23. Juli 2008

Urteil zu Unfallersatztarif Volle Abrechnung der Mietwagenkosten

Mietwagen als Unfallersatz
Mietwagen als Unfallersatz © Foto: dpa

Nach einem Unfall kommt es auf eine penible Kommunikation zwischen Geschädigtem und Versicherung an, etwa bei der Übernahme von so genannten Unfallersatzleistungen.




Ein Autofahrer, der unverschuldet einen Verkehrsunfall erlitten hat, kann mit der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung Mietwagenkosten auch dann voll abrechnen, wenn er den - hier im Vergleich zum Normaltarif doppelt so teuren - Unfallersatztarif gewählt hatte. Dies dann, wenn er bereits drei Jahre zuvor nach einem unverschuldeten Unfall den Unfallersatztarif - wenn auch mit einer anderen Versicherungsgesellschaft - unbeanstandet abgerechnet hatte.


Versäumnis des Versicherers

In dem Fall hatte es die Versicherungsgesellschaft des Unfallverursachers nach Ansicht des Oberlandesgerichts Dresden (Az.: 7 U 131/08)versäumt, den geschädigten Autofahrer rechtzeitig darauf aufmerksam zu machen, dass sie nicht bereit sei, überhöhte Preise eines Unfallersatztarifs zu übernehmen. Daher entschieden die Richter im Sinne des Autofahrers. (AG)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Recht



Mehr aus dem Ressort

Wegen 8,07 EuroStrafzettel nicht gezahlt – Urlauber in Hamburg verhaftet

Die Summe ist nicht entscheidend, sondern der Straftatbestand. Wegen eines nicht gänzlich bezahlten Knöllchen wurde ein Türkeiurlauber bei seiner Rückkehr in Hamburg verhaftet.


Nicht jede App im Auto ist legal
In DeutschlandBis zu 75 Euro Bußgeld für Radarwarner im Auto

Radarwarner im Auto sind in Deutschland verboten. Während Apps oder bestimmte Navifunktionen in einigen Ländern erlaubt sind, drohen in anderen Ländern sogar Haftstrafen.


Unfall Warndreieck neu Aufmacher dpa
BGH hebt Urteil aufKölner Raser kommen wohl doch ins Gefängnis

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen zwei junge Raser aufgehoben. Das Kölner Landgericht hat gegen sie eine Haftstrafe auf Bewährung verhängt. Nun droht ihnen eine Gefängnisstrafe.