ADAC-Test: Vier Kindersitze fallen durch

Hohe Schadstoffbelastung

Der Kindersitz von Römer im Test des ADAC.
Der Kindersitz von Römer im Test des ADAC. © ADAC

Eltern sollten beim Kauf eines Kindersitzes genau hinschauen. Beim aktuellen Test des ADAC und der Stiftung Warentest fielen vier Sitze durch. Testsieger ist der Cybex Juno 2-Fix.

Mit einem ernüchternden Ergebnis endete der Kindersitztest des ADAC und der Stiftung Warentest. „Generell gibt es dieses Mal auffallend viele schlechte Modelle“, teilte der ADAC am Donnerstag mit. Insgesamt fielen diesmal vier von 15 getesteten Sitze mit der Note „mangelhaft“ durch. Darunter befinden sich erstmals auch Kindersitze der Tradtionsmarke Römer. „Ein Sitz versagt beim Frontaufprall, der andere hat viel zu hohe Schadstoffwerte“, so der ADAC.

Testsieg für Cybex Juno 2-Fix

Der Testsieg ging an den Sitz Cybex Juno 2-Fix, der als bestes Produkt mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet wurde. Dieser Sitz wird laut dem ADAC mit einem Fangkörper in der Klasse I für Kinder von etwa 1 bis 4 Jahren angeboten und wird als besonders empfehlenswert eingestuft. Der ADAC weist jedoch darauf hin, dass nicht jedes Kind einen Fangkörper akzeptiert. Deshalb sollte der Sitz vor dem Kauf ausprobiert werden.

Mit einem „gut“ und damit als empfehlenswert wurden die Sitze „Casualplay Q-Retraktor Fix“, der „Casualplay Q-Retraktor Fix & Support Leg (mit Stützfuß) für die Klasse I (von etwa 1 bis 4 Jahren) sowie der „Römer Kidfix XP SICT“, der „Recaro Monza Nova 2“, der „Storchenmühle Solar“ und der „Recaro Monza Nova 2 Seatfix“ bewertet, die alle der Klasse II/III (von etwa 4 bis 12 Jahren) entsprechen.

Isofixverankerung gerissen

Bei den durchgefallenen Sitzen wurde folgendes bemängelt: So rutscht beim „Römer Xtensafix“ (Klasse I/II/III von etwa 1 bis 12 Jahren) der Gurt beim Crashtest aus der Führung und schneidet in den Hals des Kindes. Auch der rückwärts gerichtete Römer Max-Fix (Klasse 0+/I, bis etwa 4 Jahre) erhielt aufgrund seiner hohen Schadstoffbelastung ein „mangelhaft“.

Die Babyschale „Nania Baby Ride“ (bis etwa 1,5 Jahre) versagte beim Seitenaufprall und beim „Axkid Kidzofix“ (Klasse I/II von etwa 1 bis 7 Jahren) riss die Isofixverankerung im Frontcrash. Dieser Sitz sei zugleich hoch mit Schadstoffen belaste. Beim Test wurden Sitze aller Gewichtsklassen in den Kriterien Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, Schadstoffgehalt, Reinigung und Verarbeitung geprüft. Die vollständigen ADAC Kindersitztestergebnisse lesen Sie hier.(AG)