18. Februar 2016

Schweden mit Bestwerten Volvo legt beim Absatz und Umsatz zu

Hakan Samuelsson vor dem S90
Hakan Samuelsson vor dem S90 © dpa

Volvo befindet sich auf Erfolgskurs. So konnten die Schweden in 2015 nicht nur den Absatz steigern, sondern auch beim Umsatz und Ergebnis zulegen.




Volvo will weiter wachsen. Nach dem Rekordabsatz von über 503.000 weltweit verkauften Fahrzeugen im Vorjahr will der schwedische Autobauer auch in 2016 beim Absatz und auch beim Ergebnis weiter zulegen. Das kündigte Vorstandschef Hakan Samuelsson am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz des Unternehmens in Stockholm an.

Im Vorjahr konnte Volvo, das seit 2010 zum chinesischen Geely-Konzern gehört, sein operatives Ergebnis von 2,128 Milliarden schwedischen Kronen (ca. 224,68 Millionen Euro) auf 6,62 Milliarden Kronen (rund 669 Millionen Euro) verdreifachen. Der Umsatz stieg von 14,53 Milliarden Euro auf 17,32 Milliarden Euro an, wie das Unternehmen mitteilte. Weiteres Wachstum erwartet Volvo in diesem Jahr insbesondere aus China, Europa und den USA.


Modelloffensive geht weiter

Mit Blick auf weiteres Wachstum setzt Volvo auf eine Modelloffensive. Nachdem im Vorjahr der neue XC90 auf den Markt kam, wird es in diesem Jahr zudem das Facelift des V40 und den Marktstart des Volvo S90 und des V90 geben, der anlässlich der Jahrespressekonferenz vorgestellt wurde. Der Premium-Kombi wird seine Publikumspremiere im März auf dem Autosalon Genf feiern. Volvo plant, seinen weltweiten Absatz bis zum Jahr 2020 auf 800.000 Einheiten zu steigern. Bis dahin soll die gesamte Modellpalette runderneuert sein.

Die Modelle der Schweden kommen bei den Kunden an. So gingen für den XC90 im Vorjahr mehr 88.000 Bestellungen ein, "mehr als wir erwartet haben", wie Samuelsson sagte. In den USA wird Volvo bis zum Jahr 2018 in South Carolina ein neues Werk errichten. Dafür hat der Hersteller 500 Millionen US-Dollar investiert. Damit wird Volvo dann in allen für die Marke wichtigen Regionen vor Ort Autos produzieren. Damit werde man dann auch besser auf Marktschwankungen reagieren können, so der Vorstandschef.

Im Vorjahr konnte Volvo in West-Europa 198.000 Einheiten absetzen, in China waren es fast 82.000 Fahrzeuge und in dem für das weitere Wachstum besonders wichtigen US-Markt 70.000 Einheiten. Auf dem Heimatmarkt Schweden wurden 71.200 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. (AG/FM)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr aus dem Ressort

Tavares versprichtPSA will Opel nicht zu französischem Autobauer machen

Opel soll auch nach einer möglichen Übernahme ein deutsches Unternehmen bleiben. Das versprach PSA-Chef Carlos Tavares bei der Vorlage der Jahreszahlen in Paris. Schließlich würde es Kunden geben, die kein französisches Auto fahren wollten.


Allianz-Präsident Carlos Ghosn
Automanager bleibt aber PräsidentGhosn gibt Vorstandsamt bei Nissan auf

Carlos Ghosn trennt sich von einem seiner vielen Ämtern in der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz. Trotz des Verzichtes als Co-Vorstandschef bei Nissan bleibt der 62-Jährige weiterhin an der Spitze des zweitgrößten Autoherstellers in Japan.


Herbert Diess VW
Streit um «Zukunftspakt» beigelegtVW plant Führungsrolle bei elektrischer vernetzter Mobilität

In diesem Jahr will VW die Umrüstung der manipulierten Diesel-Fahrzeuge abschließen. Mit einer Produktoffensive in diesem Jahr soll dann der Grundstein für eine glänzende Zukunft gelegt werden.