5. Februar 2016

Starke Nachfrage in USA Toyota erzielt Rekordgewinn

Toyota vermeldet einen Rekordgewinn.
Toyota vermeldet einen Rekordgewinn. © AG/Mertens

Toyota hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Rekordgewinn erzielt. Die Japaner profitierten von der starken Nachfrage in den USA.




Dank einer starken Nachfrage der amerikanischen Kunden hat der weltgrößte Autobauer Toyota in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Rekordgewinn eingefahren.

Wie der japanische Branchenprimus am Freitag nach Börsenschluss in Tokio bekanntgab, erhöhte sich das Betriebsergebnis zwischen April und Dezember 2015 um 9 Prozent auf 2,3 Billionen Yen (17,6 Mrd Euro). Unter dem Strich verdiente der Konzern 1,89 Billionen Yen (14,4 Mrd Euro) - ein Plus von 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.


Prognose angehoben

Der Erzrivale von Volkswagen zu dem auch der Kleinwagen-Spezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeug-Hersteller Hino gehören, hob angesichts der guten Zahlen seine Prognose für das bis zum 31. März laufende Geschäftsjahr an. Toyota rechnet nun mit einem Nettogewinn von 2,27 statt 2,25 Billionen Yen - ein Plus zum Vorjahr von 4,4 Prozent.

Mit Blick auf den Umsatz geht Toyota indes unverändert von einem um 1 Prozent verbesserten Ergebnis von 27,5 Billionen Yen aus. Die Daten berücksichtigen allerdings nicht eine vorübergehende Stilllegung der Produktion in Japan. Kürzlich hatte es in einer Stahlfabrik in der zentraljapanischen Provinz Aichi eine Explosion gegeben, vom 8. bis zum 13. Februar stehen die Bänder daher still. Der VW-Konkurrent baut in Japan mehr als 40 Prozent seiner Autos.

Schwacher Yen

Neben dem schwachen Yen, der japanische Exportgüter im Ausland günstiger macht, profitiert Toyota auch von der soliden Wirtschaftslage in den USA sowie den niedrigen Benzinpreisen. So verkaufte der Konzern in Nordamerika in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres rund 2,1 Millionen Fahrzeuge und damit etwa 33 000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Dagegen war der Absatz in Europa sowie in Asien - einschließlich Japan - rückläufig.

In Europa sanken Toyotas Verkaufszahlen um rund 16 000 Autos auf knapp 618 000 Stück. Auf ihrem Heimatmarkt setzten die Japaner etwa 1,5 Millionen Autos ab, 51 000 weniger als im Vorjahr. Im übrigen Asien sank der Absatz um 112 000 Einheiten auf eine Million Fahrzeuge. Ein Unsicherheitsfaktor für den Branchenprimus stellt denn auch die weitere Entwicklung in den aufstrebenden Märkten dar.

Zudem geht Toyota von steigenden Kosten aus. Im vergangenen Kalenderjahr konnte das Unternehmen jedoch seine Position als größter Autokonzern der Welt behaupten. Weltweit wurden 10,15 Millionen Wagen verkauft - ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 0,8 Prozent. Die VW-Gruppe setzte 2015 insgesamt 9,93 Millionen Autos ab. (dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Toyota

Mehr Reichweite, höheres TempoToyota Prius kommt auch als Plug-in-Hybrid

Toyota wird den Prius auch als Plug—in-Hybrid anbieten. Das meistverkaufte Hybridauto der Welt soll dann nicht nur über mehr Reichweite verfügen, sondern auch ein höheres Tempo.


Mini-SUV der JapanerToyota C-HR: Mut beim Design

Es geht doch. Toyota zeigt bei seinem Mini-SUV C-HR etwas, was man bei den Japanern nur selten sieht: Mut beim Design. Natürlich wird es den kleinen Bruder des RAV4 auch mit Hybridantrieb geben.


USA von Rückruf ausgeschlossenToyota leidet weiter unter Airbag-Debakel

Toyota muss weltweit 5,8 Millionen Autos in die Werkstätten zurückbeordern. Erneut sind Modelle von defekten Airbags betroffen – rund 20.000 Fahrzeuge müssen bereits zum zweiten Mal wegen des identischen Defekts erneuert werden.



Mehr aus dem Ressort

Das VW-Werk in Wolfsburg
Elektroprämie verpufftVDA: Steigende Verkaufszahlen auch in 2017

Der Verband der Autoindustrie erwartet nach einem guten Jahr 2016 weitere Steigerungen im kommenden Jahr – getrieben durch den chinesischen Markt. Auf dem deutschen Markt bleibt VW unangefochten Spitzenreiter, muss aber einen weiteren Rückschlag hinnehmen.


Opel Ampera-e
«Maven home» mit amerikanischem VorbildOpel erneuert Carsharing-Geschäft

Mit dem von General Motors importierten Telematik-System OnStar hat Opel gute Erfolge erzielt. Nun wollen die Rüsselsheimer das Modell auf einen in den USA in kurzer Zeit bewährten Carsharing-Dienst ebenfalls übertragen.


Bernd Osterloh
Betriebsversammlung bei VWOsterloh: Zukunftspakt wichtiges Signal für Standort Deutschland

Auf einer Betriebsversammlung hat die VW-Führung den Mitarbeitern den Zukunftspakt erläutert. Betriebsratschef Osterloh nannte den Pakt ein wichtiges Signal für den Standort Deutschland.