16. Februar 2016

Europäischer Automarkt legt zu VW büßt Marktanteile ein

Der Absatz von VW ging in Europa zurück
Der Absatz von VW ging in Europa zurück © AG/Flehmer

Durch den Abgas-Skandal büßt VW auf dem weiter zulegenden europäischen Markt Marktanteile ein. Daimler und BMW strichen im Januar dagegen Gewinne ein.




Der europäische Automarkt hat im Januar weiter zugelegt. Dank zweistelliger Zuwächse in Italien und Spanien kletterte der Absatz in der Europäischen Union im Januar um 6,2 Prozent auf gut eine Million Fahrzeuge, wie der Branchenverband Acea am Dienstag mitteilte. Damit stieg der Absatz den 29. Monat in Folge.

In Italien sprangen die Neuzulassungen um 17,4 Prozent nach oben, Spanien verzeichnete ein Plus von 12,1 Prozent. Deutlich geringer waren die Zuwächse in Frankreich (+3,9%), Deutschland (+3,3%) und Großbritannien (+2,9%).


VW verliert knapp vier Prozent

Unter den deutschen Anbietern büßte Volkswagen im Sog der Affäre um manipulierte Abgasmessungen im Jahresvergleich Marktanteile ein. Der Konzern musste sich wegen schleppender Verkäufe bei VW-Modellen mit einem Absatzplus von 0,8 Prozent zufriedengeben. Pkws der Marke Volkswagen verzeichneten einen Rückgang um 3,8 Prozent.

Am besten schnitten Daimler (Mercedes/Smart) ab, die die Verkäufe um 8,5 Prozent steigerten. BMW verkaufte 4,0 Prozent mehr Fahrzeuge (BMW und Mini). (dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke VW

6270 Fahrzeuge in DeutschlandVW ruft freiweillig weitere Erdgas-Modelle zurück

Volkswagen ruft freiwillig weitere Erdgas-Modelle in die Werkstatt. In Deutschland sind von dem Rückruf 6270 Fahrzeuge betroffen. Bei den Fahrzeugen werden die Gastanks ausgetauscht.


Audi startet schwachChinesischer Markt verdirbt VW den Jahresauftakt

In China wurden die Steuervergünstigungen für kleinere Fahrzeuge gekürzt. Sowohl die Kernmarke als auch der Gesamtkonzern mussten hohe Verkaufsverluste hinnehmen.


Vor Bundestags-UntersuchungsausschussWeil und Dobrindt weisen Vorwürfe zurück

Stephan Weil hat vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Abgas-Affäre eine frühere Kenntnis über Manipulationen bestritten. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will erst von den Medien von dem Skandal erfahren haben.



Mehr aus dem Ressort

BMW Hybrid CO2 neu Aufmacher dpa
Klimaschädliches KohlendioxidCO2-Flottenwert: BMW erreicht fast Niveau von Daimler

BMW hat den CO2-Grenzwert seiner Autos im Vorjahr in Europa um zwei Gramm reduzieren können. Mit einem Flottenwert von 124 g/km liegt man fast auf dem Wert von Daimler.


Neumann soll Opel-Chef bleibenBundesregierung rechnet mit Opel-Übernahme

Die bereits fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen zwischen dem französischen Autokonzern PSA Peugeot Citroen und Opel deuten auf eine Übernahme des Herstellers aus Rüsselsheim hin. Bundeskanzlerin Angela Merkel macht sich für den Erhalt der Arbeitsplätze stark.


Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig
Möglicher Opel-VerkaufMachnig koordiniert politische Gespräche

Matthias Machnig soll die Gespräche zwischen der Opel-Mutter General Motors sowie den Gewerkschaften sowie der französischen Seite führen. Der frühere Wirtschaftsminister hat bereits Kontakte zu PSA aufgenommen.