6. Oktober 2017

Kernmarke in China und den USA gefragt VW Pkw mit stärkstem Auslieferungsmonat

Der VW Atlas ist in den USA sehr gefragt
Der VW Atlas ist in den USA sehr gefragt © AG/Mertens

Die Kernmarke von Volkswagen befindet sich weiter auf Erholungskurs. Auch für den schwächelnden Heimatmarkt soll sich eine Trendwende abzeichnen.




Volkswagen Pkw hat den stärksten Auslieferungsmonat in der Geschichte des Unternehmens notiert. Weltweit lieferte die Kernmarke 593.700 Fahrzeuge aus, was einen Anstieg über 8,4 Prozent bedeutet, wie Volkswagen Pkw mitteilte.

„Es war der stärkste Auslieferungsmonat in der Geschichte von Volkswagen weltweit sowie in den Einzelmärkten China, Kanada, Chile, Polen, Schweden und Slowakei. Auch im Heimatmarkt Deutschland zeichnet sich ein kräftiger Aufwärtstrend ab, die aktuellen Bestellungen liegen deutlich über dem Vorjahresmonat“, sagte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann.


Malaise auf dem Heimatmarkt

Dabei liegt die Betonung auf Bestellungen, die laut VW Pkw auf die „positiven Impulse aus der Umweltprämie zurückzuführen“ seien. Bei den aktuellen Neuzulassungen sieht es dagegen noch ganz anders aus. Dort lag die Marke bei 44.100 Auslieferungen mit 8,8 Prozent im Minus, seit Jahresbeginn sind es immer noch 7,4 Prozent. Zwar ist VW mit einem Marktanteil von 18,5 Prozent immer noch mit weitem Abstand Marktführer, doch nimmt die Quote kontinuierlich ab.

Die Malaise auf dem Heimatmarkt wirkt sich auch auf die Entwicklung in Europa aus. Dagegen geht es in Zentral- und Osteuropa im zweistelligen Prozentbereich auch dank des sich erholenden Marktes Russland aufwärts. Ähnlich zieht auch der Einzelmarkt Brasilien die Zahlen aus Südamerika mit nach oben.

Atlas und Tiguan rocken die USA

Viel wichtiger ist die Tendenz in China. Dort verzeichnete die Marke bei 310.500 Verkäufen im September ein Auslieferungsplus über 7,5 Prozent. Und auch von Januar bis September liegt VW mit 3,2 Prozent im schwarzen Bereich.

Steil aufwärts geht es in den USA. Dort sorgen der Atlas sowie der Tiguan mit langem Radstand für kräftiges Wachstum. Mit 32.100 Verkäufen wurden gleich 8000 Einheiten mehr verkauft als im September 2016, was einem Wachstum über 33,2 Prozent entspricht. In den ersten neun Monaten zeigt das Plus von 9,2 Prozent bei 252.500 verkauften Einheiten an, dass die Diesel-Affäre keine so große Rolle mehr spielt. (AG/TF)



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