreulich.

Denn die Qualität des Elektro-Rollers hängt nicht nur vom Preis ab. „Teuer ist nicht gleich gut, aber billig ist eher schlecht“, stellten die ADAC-Tester fest. Nachdem die Elektro-Tretroller mittlerweile seit einem Jahr auf den Straßen unterwegs sein können, sind deren Preis mittlerweile deutlich gesunken. Allerdings geht dies auch zu Kosten der Sicherheit.


Von den neun überprüften Modellen erhielten drei die Note „gut“, fünf kamen auf ein „befriedigend“, einmal gab es ein „ausreichend“. Vor allem die preiswerten Modelle bis 400 Euro landeten am hinteren Ende des Kandidatenfelds. Das Schlusslicht, der Street One von Maginon, war mit rund 280 Euro der günstigste Roller im Test. Kritik gab es vor allem an Fahrverhalten und Haltbarkeit.

Max G30 D Testsieger

Das mäßige Ergebnis der Billig-Scooter bedeutet im Gegenzug allerdings nicht, dass die teuersten Roller auch die besten sind. Vielmehr landeten die besonders kostspieligen Modelle Steap ER2 Plus von Go! Mate (1.849 Euro) und der SXT Light Plus (1.186 Euro) mit einem „befriedigend“ lediglich im Mittelfeld.

E-Scooter sorgen für große Diskussionen. Foto: dpa

Testsieger mit der Note „gut“ ist der Max G30 D von Segway-Ninebot für 800 Euro. Der Testsieger zeichnet sich laut dem ADAC durch seine Verarbeitung und seine Reichweite von 46,2 Kilometer aus. Eine bessere Note wurde dem Testsieger durch seine großen Abmessungen, seine nur befriedigenden Bremsleistungen und seinem hohen Gewicht verwährt. Mit der Note gut“ schnitten zudem der SO Flow So6 und der Velix E-Kick ab. Schlusslichter im Test waren der Iconbit IK-1971K und der Maginon Street One, Hier führten vor allem die zu kleinen Räder und das instabile Fahrverhalten zu Punktabzügen.

Im Vergleich zum E-Roller-Test des Vorjahres ist das Preisniveau deutlich gefallen, doch die günstigen Preise gehen nach Ansicht des Automobilclubs vor allem zu Lasten der Sicherheit. Denn gegenüber 2019 verlängerte sich der durchschnittliche Bremsweg aus 20 km/h um 1,4 auf 3,4 Meter. Die Experten führen das auf eine lebensgefährliche Sparsamkeit der Hersteller bei der Qualität der Bremsen zurück. (AG/SP-X)

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