Volvo und Geely erweitern Partnerschaft

Neues Technologieunternehmen

Volvo-Chef Hakan Samuelsson
Volvo-Chef Hakan Samuelsson © dpa

Volvo und Geely vertiefen die Partnerschaft. Mit dem neu gegründeten Technologieunternehmen sollen aber nicht nur Synergien und Skaleneffekte generiert werden.

Erst Anfang Juli hatte Volvo verkündet, dass ab 2019 mindestens ein elektrifiziertes Auto in jeder Baureihe vertreten sein wird. Mit einer am Donnerstag unterschriebenen Absichtserklärung will der schwedische Hersteller die Elektrifizierung beschleunigen. So fixierten Volvo und Geely ein neues Joint Venture, das künftige Fahrzeugarchitekturen und Motorentechniken über sogenannte Kreuzlizensierungen koordiniert und verwaltet werden.

„Partnerschaften, um Know-how und Technologien zu teilen, sind in der Automobilbranche gängige Praxis. Wir übernehmen dieses Modell", sagte Volvo-Präsident Hakan Samuelsson. „Durch die geplante Zusammenarbeit verbessern wir unsere Möglichkeiten, die nächste Generation elektrifizierter Fahrzeuge zu entwickeln."

Geteilte Plattform

Doch nicht nur die Elektrifizierung wird dabei vorangetrieben. Durch die intensivere Zusammenarbeit entstehen größere Synergien und Skaleneffekte, da die Unternehmen auch beim Einkauf von Komponenten zusammenarbeiten, um die Beschaffungskosten zu senken, wie Volvo mitteilte.

Bereits jetzt teilen sich Volvo und die chinesische Automobilgruppe die neue kompakte Modular-Architektur (CMA), auf der die künftigen 40er von Volvo sowie Modelle von Lynk & Co basieren. Volvo hat zeitgleich mit der Absichtserklärung mitgeteilt, eine Minderheitsbeteiligung von Lynk & Co zu übernehmen, sodass sich das Unternehmen dann im gemeinschaftlichen Besitz von Volvo und Geely befindet.

Geistiges Eigentum bleibt erhalten

Trotz der Teilung der Technologien und Plattformen soll das jeweils geistige Eigentum bei dem Unternehmen verbleiben, das es entwickelt und die Federführung inne hat. Die Partner erhalten den Zugriff und können dadurch Entwicklungskosten einsparen.

„Mit der gemeinsamen Nutzung von Technologien und Fahrzeugarchitekturen der nächsten Generation setzen wir Vorteile für unser gesamtes Portfolio frei. Ich bin sicher, dass wir trotz dieser Synergien die eigenständige Identität und strategische Autonomie unserer unterschiedlichen Automobilmarken erhalten", so Li Shufu, Chairman der Geely Holding Gruppe. (AG/TF)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.