ADAC trennt sich «einvernehmlich» von Obermair

Rechtsstreit vermieden

Dem ADAC droht möglicherweise ein neuerlicher Skandal.
Dem ADAC droht möglicherweise ein neuerlicher Skandal. © dpa

Nun kommt es doch zu keinem Rechtsstreit: Der ADAC hat sich «einvernehmlich» von seinem ehemaligen Geschäftsführer Karl Obermair getrennt. Was genau unter einvernehmlich zu verstehen ist, ließ der Autoclub indes nicht wissen.

Der ADAC trennt sich einvernehmlich von seinem langjährigen ehemaligen Geschäftsführer Karl Obermair. Das bestätigte der Autoclub am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Über die vertraglichen Details hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Der kommissarische ADAC-Präsident August Markl hatte schon Ende Februar angekündigt, dass der Club sich auch von Obermair trennen wolle.

Ramstetter klagt gegen Rauswurf

In der Affäre um Manipulationen beim Autopreis «Gelber Engel» hatte es bereits mehrere personelle Konsequenzen gegeben. Der ADAC hatte dem wegen der Affäre bereits beurlaubten Kommunikationschef und Ex-Chefredakteur des Magazins «Motorwelt», Michael Ramstetter, schließlich fristlos gekündigt, nachdem ein Prüfbericht der Beratungsfirma Deloitte den Verdacht auf Fälschungen beim «Gelben Engel» bestätigt hatte. Auch Club-Präsident Peter Meyer verlor seinen Posten.

Ramstetter, so hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, habe vor dem Arbeitsgericht München Klage gegen seinen Rauswurf eingereicht. Der Gütetermin ist für den 22. Mai vorgesehen. Der ADAC behält sich aber im Zuge des Manipulationsskandal selbst rechtliche Schritte gegen seinen einstigen Pressechef vor. (AG/dpa)