ADAC: Enteisungsmittel durchaus empfehlenswert

Erst kratzen, dann sprühen

Vor dem Losfahren sollte das Auto vom Schnee befreit werden. © dpa

Der ADAC hat neun Enteisungsmittel einem umfassenden Test unterzogen. Das Ergebnis: alle Mittel sind durchaus empfehlenswert, aber es gibt einige Unterschiede.

Der erste Frost sorgt für vereiste Autoscheiben. Entsprechend müssen Autofahrer morgens die Scheiben vor dem Fahrtantritt vom Eis befreien. Dazu benutzen einige Fahrer Enteisungsmittel. Der ADAC hat nun neun Mittel getestet. Mit positivem Ergebnis. Alle Mittel seien durchaus empfehlenswert. "Allerdings gibt es Unterschiede in der Qualität, die nicht durch den Preis erkennbar sind", teilte der Automobilclub mit.

Für die Produkte von Sonax, Nigrin und Aral vergaben die ADAC-Tester die Note "gut", wobei der Enteiser von Aral mit einem Handelspreis von 8,29 Euro das teuerste Produkt im Test war. Es neigt trotz der noch guten Note zur starken Schlierenbildung. Alle anderen Testprodukte erhielten ein "befriedigend", wobei der Scheibenenteiser der Werkstattkette A.T.U. Schlusslicht war. Zwar sei die "Auftauwirkung" gut, aber mit Blick auf die Produktinformation schneidet es am schlechtesten ab, urteilt der ADAC.

Drei Enteisungsmittel abgewertet

Die drei Enteisungsmittel Maxxiclean, Kerndl und Eronex waren in der Handhabung problematisch und wurden daher abgewertet. Als positiv beim Test hob der ADAC hervor, dass keines der geprüften Produkte gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe bei der unmittelbaren Anwendung enthält.

Vor der Anwendung des Enteisungsmittels rät der ADAC dazu, die Autoscheibe zunächst mit einem Eiskratzer oder Besen zu reinigen. Wer diesen Hinweis missachtet, riskiert, dass das Enteisungsmittel nicht richtig wirkt. "Scheibenenteiser sind schließlich kein Ersatz für einen Eiskratzer. Auch spezielle Planen verhindern eine Eisbildung zuverlässig und ersparen oft kratzen und sprühen", so der ADAC. Autofahrer sollten beachten, dass das Auto komplett von Eis und Schnee befreit sein muss. Wer mit einem "Guckloch" unterwegs ist, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern im Falle eines Unfalls auch eine Mithaftung. (AG/FM)