Ferienbeginn: ADAC erwartet steigende Benzinpreise

Automobilclub gegen staatliche Eingriffe

Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel: Pünktlich zum Beginn der Sommerferien ziehen die Preise an den Tankstellen an. So wird es wohl auch in diesem Jahr werden. Der ADAC jedenfalls erwartet steigende Kraftstoffpreise.

Der ADAC rechnet in den kommenden Wochen wieder mit steigenden Preisen an den Tankstellen. «Ich gehe davon aus, dass zu Beginn der Sommerferien die Spritpreise wieder nach oben gehen», sagte ADAC-Präsident Peter Meyer am Dienstag in München. Die Erfahrung zeige, dass die höhere Nachfrage genutzt werde. «So ist die Welt des Wettbewerbs.»

ADAC lehnt staatliche Eingriffe ab

Staatliche Eingriffe – wie die Beschränkung von Preisschritten pro Tag – lehnt der ADAC weiter ab. Solche Modelle verteuerten den Sprit eher noch. Daneben nutzten die Bürger ihren Einfluss auf den Wettbewerb zu wenig, wie eine Umfrage ergeben habe. «Rund 40 Prozent der Befragten vergleichen grundsätzlich keine Preise und fahren immer zu ein und derselben Tankstelle», sagte Meyer.

Das Bundeskabinett hat Anfang Mai die Einrichtung einer neuen Meldebehörde beschlossen, um so die Preispolitik der Mineralölkonzerne unter staatliche Kontrolle zu stellen. Die Betreiber der 14.700 Tankstellen müssen zukünftig darüber Auskunft erteilen, wann und in welchem Maße sie die Preise erhöhen. (AG/dpa)