29. September 2017

ad-hoc-Meldung des Konzerns VW-Rückruf in den USA erfordert weitere Milliarden

Rückkauf von VW in den USA
Rückkauf von VW in den USA © dpa

VW trifft Vorsorge für das Rückrufprogramm von Diesel-Pkw in den USA. Da sich Nachrüstung und Rückkäufe deutlich länger hinziehen, hat der Konzern weitere Milliarden als Vorsorge bereitgestellt.




Die Aufarbeitung der Abgas-Affäre in den USA kostet den VW-Konzern weitere Milliarden. Das Ergebnis im laufenden Geschäft wird im dritten Quartal mit rund 2,5 Milliarden Euro belastet, teilte der Konzern am Freitag in Wolfsburg mit.

Hintergrund sei eine Aufstockung der Vorsorge für das Rückruf- und Nachrüstprogramm betroffener 2,0-Liter-Dieselwagen in Nordamerika. Damit steigen die Aufwendungen für die Bewältigung des Diesel-Skandals auf insgesamt etwa 25,1 Milliarden Euro. Als Grund für die damit zusammenhängende Gewinnwarnung nannte VW, dass die Abwicklung der vereinbarten Nachrüstungen sowie der Rückkäufe von Dieselautos «erheblich langwieriger und technisch anspruchsvoller» seien.


Vollständiger Quartalsbericht am 27. Oktober

Vor knapp einem Jahr hatten sich Vertreter von VW mit Klägern, Händlern und Bundesstaaten in den USA auf einen Vergleich für Dieselwagen aus dem Konzern mit 2,0-Liter-Motoren verständigt. Ende Oktober stimmte ein Zivilrichter dem Kompromiss über entsprechende Entschädigungen zu. Später gab es auch eine ähnliche Einigung für größere 3,0-Liter-Motoren.

VW hatte im September 2015 eingeräumt, in den USA Abgasdaten von Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben. Dies stürzte den Konzern in eine tiefe Krise und führte zu Milliarden-Belastungen. Aufgrund der Aufwendungen musste Volkswagen eine ad-hoc-Meldung herausschicken. Daraufhin gaben die Vorzugsaktien um vier Prozent nach. Volkswagen wird den vollständigen Zwischenbericht des Konzerns für den Zeitraum Januar-September 2017 am 27. Oktober veröffentlichen. (AG/dpa)



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