16. März 2017

Zweistelliges Wachstum in den USA Kernmarke VW verbleibt auch im Februar im Minus

Der Generationswechsel beim Golf behindert den Absatz von VW
Der Generationswechsel beim Golf behindert den Absatz von VW © VW

Volkswagen muss auch nach dem zweiten Monat des Jahres auf Gewinne beim Absatz warten. Allerdings geben die Einführungen neuer Modelle sowie die Stabilisierung auf dem chinesischen Markt Hoffnung auf Besserung.




Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw hat in Deutschland im Februar deutlich weniger Autos verkauft. Die Auslieferungen auf dem Heimatmarkt sanken um 19,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 35.800 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte. In Europa gingen die Auslieferungen an Kunden im Februar im Jahresvergleich um 9,5 Prozent auf 114.400 Fahrzeuge zurück.

Weltweit wurden 384.100 Fahrzeuge ausgeliefert - ein Rückgang um 2,6 Prozent. Nach zwei Monaten liegt die Marke mit 880.000 Verkäufen gegenüber 915.900 Einheiten in den ersten beiden Monaten des Jahres 2016 mit 3,9 Prozent im roten Bereich.


Stabilisierung in China

„Die weltweiten Auslieferungen der Marke Volkswagen erreichen nahezu das Vorjahresniveau. Wir haben erfreuliche Zuwächse auf beiden amerikanischen Kontinenten erzielt, während einige europäische Märkte wie erwartet unter dem Einfluss des Modellwechsels in der Golf-Familie gestanden haben. In unserem Heimatmarkt Deutschland kommt weiter ein deutlicher Effekt aus der Verlängerung der Haltedauern im Mitarbeiter-Leasing hinzu. Durch die Vielzahl neuer Modelle wie Arteon und dem kommenden Polo, rechnen wir in den nächsten Monaten auch in Europa mit positiven Impulsen", sagte VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann.

Stabilisiert hat sich die Lage für Volkswagen in China. Im Reich der Mitte hatte die chinesische Regierung die Subventionen für Autos mit kleinerem Hubraum zum Jahresende 2016 deutlich gekürzt . 36.000 Fahrzeuge weniger als im Januar 2016 konnten die Wolfsburger zum Jahresauftakt in China verkaufen. Im Februar dagegen lagen die Auslieferungen mit 170.500 Einheiten exakt auf Vorjahresniveau.

Deutlich besser lief es in den USA, dort wurden 25.100 Fahrzeuge ausgeliefert und damit 12,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Verkäufe in den USA waren allerdings zuvor infolge des Abgas-Skandals eingebrochen. Auch in Zentral- und Osteuropa, vor allem in Russland, sowie in Südamerika gab es spürbare Zuwächse. (AG/dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke VW

Trotz laufender Prüfung des AbgasskandalsVW-Aufsichtsrat spricht Vorstand das Vertrauen aus

Trotz der laufenden Prüfung des Abgasskandals hat der Aufsichtsrat von Volkswagen dem Vorstand das Vertrauen ausgesprochen. Den Anteilseignern wird vom Kontrollgremium eine Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 vorgeschlagen.


Michels folgt Werner nachNeuer Compliance-Manager: VW greift wieder bei Daimler zu

Kurt Michels wird ab April das Ressort für die Einhaltung von Integrität und Recht im Volkswagen-Konzern übernehmen. Wie Vorvorgängerin Hohmann-Dennhardt kommt auch der 46-Jährige vom Mitbewerber Daimler.


Ex-VW-Entwicklungschef fordert 1,4 Millionen EuroGütetermin im Bonusstreit bleibt ohne Ergebnis

Der ehemalige VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer verlangt von seinem einstigen Arbeitgeber die Nachzahlung eines Bonus. Eine Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Braunchweig brachte vorerst kein Ergebnis



Mehr aus dem Ressort

Hauptversammlung in BerlinMögliche Abgasmanipulation besorgt Daimler-Aktionäre

Hat auch Daimler Abgaswerte manipuliert? Diese Frage beschäftigte angesichts von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auch die Aktionäre auf der Hauptversammlung in Berlin.


Audi hat den Q5 in andere Sphären geführt
Fast eine Million Autos betroffenRückrufe von Audi und Mercedes in China

Audi und Mercedes müssen in China fast eine Million Autos zurückrufen. Bei der VW-Tochter gibt es beim Q5 und SQ5 Probleme mit einem undichten Sonnendach, bei den Schwaben kann es eine Überhitzung der Zündschaltung geben.


Ermittlungen der StaatsanwaltschaftDaimler erwartet trotz Diesel-Ärgers Rekord-Quartal

Daimler befindet sich auf Erfolgskurs. Im ersten Quartal wird der Autobauer so viele Autos absetzen wie nie zuvor. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen möglicher Abgasmanipulationen halten die Kunden bisher nicht vom Kauf eines Diesels ab.