29. August 2016

California vor neuem Bestwert Neuer VW Crafter hat Potenzial als Reisemobil

Der VW California Ocean
Der VW California Ocean © VW

Der VW California kommt bei den Kunden an. Erstmals wird in diesem Jahr die 10.000er-Marke fallen. Auch dem neuen in den Startlöchern stehenden Crafter attestiert Entwicklungschef Ludanek Potenzial als Reisemobil.




Der allgemeine Reisemobil-Boom treibt auch den Campingbus-Bestseller VW California zu immer neuen Höhenflügen. Harald Ludanek, erst seit ein paar Monaten der neue Entwicklungschef der Volkswagen Nutzfahrzeugsparte, verkündete am Vorabend des Düsseldorfer Caravan-Salons stolz, dass in diesem Jahr sogar erstmals die 10.000er-Marke fallen könnte.

"2015 haben wir mit 9.100 Californias ein Rekordergebnis erzielt. Im aktuellen Jahr liegen wir schon nach sieben Monaten bei rund 7.000 Exemplaren." Das bedeutet ein Plus von 14 Prozent. Obwohl der VW-Camper ein sündhaft teures Gefährt ist, das gut ausgestattet schnell in Regionen von 60.000 bis 70.000 Euro vorstößt, werden im Werk Hannover-Limmer die T6-Fahrzeuge mit Aufstelldach im Drei-Schicht-Betrieb produziert, um die Lieferzeiten halbwegs in den Griff zu bekommen. Ein halbes Jahr muss ein Neuwagenkunde im günstigsten Fall auf seinen California warten. Es kann aber auch länger als ein ganzes Jahr dauern.


Crafter mit Nasszelle

Bei einem derartigen Run auf den im Vorjahr neu eingeführten VW-Camper erübrigt sich der Wunsch nach tiefgreifenden Veränderungen, weshalb sich die Hannoveraner bei ihren Neuheiten in Düsseldorf eher in Zurückhaltung üben und lediglich mit den Ocean-Sondermodellen Red, Blue und Grey etwas Farbe ins Spiel bringen. Die vom T6-Transporter bekannte Zweifarb-Lackierung in Kombination mit Weiß hält damit auch bei der Reisemobil-Variante Einzug, inklusive des Aufstelldachs in der entsprechenden Farbe.

Der VW Crafter
Der VW Crafter © VW

Harald Ludanek ließ aber auch durchblicken, dass vielleicht schon im nächsten Jahr ein neues Reisemobil-Kapitel aufgeschlagen werden könnte. "Der neue Crafter, den wir in Kürze vorstellen, hat großes Potenzial in dieser Beziehung", erklärt der oberste Entwickler und weist auf die zahlreichen Assistenz- und Sicherheitssysteme hin. Die würden bisher noch eher spärlich im Caravanbereich eingesetzt, gewinnen für die nicht mehr ganz so junge Klientel aber an Bedeutung. Auch dass auf der Crafter-Basis endlich eine Nasszelle mit Toilette und Dusche realisiert werden kann, ist ein weiterer Pluspunkt.

Mehr solle aber noch nicht verraten werden, meinte Ludanek - auch wenn an diesem Abend häufig der Name Sven Hedin fiel, ein Hochdach-Klassiker, der einst bei Westfalia auf dem Vorgänger LT gebaut wurde, aber auch schon als Crafter-Ausbau bis 2009 zu haben war. Ob man sich Kooperationspartner suchen oder ein Crafter-Reisemobil, wie immer es aussähe, in Eigenregie produzieren würde, sei eine Frage der Kosten, sagt Ludanek. "Aber denkbar ist alles." (SP-X)



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