10. Oktober 2016

Umbau zum Leichenwagen Mit dem Tesla Model S emissionsfrei zur letzten Ruhestätte

Neue Möglichkeiten mit dem Tesla Model S
Neue Möglichkeiten mit dem Tesla Model S © Remetzcar

Remetzcar hat dem Tesla Model S zu einem besonderen Fahrzeug umfunktioniert. Die Stretch-Limo-Spezialisten aus den Niederlanden modelten das Elektroauto in einen Leichenwagen um.




Harold Chasen diente als Vorbild. Der 20-Jährige baute in dem Film "Harold and Maude" seine Autos zu Leichenwagen um. 45 Jahre später übertragen die holländischen Stretch-Limo-Experten von Remetzcar das Konzept in die aktuelle Zeit.

Anstatt eines Jaguar E-Type, wie in dem 1971 entstandenen Film, steht ein Tesla Model S zur Verfügung, der die hinten zu transportierenden Gäste emissionsfrei und fast lautlos zur letzten Ruhestätte fährt.


Tesla Model S um 80 Zentimeter verlängert

Das Resultat kann sich sehen lassen. Mit dem gläsernen, hochbauenden Kombiheck wirkt der Wagen geschmackvoll und zudem besonders repräsentativ. Angesichts der heute vielerorts üblichen fensterlosen Kleintransporter, die für eine maximal kosteneffiziente und zudem anonyme Leichenentsorgung stehen, setzt dieser Tesla-Umbau ein Ausrufezeichen für die deutlich stilvollere jedoch aussterbende Tradition des Leichentransports im klassischen Nobel-Kombi.

Den Tesla Model S auf die Streckbank zu legen, war für die Stretch-Spezialisten eine besondere Herausforderung. Auf 5,78 Meter wurde das Bestattungsauto verlängert, was den Transport von bis zu 2,17 Meter langen Särgen erlaubt. Hierfür wurde das Fahrzeug einmal durchgeschnitten und ein gut 80 Zentimeter langer Mittelteil eingesetzt.

Umgebauter Tesla Model S kommt bis zu 350 Kilometer weit

Ein Problem bei dieser Arbeit war die den Unterboden weitgehend ausfüllende Hochvoltbatterie, die für die Verlängerung ausgebaut und an anderer Stelle neu eingesetzt werden musste. Laut Remetzcar kommt der 70-kWh-Stromspeicher zum Einsatz, der einen Radius von 350 Kilometer erlauben soll.

Eine weitere Herausforderung war es, den hinteren Bereich der ursprünglichen Stufenhecklimousine zum Kombiheck auszubauen. Hier hat sich Remetzcar für eine filigrane Konstruktion mit maximal großen Glasflächen entschlossen. Dieses Glasheck muss zudem die für Leichenwagen üblichen Anforderungen an Hygiene und Funktionalität erfüllen. So gibt es einen mit Rollen bestückten ausziehbaren Teakboden, der ein leichtes Einladen von Särgen erlaubt. (AG/SP-X)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Tuning



Mehr zur Marke Tesla

Aktie gibt nachTesla verfehlt Absatzziele

Tesla hat im vergangenen Jahr die hoch gesteckten Absatzziele nicht erreicht. Dagegen erreichte der Elektrobauer bei der Produktion ein Plus von 64 Prozent.


Musk hat hohe ZieleTesla geht nächsten Schritt zum autonomen Fahren

Tesla forciert seine Anstrengungen auf dem Weg zum autonomen Fahren. So plant der US-Autobauer, alle seine neuen Modelle mit der entsprechenden Technologie auszustatten, wie Firmenchef Elon Musk ankündigte.


KBA empfiehlt Blick in BedienungsanleitungAutopilot bei Tesla als Risiko-Faktor

Der Autopilot bei Tesla verspricht mehr als er halten kann. Deshalb rät das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Fahrern eines E-Autos des US-Autobauers einen Blick in die Bedienungsanleitung.



Mehr aus dem Ressort

Mercedes E-Klasse Brabus neu Aufmacher Brabus
Deutlich mehr LeistungBrabus peppt die Mercedes E-Klasse auf

Die Leistung Ihrer Mercedes E-Klasse reicht Ihnen nicht? Kein Problem: Brabus bietet nun für die verschiedenen Modelle der Baureihe ein Leistungskit an.


Mini verleiht dem Cooper S John Cooper Works-Flair
Umfangreiches ProgrammMini zwiebelt Cooper S auf

Mini hievt den Cooper S in neue Sphären. Mit einem umfangreichen Tuningprogramm erreicht der kleine Flitzer die Leistungen des John Cooper Works der letzten Generation.


Techart verleiht dem Porsche 911 gleich 60 PS zusätzlich
Sportwagen-Ikone mit 640 PSTechart-Porsche 911 Turbo: Rasend schneller Vorgeschmack

Techart hat den Porsche 911 Turbo sowie die S-Variante radikal umgewandelt. Die neue Ästhetik und Leistungssteigerung der Tuning-Spezialisten ist dabei nur ein erster Vorgeschmack auf eine im kommenden Jahr folgende Maßnahme.