9. November 2016

BMW-Chef fordert offenen Welthandel Deutsche Autohersteller nach Trump-Wahl zurückhaltend

Matthias Müller (l.) und Audi-Chef Rupert Stadler wollen schnell klare Verhältnisse schaffen
Matthias Müller (l.) und Audi-Chef Rupert Stadler wollen schnell klare Verhältnisse schaffen © dpa

Bei Volkswagen, Daimler und BMW herrscht nach der Wahl von Donald Trump zum neuen Präsidenten der USA skeptische Zurückhaltung. VW will bei der Beendigung der Diesel-Affäre deshalb aufs Tempo drücken.




Die Vorstandschefs von Volkswagen, Daimler und BMW haben mit leiser Sorge auf die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten reagiert. VW-Chef Matthias Müller sagte am Mittwoch beim «Handelsblatt»-Autogipfel in München, er hoffe, dass sich das Wahlergebnis nicht negativ auf die Verhandlungen mit den US-Behörden über die Dieselaffäre auswirke. Er würde sich wünschen, dass eine Einigung noch vor dem Amtsantritt der neuen Regierung gelinge.

Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte, er versuche sich offen zu halten und zu hören, was Trump nach seinem Amtsantritt tue. «Was sich in Wahlkämpfen abspielt, beschreibt nur bedingt, was nach der Wahl zu erwarten ist», sagte Zetsche, aber: «Dass nach dem Wahlkampf eine gehörige Portion an Skepsis da ist, ist klar.»


BMW einer der größten Autoexporteure der USA

BMW-Chef Harald Krüger sagte, noch sei es zu früh zu beurteilen, wie die Außen- und Wirtschaftspolitik der USA aussehen werde. Aber «wir alle drei brauchen offenen Welthandel», mahnte Krüger mit Blick auf BMW, VW und Daimler.

Mit dem SUV-Werk in Spartanburg sei BMW einer der größten Autoexporteure der USA, und spannend sei auch, wie es mit der nordamerikanischen Freihandelszone mit Mexiko weitergehe. (dpa)



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