China treibt VW-Kernmarke an

Auch Gesamtkonzern mit Licht und Schatten

Die Tiguan-Familie treibt die VW-Verkäufe an
Die Tiguan-Familie treibt die VW-Verkäufe an © AG/Mertens

Volkswagen-Pkw liegt nach dem Juli erstmals in diesem Jahr über dem Strich. Das Plus verdankt die Kernmarke vor allem dem Wachstum auf dem größten Einzelmarkt. Ähnlich sieht es für den Gesamtkonzern aus.

Die Kernmarke Volkswagen Pkw liegt nach dem siebten Monat zum ersten Mal im Gesamtjahr im positiven Bereich. 3.402.000 weltweit verkaufte Einheiten bedeuten ein Wachstum über 0,8 Prozent.

„Die Marke Volkswagen hat die positive Entwicklung der Auslieferungszahlen im Juli fortsetzen können. Im Gesamtzeitraum Januar bis Juli liegen wir damit insgesamt leicht über dem Niveau des Vorjahres. Ein großer Anteil der positiven Entwicklung ist erneut auf unsere SUV-Offensive zurückzuführen. Mit Blick auf die kommenden Modelleinführungen wollen wir diesen Trend im Jahresverlauf weiter fortsetzen", sagte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann.

Deutliches Wachstum in China

Das Plus von glatten vier Prozent im Juli bei 467.000 verkauften Einheiten hievte die Marke in den schwarzen Bereich. Dabei ist der Trend vor allem dem chinesischen Markt zuzuschreiben. Hier wurden 228.900 Fahrzeuge an Kunden übergeben, das entspricht einer Steigerung von 8,7 Prozent, teilte VW mit.

Dabei waren besonders die Geländegänger gefragt. Die Tiguan-Familie legte bei 25.800 Fahrzeugen um 56,1 Prozent zu und auch der in China angebotene Magotan konnte bei 17.200 Einheiten ein Plus von 51,4 Prozent einfahren.

Polo-Modellwechsel lähmt deutschen Markt

Die rund 18.200 Mehrverkäufe im größten Einzelmarkt im Vergleich zum Vorjahresmonat decken die Schwächen besonders in Westeuropa und dem Heimatmarkt ab. Gleich 6700 weniger Einheiten wurden in Deutschland im Vergleich zum Juli 2016 zugelassen, was einem Rückgang von 14,2 Prozent bei 40.200 Verkäufen entspricht. VW nennt als Gründe vor allem den bevorstehenden Modellwechsel beim Polo sowie die verlängerte Haltedauer im Mitarbeiter- und Geschäftsfahrzeug-Leasing.

Auch über das Gesamtjahr gesehen liegt die Kernmarke in Deutschland im roten Bereich. 318.700 Neuzulassungen bedeuten einen Rückgang um 6,7 Prozent.

Gesamtkonzern nach sieben Monaten knapp im Minus

Der Gesamtkonzern liegt bei 5,98 Millionen verkauften Fahrzeugen mit 1,3 Prozent im schwarzen Bereich und notierte dabei einen guten Juli mit 820.900 Einheiten, was einem Plus von 4,3 Prozent entspricht. „Der Volkswagen Konzern mit seinen Marken ist solide ins zweite Halbjahr gestartet. Rückenwind für die positive Entwicklung gab es vor allem aus den Regionen Südamerika und Asien-Pazifik", so Vertriebsleiter Fred Kappler, „das Vertrauen der weltweiten Kunden in unsere Produkte wollen wir erhalten und weiterhin stärken."

Wie bei der Kernmarke muss aber auch der Gesamtkonzern in Deutschland Abstriche machen. 97.500 Einheiten bedeuteten ein Minus von 5,9 Prozent. Nach sieben Monaten liegt VW bei 776.000 mit 1,6 Prozent im roten Bereich.
Auch hier glich der größte Einzelmarkt das Minus aus. So vermeldete VW im Juli 309.100 Verkäufe, was einem Anstieg über 8,1 Prozent entspricht. Allerdings liegt der Konzern nach sieben Monaten und 2,14 Millionen Verkäufen knapp mit 0,6 Prozent im Minus. (AG/TF)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.