Dobrindt: ADAC muss Vertrauen zurückgewinnen

Nach Betrug bei Leserwahl Gelber Engel

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. © dpa

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat dem ADAC nach der Manipulationen bei der Leserwahl Gelber Engel zu mehr Bescheidenheit geraten. Der Autoclub müsse nun verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen

Der ADAC muss nach den bekanntgewordenen Manipulationen bei der Leserwahl zum «Lieblingsauto der Deutschen» aus Sicht von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Dafür müssten noch offene Fragen geklärt und Transparenz hergestellt werden. «Der ADAC hat jetzt die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Karten auf den Tisch gelegt werden», sagte Dobrindt am Sonntag in München am Rande der Innovationskonferenz DLD.

Streit zur Pkw-Maut geliefert

Die Vorgänge zeigten, dass «großen Verbänden manchmal etwas mehr Bescheidenheit im Auftreten gut täte», sagte der Minister, der sich um die Einführung einer Maut für Ausländer einen heftigen Streit mit dem ADAC liefert. «Ich habe heute sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass auch die Mehrheit der ADAC-Mitglieder für die Einführung einer PKW-Maut in Deutschland ist», sagte Dobrindt mit Blick auf eine aktuelle Umfrage.

Der ADAC hatte am Sonntag Manipulationen beim Autopreis «Gelber Engel» eingeräumt. So sei die Zahl der abgegebenen Stimmen in der Preiskategorie Lieblingsauto der Deutschen, zu dem der VW Golf gewählt wurde, «geschönt» und höher dargestellt worden. ADAC-Kommunikationschef Michael Ramstetter hatte am vergangenen Freitag eingeräumt, die Zahl der Stimmen bei diesem Preis manipuliert zu haben. Ramstetter übernahm dafür «die alleinige persönliche Verantwortung» und habe sämtliche Funktionen beim ADAC niedergelegt. (AG/dpa)