29. April 2017

In den nächsten fünf Jahren VW investiert neun Milliarden Euro in alternative Antriebe

Der VW I.D. Crozz.
Der VW I.D. Crozz. © VW

Der VW-Konzern investiert massiv in die Entwicklung alternativer Antriebe. In den kommenden Jahren sollen dafür neun Milliarden Euro ausgegeben werden, sagte Konzernchef Matthias Müller.




Mit neun Milliarden Euro will Volkswagen in den kommenden fünf Jahren die Entwicklung alternativer Antriebsmodelle wie Elektro- und Hybridmotoren voranbringen. Das sei drei Mal so viel wie in den vergangenen fünf Jahren, sagte VW-Chef Matthias Müller am Freitag auf dem Wiener Motorensymposium. Zugleich betonte er, dass Europas größter Autobauer im selben Zeitraum zehn Milliarden Euro in die Entwicklung des Verbrennermotors investieren will.

Damit mache VW seine Motoren fit für die kommende Generation der strikten Emissionsgesetzgebungen in den USA, Europa und China, sagte Müller dem Redemanuskript zufolge. «Wir gehen davon aus, dass auch im Jahr 2025 noch drei von vier Neuwagen mit Benzin oder Diesel angetrieben sein werden.» Zwar sei die Zukunft elektrisch. Aber: «Die Elektromobilität fristet nach wie vor ein Nischendasein.»


Müller verteidigt den Diesel

Volkswagen hatte bereits bei der Vorstellung seiner Strategie 2025 im Juni 2016 angekündigt, in den kommenden Jahren einen zweistelligen Milliardenbetrag für notwendige Zukunftsinvestitionen ausgeben zu wollen. Dazu plant der Konzern mit bis zu 30 neuen Elektro-Modellen. Auf der Automesse in China hatte VW kürzlich den elektrischen Geländewagen ID Crozz vorgestellt, geplant ist unter anderem auch ein Elektro-Bulli.

Müller verteidigte zudem den wegen der Umweltbelastung stark kritisierten Diesel-Motor. «Der Diesel bietet auch 124 Jahre nach seiner Erfindung große Effizienzpotenziale. Der Volkswagen-Konzern wird sie heben», sagte er. VW steht auch wegen des Skandals um manipulierte Dieselfahrzeuge unter Druck, alternative Antriebe zu entwickeln. In den USA hat sich der Konzern bereits mit Behörden, Bundesstaaten und Händlern auf Entschädigungszahlungen in Höhe von fast 20 Milliarden US-Dollar geeinigt. (dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Mobilität



Mehr zur Marke VW

Trotz Kosten für AbgasskandalVW setzt sich ehrgeizigere Ziele

Der VW-Konzern hat seine Umsatzziele trotz der Kosten für den Abgasskandal erhöht. So soll der Umsatz bis 2020um 25 Prozent steigen.


Von 2018 bis 2022VW investiert 34 Milliarden Euro in Elektromobilität

Der VW-Konzern investiert massiv in die Elektromobilität und Mobilitätsdienste. Von 2018 bis 2022 werden es 34 Milliarden Euro sein.


Synergieeffekte über 1,9 Milliarden EuroVW erreicht Ziele des Zukunftspaktes früher

Die Marke Volkswagen hat ein Jahr nach dem Unterzeichnen des Zukunftpaktes ein positives Zwischenfazit gezogen. Dabei wurden die gesetzten Ziele knapp verfehlt oder sehr viel früher erreicht.



Mehr aus dem Ressort

Elektro-Vito kommt Mitte 2018Nun setzt auch Mercedes seine Transporter unter Strom

Die Van-Sparte von Mercedes wird ab Mitte 2018 seine Transporter elektrifizieren. Den Anfang macht der Vito. Als Spätstarter sehen sich die Schwaben indes nicht.


Diesel-Protest von Greenpeace.
Autoexperte DudenhöfferStudie: Diesel bringt nicht viel für Klimaschutz

Der Diesel ist wichtig für den Umweltschutz. Das behauptet die Autolobby. Eine Studie des Center Automotive Research ist dieser Frage nachgegangen.


Singapur beschränkt Zahl der Neuzulassungen.
Ziel ist bessere LuftSingapur lässt keine Neuzulassungen mehr zu

Die Luft ist schlecht, der Verkehr eine Zumutung. Singapur friert ab Februar deshalb die Zahl der Neuzulassungen ein.