14. Dezember 2016

Fahrdienstvermittler weitet Tests aus Uber lässt Volvo XC90 autonom durch San Francisco fahren

Volvo lässt den XC90 durch San Francisco fahren.
Volvo lässt den XC90 durch San Francisco fahren. © Volvo

Nach Pittsburgh folgt nun San Francisco: Der Fahrdienstvermittler Uber weitet seinen Test mit Roboterautos aus. Damit wird die nächste Phase der Zusammenarbeit mit Volvo eingeleitet.




Der Fahrdienst-Vermittler Uber weitet seinen Test mit Roboterautos aus. Nach Pittsburgh können Passagiere nun auch in San Francisco in einem autonomen Volvo XC90 unterwegs sein. Zu den Besonderheiten des dichten Verkehrs in der kalifornischen Metropole gehörten mehr Fahrräder auf den Straßen und schmalere Spuren, erklärte Uber in einem Blogeintrag am Mittwoch. Unter anderem die Opel-Mutter General Motors schickt bereits ihre selbstfahrenden Autos in die Straßen von San Francisco.

Mit dem Start in San Francisco leitet Uber den nächsten Schritt seiner im August geschlossenen Kooperation mit Volvo ein. Ziel dieser Kooperation beider Unternehmen ist, das autonome Fahren voranzutreiben und die nächste Generation selbstfahrender Autos voranzutreiben. Die von Volvo entwickelten SUVs, die von Uber gekauft wurden, verfügen über spezielle Soft- und Hardware für das autonome Fahren.


Uber-Techniker mit an Bord

Zu erkennen sind die Testfahrzeuge an den auf dem Dach montierten Kontrolleinrichtungen. Zwar fahren die Fahrzeuge autonom durch die kalifornische Metropole, dennoch sitzt ein Uber-Techniker an Bord und überwacht die Fahrt. „Das Versprechen selbstfahrender Fahrgemeinschaften wird Realität", sagte Mårten Levenstam, bei Volvo Vizepräsident Produktplanung. Der Chef von Ubers Roboterwagen-Programm, Anthony Levandowski, rechtfertigte die Entscheidung der Firma in einem Blogeintrag, den Test ohne eine spezielle Erlaubnis für den Betrieb selbstfahrender Autos zu starten.

Die Technik am Volvo ist deutlich auf dem Dach zu erkennen
Die Technik am Volvo ist deutlich auf dem Dach zu erkennen © Volvo

"Wir haben das Thema gründlich geprüft und wir glauben, dass wir keine brauchen", schrieb er. Levandowski argumentierte unter anderem, am Steuer der Autos säßen Menschen, die jederzeit eingreifen könnten. Für Volvo ist die Allianz mit Uber Teil einer dreistufigen Strategie, „um Techniken zum autonomen Fahren zu entwickeln“, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. So starten die Schweden im kommenden Jahr mit Drive Me den weltweit größten Test mit autonomen Fahrzeugen. Geplant ist, dass dann bis zu 100 Autos auf öffentlichen Straßen im schwedischen Göteborg unterwegs sind. Daneben gibt es noch ein Joint-Venture mit Autoliv, einem der weltweit führenden Zulieferer für automobile Sicherheit. Das Unternehmen entwickelt Technologien und Assistenzsysteme fürs autonome Fahren und stellt es Dritten zu Verfügung. (AG/FM)



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