1. März 2016

PS sind gefragt SUV dominieren auf Autosalon in Genf

Audi-Chef Rupert Stadler stellt den neuen Q2 vor. Fotos ▶
Audi-Chef Rupert Stadler stellt den neuen Q2 vor. © dpa

Auf dem Genfer Autosalon werden traditionell Muskeln gezeigt. In diesem Jahr werden die Pferdestärken besonders unter den Motorhauben von neuen SUV platziert.




Von der reinen Leistung her überragt der Bugatti Chiron den 86. Autosalon in Genf. 1500 PS und ein realer Kaufpreis jenseits der drei Millionen Euro sind nicht zu toppen. Selbst Ford mit seinem Rennwagen GT oder der von Fab-Design umgebaute McLaren 650S stehen im Schatten des aus Karbon und Alu gefertigten Chiron.


Sportwagen im Schatten des Bugatti

Auch der neue und limitierte Porsche 911 R weist mit seinen 500 PS gerade einmal ein Drittel Leistung des Supersportlers der VW-Tochter auf. Von dem C-Klasse Cabrio ganz zu schweigen. Die AMG-Variante mit dem drei Liter großen Biturbo-Sechszylinder verfügt lediglich über 367 PS. Auf immerhin 660 Pferdestärken und zwölf Zylinder greift der BMW 760Li xDrivezurück, der immerhin über 300 km/h schnell ist – damit fehlen aber immer noch vier Zylinder und 120 Stundenkilometer im Vergleich zum Veyron-Nachfolger.

Auch wenn sich Sportwagen gerade in Genf wohlfühlen, werden die Boliden zahlenmäßig von den SUV an den Rand gedrückt. Waren die Schweizer noch vor kurzer Zeit stolz auf ihren grünen Salon, so dominieren nun die früheren Spritfresser, die aber mittlerweile nicht mehr ganz so durstig sind und auch bei der Größe und Gewicht die Schrumpfkur angetreten haben.

Audi Q2 und Seat Ateca gleichstark

Somit überrascht es nicht, dass Audi mit dem gerade mal 4,19 Meter kurzen Q2 seinen kleinsten Geländewagenvertreter ins Rennen schickt. Das kompakte SUV wird mit einem Leistungsspektrum zwischen 116 und 190 PS im Herbst auf den Markt geschickt. „Wir haben für den Audi Q2 eine betont geometrische Formensprache mit spezifischen Designmerkmalen entwickelt. Er präsentiert sich so als eigenständiger Charakter innerhalb der Q-Familie", sagt Audi-Designchef Marc Lichte.

Auch bei den anderen beiden VW-Töchtern aus Spanien und Tschechien wird SUV-Premiere gefeiert. Der nach einer spanischen Ortschaft benannte Ateca ist Seats erste Produktion im Segment der Geländegänger. „Die wesentliche Aufgabe dieses Modells wird es sein, das Markenimage weiter zu entwickeln“, sagt deshalb Seat-Chef Luca de Meo. Traditionell auf sportlich ausgerichtet war dabei die Devise der Spanier. „Der Ateca zeigt eindeutig, wie sich die charakteristische Seat-Designsprache entwickelt hat. Er steht für Emotion und Funktionalität“, ergänzt Entwicklungsvorstand Matthias Rabe. Ab dem Sommer kann das neue Modell ab 19.990 Euro erworben werden. Das Leistungsspektrum ist dabei identisch mit dem Angebot des Audi Q2.

Skoda präsentiert die Studie Vision S
Skoda präsentiert die Studie Vision S © dpa

Noch keine Serienreife hat dagegen die Studie Vision S von Skodaerlangt. Doch wie bereits vor zwei Jahren bei dem Konzeptfahrzeug Vision C, aus der der neue Superb herausging, wird auch bei der neuen Studie schlussendlich ein fertiges und rund 4,70 Meter großes SUV stehen.

VW auf Spuren des Range Rover Evoque

VW T-Cross Breeze als Teaser für weitere SUV
VW T-Cross Breeze als Teaser für weitere SUV © dpa

Als Serienversion nicht geplant ist dagegen der VW T-Cross Breeze. „Dieses Auto ist ein Teaser für das kompakteste Sport Utility Vehicle, das es von Volkswagen geben wird“, so VW-Designchef Klaus Bischoff. Das 4,13 Meter kurze Cabrio folgt dabei dem Trend nach, den Range Rover mit dem offenen Evoque angestoßen hat. Zudem ist die Studie der Beginn zahlreicher Nachfolger im SUV-Segment, die unter und über dem Tiguan liegen oder als extrem lange Variante für den chinesischen Markt vorgesehen sind.

Auch Ford präsentiert den überarbeiteten Kuga, der nun vor allem sparsamer unterwegs sein soll. Ebenfalls modernisiert haben Opel den Mokka und Peugeot den 2008. Mit dem Niro erklimmt Kia das neue Segment und setzt dabei ausschließlich auf Hybridantrieb, den mittlerweile Toyota auch für den SUV-Urvater RAV4 einsetzt. Borgward hat nach seiner Premiere auf der IAA in Frankfurt mit dem BX7 nun eine kleinere Ausgabe in den Hallen des Palexpo zu stehen.

Auch die Premium-Hersteller wollen ihren Kuchenanteil bei den Geländewagen ergattern. Nachdem Bentley bereits den Bentayga vorstellte, kommt nun Maserati mit dem auf den Ghibli basierenden Levante. Auch Lamborghini hat bereits SUV-Absichten geäußert. Bei Bugatti bestehen diese Ambitionen derzeit nicht – die VW-Tochter würde dann wohl auch in diesem Segment Akzente setzen. (AG)



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