GM und Honda setzen auf Brennstoffzelle

Wasserstoffallianz

GM und Honda setzen auf Brennstoffzelle
Honda FCX Clarity mit Brennstoffzelle © Honda

Enorme Entwicklungskosten und eine komplizierte unterentwickelte Infrastruktur lassen immer mehr Autobauer Allianzen schmieden. Jetzt wollen GM und Honda der Brennstoffzelle zum Durchbruch verhelfen

Nach Daimler/Renault/Nissan/Ford und BMW/Toyota hat sich nun eine weitere Wasserstoffallianz der Hersteller GM und Honda gebildet. Beide Autobauer unterzeichneten einen entsprechenden Rahmenvertrag „zur gemeinsamen Entwicklung der nächsten Generation von Brennstoffzellen und Wasserstoff-Speichertechnologien bis zum Jahr 2020“, wie es in einer Mitteilung an die Autogazette heißt.

Sie erwarten von der Zusammenarbeit Skaleneffekte sowie die Einrichtung gemeinsamer Beschaffungsstrategien und wollen die Marktreife der Technik vorantreiben. Außerdem wollen sie den Aufbau einer Infrastruktur zur Betankung vorantreiben. "Von allen Null-Emissions-Technologien haben Fahrzeuge mit Brennstoffzelle den eindeutigen Vorteil großer Reichweite bei genauso kurzen Tankstopps, wie wir sie von Autos mit Verbrennungsmotor kennen" beschreibt Takanobu Ito, Präsident und CEO der Honda Motor Co. Ltd. die Vorteile der Technik.

Erfahrungen mit Brennstoffzellenautos

Nach eigenen Angaben blickt GM bereits auf Erfahrungen aus knapp fünf Millionen Testkilometern mit insgesamt 119 Wasserstoff-Fahrzeugen unter Alltagsbedingungen zurück. Das entsprechende Programm „Driveway“ wurde 2007 gestartet. Honda entwickelt bereits seit 2002 wesentliche Komponenten der Brennstoffzellentechnik und hat mit dem FCX und dem FCX Clarity sowie dessen Weiterentwicklungen bereits 85 Versuchsfahrzeuge im Einsatz.

Die Autos wären in den USA auch von Kunden bewegt worden, wodurch Honda wertvolle Daten über die Nutzung im Alltag gewonnen haben will. 2015 soll der Nachfolger des FCX Clarity zunächst in den USA und Japan, später auch in Europa auf den Markt kommen, bekräftigt das Unternehmen seine Pläne. (AG)

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Frank Mertens
Nach dem Studium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche.

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