17. November 2017

Synergieeffekte über 1,9 Milliarden Euro VW erreicht Ziele des Zukunftspaktes früher

Das VW-Werk in Wolfsburg
Das VW-Werk in Wolfsburg © dpa

Die Marke Volkswagen hat ein Jahr nach dem Unterzeichnen des Zukunftpaktes ein positives Zwischenfazit gezogen. Dabei wurden die gesetzten Ziele knapp verfehlt oder sehr viel früher erreicht.




Der vor einem Jahr unterzeichnete Zukunftspakt hat nach zwölf Monaten bei der Marke Volkswagen schon voll eingeschlagen. Die Basis für die Strategie „Transform 2025+" soll die Marke effizienter und internationaler gestalten. Zudem soll die Modellpalette ebenso ausgebaut werden wie die Elektro-Mobilität, Digitalisierung, Vernetzung der Fahrzeuge sowie das autonome Fahren.

„Wir sind mit dem Zukunftspakt ein gutes Stück vorangekommen. Aber wir haben noch einen anspruchsvollen Weg vor uns. Höhere Produktivität, verbesserte Arbeitsabläufe und schlanke, leistungsfähige Strukturen in allen Unternehmensbereichen sind unverzichtbar, um Volkswagen dauerhaft zukunftsfest aufzustellen. Daran werden wir auch in den nächsten Jahren intensiv arbeiten", sagte VW-Markenchef Herbert Diess.


"Zukunftspakt ist eine Erfolgsgeschichte"

Innerhalb von zwölf Monaten wurden 1,9 Milliarden Euro an Effizienzen eingespart, was 96 Prozent des für 2017 angedachten Ziels sind. Ab 2020 sollen gar 3,7 Milliarden jährlich eingespart werden, davon allein drei Milliarden in Deutschland.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh denkt deshalb schon weiter: „Der Zukunftspakt ist eine Erfolgsgeschichte. Für 2017 steht mittlerweile fest, dass wir die Effizienzziele erreichen, und schon heute spricht vieles dafür, dass uns das 2018 ebenso gelingt. Der Zukunftspakt ist aber auch das Ergebnis großer Anstrengungen von vielen tausend Kolleginnen und Kollegen, die Veränderungen mit vorantreiben oder sich in neue Aufgaben einarbeiten. Ihr Einsatz macht Volkswagen zukunftssicher."

9200 Mitarbeiter im Altersteilzeit-Programm

Während bei den Synergien das Ziel knapp verfehlt, ist man beim Programm der Arbeitsteilzeit schon weit voraus. Hier sind 94 Prozent erreicht. 9200 Arbeitnehmer haben das Programm angenommen, dessen 100 Prozent eigentlich erst 2020 erreicht werden sollten.

Dementsprechend zeigt sich auch Personalvorstand Karlheinz Blessing erfreut: „Ein Kernelement des Zukunftspakts ist die personelle Transformation. Hier sind wir sehr gut unterwegs. Wir erreichen das Altersteilzeit-Ziel für 2020 von insgesamt 9200 unterschriebenen Verträgen bereits Ende 2017, wir setzen die Stellenreduktion in nicht zukunftsfesten Aufgaben fort und wir fahren die Leiharbeit zurück. Zugleich sind Qualifizierungen und der Aufbau von Arbeitsplätzen in Zukunftsfeldern erfolgreich angelaufen."

Insgesamt sollen bis zu 23.000 Arbeitsplätze sozialverträglich reduziert werden, wie VW mitteilte. Zugleich sollen 9000 neue Arbeitsplätze für die Themen der Zukunft entstehen. (AG/TF)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke VW

Zuwachs von über elf ProzentVW-Konzern mit deutlichem Absatzplus

Der VW-Konzern konnte im Vormonat seine weltweiten Auslieferungen deutlich steigern. Ein Wachstumstreiber war dabei China.


Illegale AbgastechnikKraftfahrt-Bundesamt ordnet Rückruf für VW Touareg an

Der Abgasskandal bei Volkswagen nimmt kein Ende. Nun müssen die Wolfsburger auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Deutschland 25.800 VW Touareg zurückrufen.


Fast 12 Prozent Zuwachs im NovemberKernmarke VW legt weltweit kräftig zu

Der Aufwärtstrend der Kernmarke VW hält an. Der Autobauer konnte im November seine weltweiten Auslieferungen um fast zwölf Prozent steigern.



Mehr aus dem Ressort

Der Opel Insignia Country Tourer mag die rustikale Art
Vorruhestand und AltersteilzeitOpel legt Sozialvereinbarung fest

Opel hat mit den Arbeitnehmervertretern die Zukunft abgesteckt. Kündigungen sollen über Vorruhestand und Altersteilzeit vermieden werden.


Produktion bei VW
Wachstum in China stagniertEuropäischer Automarkt knapp hinter den USA

Der europäische Automarkt holt auf. Allerdings werden die beiden größten Märkte ihre angestammten Podiumsplätze auch zum Jahresende einnehmen.


Der Skoda Octavia mit Erdgasantrieb.
SUV und China als WachstumstreiberSkoda mit bestem Monat aller Zeiten

Skoda setzt mit Rekordzahlen zum Jahresendspurt an. Dank der neuen SUV und einem starken chinesischen Markt erzielte die VW-Tochter im elften Monat noch nie dagewesene Werte.