29. Juni 2017

Vier Autohersteller an Bord Projekt Autostack-Industrie forciert Brennstoffzellen-Technologie

Der Mercedes GLC F-Cell lässt noch auf sich warten
Der Mercedes GLC F-Cell lässt noch auf sich warten © Daimler

Die Fertigung von Brennstoffzellen steckt wie auch die Wasserstoff-Infrastruktur noch in den Kinderschuhen. Autohersteller und Zulieferer wollen die Industrialisierung des Kraftstoffs nun vorantreiben.




Bisher sind es nur Ankündigungen der deutschen Hersteller. Während Hyundai und Toyota bereits eine Serienproduktion mit Wasserstofffahrzeugen seit Jahren am Laufen haben, scheint Daimler zum Jahreswechsel nachzuziehen. Doch bei der Serienfertigung wie auch der Infrastruktur befindet sich die Technik noch am Anfang, obwohl diese Art der Elektromobilität sehr viel effektiver ist als Batterie-elektrische Mobilität.

„Die emissionsfreien Brennstoffzellen-Antriebe sind ideal für Reiselimousinen, Lieferfahrzeuge und Stadtbusse", sagt Werner Tillmetz, Vorstand und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). „Allerdings steckt die dafür notwendige Industrialisierung der Technologie in einem frühen Stadium. Mit dem Projekt ‚Autostack-Industrie'' soll nun durch den Aufbau einer schlagkräftigen nationalen Zulieferindustrie die Basis zur Erreichung der Kosten- und Qualitätsziele geschaffen werden."


Vier Autohersteller unterstützen Projekt

Mit dem Projekt Autostack-Industrie soll die Etablierung wichtiger Elemente der Industrialisierung von Brennstoffzellen für Automobile gemeinsam von den Automobilherstellern und Zulieferern vorangetrieben werden, teilte ZSW mit. Neben einer Leistungserhöhung soll das Projekt dazu beitragen, die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Brennstoffzelle erhöhen sowie eine Kostensenkung der noch sehr teuren Technologie zu fördern.

Eingebettet in das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, das das Projekt mit 21,3 Millionen Euro fördert, koordiniert die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) die Vorgehensweise. Dazu stoßen die Autohersteller Daimler, BMW, Ford und Volkswagen sowie DANA, Freudenberg Performance Materials, Greenerity, NuCellSys, Powercell Deutschland, Umicore und das ZSW. (AG/TF)



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