1. Juni 2017

Neues Joint-Venture mit JAC VW baut Engagement bei Elektromobilität in China aus

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang und Angela Merkel.
Chinas Ministerpräsident Li Keqiang und Angela Merkel. © dpa

Der VW-Konzern will bis zum Jahr 2025 1,5 Millionen Elektroautos in China absetzen. Auf dem Weg dorthin hat der Autobauer ein Joint Venture mit dem chinesischen Autohersteller Anhui Jinghua Automobile geschlossen.




Der Wolfsburger Autobauer VW setzt perspektivisch auf die Elektromobilität und will bis zum Jahr 2025 mit seinen Marken 1,5 Millionen Elektroautos in China absetzen. Auf dem Weg dorthin hat Volkswagen nun in Berlin in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang ein Joint Venture mit dem chinesischen Autohersteller Anhui Jinghua Automobile (JAC) geschlossen.

Beide Partner halten an dem Unternehmen je 50 Prozent der Anteile, wie VW am Donnerstag mitteilte. JAC vertreibt seine Fahrzeuge in China unter den Marken „Jianghuai“ und „Ankai“.


„Weiterer Meilenstein unserer Elektro-Offensive“

„Die neue Partnerschaft ist ein weiterer Meilenstein unserer Elektro-Offensive in China“, sagte VW-Chef Matthias Müller. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens sei der Bau von Elektrofahrzeugen und die Entwicklung innovativer Mobilitätsdienstleistungen. Das erste gemeinschaftlich entwickelte E-Auto soll bereits 2018 produziert werden. Zugleich wollen beide Partner eine Fabrik sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrums errichten.

„Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit dem Volkswagen Konzern und darauf, noch mehr Menschen in unserem Land die Vorteile einer nachhaltigen Mobilität bieten zu können“, so JAC-Präsident An Jin. VW-China-Chef Jochem Heizmann geht davon aus, dass diese Partnerschaft „einen wichtigen Beitrag zur E-Mobilität Chinas leistet“.

Wie VW mitteilte, solle nun mit den drei Joint Venture-Partnern FAW, SAIC und JAC die Elektro-Offensive schnell umgesetzt werden, mit der der Konzern erreichen will, bis 2020 auf dem chinesischen Markt 400.000 E-Autos abzusetzen. Ab 2025 sollen es bereits 1,5 Millionen sein. Bis 2025 plant der Konzern weltweit mit einem Absatz von zwei bis drei Millionen elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Davon sollen allein eine Million E-Autos von der Kernmarke kommen, die davon ausgeht, dass davon allein 60 Prozent in China verkauft werden. Der VW-Konzern hat sich vorgenommen, Weltmarktführer bei der Elektromobilität zu werden. (AG/FM)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke VW

Basis für den DieselskandalDeutsche Autohersteller unter Kartellverdacht

Das Unheil für deutsche Autobauer wird erweitert. VW und Co. sollen sich samt Zulieferern laut einem Medienbericht abgesprochen haben - auch der Dieselskandal könnte so begonnen haben.


Audi rüstet 850.000 Einheiten umVW-Chef Müller setzt sich für Diesel ein

Volkswagen-Chef Matthias Müller glaubt an eine Zukunft des Dieselmotors. Derweil liefert Audi ein Software-Update für 850.000 Fahrzeuge mit Sechs- und Achtzylinder-TDI.


China mit VerlustenVW nach erstem Halbjahr mit leichtem Zuwachs

Der VW-Konzern konnte im ersten Halbjahr des Jahres seine weltweiten Auslieferungen leicht steigern. Mit knapp 5,2 Millionen Fahrzeugen legt man um 0,8 Prozent zu.



Mehr aus dem Ressort

Bundesverbraucherminister Heiko Maas
Hersteller sollen für Schäden aufkommenMaas wirbt für Klagemöglichkeiten geschädigter Kunden

Heiko Maas wirbt für neue Klagemöglichkeiten der Verbraucher bei Massenanfällen wie beim Diesel-Skandal. Auch beim Kraftfahrtbundesamt sollte ein Verbraucherbeirat isntalliert werden, sagte der Bundesverbraucherminister.


Alexander Dobrindt neu Aufmacher dpa
Vor dem «Diesel-Gipfel» Dobrindt: Millionen-Fonds für umweltfreundliche Mobilität

Alexander Dobrindt will einen Fonds in dreistelliger Millionenhöhe für eine umweltfreundliche Mobilität in den Städten einrichten. Die Autohersteller sollen sich dabei an den Kosten beteiligen.


Schaeffler Zulieferer
Förderung der E-MobilitätSchaeffler und Brose verstärken Standorte in China

Schaeffler und Brose forcieren ihre Geschäfte mit der Elektromobilität in China. Die Autozulieferer sehen das Reich der Mitte als Leitmarkt der E-Mobilität an.