14. April 2017

Elektrische Lastwagen Tesla-Chef Musk setzt «Master Plan zwei» in Gang

Tesla-Chef Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk © dpa

Elon Musk hält die Flamme am Kochen. Zwar hat der Mittelklasse-Wagen Model 3 die Serienreife noch nicht erreicht, da kündigt der Tesla-Chef die Präsentation des ersten elektrischen Lastwagens des Unternehmens an.




Tesla-Chef Elon Musk drückt bei der Entwicklung elektrischer Lastwagen aufs Tempo: Bereits im September soll das erste Modell der Öffentlichkeit präsentiert werden, kündigte der Tech-Milliardär am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter an. Zudem werde Tesla in den nächsten 18 bis 24 Monaten seinen ersten elektrischen Pick-up-Truck enthüllen.

Musk hatte Mitte 2016 in einem «Master Plan zwei» genannten Strategiepapier verkündet, in Zukunft auch Lastwagen und Busse bauen zu wollen. Damals hatte es aber noch geheißen, die Fahrzeuge seien im frühen Stadium der Entwicklung. «Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht», schrieb Musk jetzt.


Tesla Model 3 soll im September starten

Sein langfristiger Plan sieht auch den Aufbau einer Flotte selbstfahrender Fahrzeuge vor, die als Roboter-Taxis und -Transporter den Verkehr revolutionieren sollen. In seinem ersten Strategiepapier hatte Musk vor über zehn Jahren die Entwicklung des Unternehmens bis hin zu einem günstigeren Modells für den Massenmarkt vorgezeichnet.

Dieser Plan wurde bereits weitgehend umgesetzt: Der Mittelklasse-Stromer «Model 3» soll im September in die Serienfertigung starten und dann zum Preis von etwa 35.000 Dollar die Elektromobilität von der Nische in den Mainstream bringen. Es gibt bereits Hunderttausende Vorbestellungen.

Tesla-Börsenwert steigt weiter

Auch bei den Anlegern ist die Euphorie um Tesla riesig. Der Börsenwert der Musk-Firma überstieg den des gemessen am Absatz zweitgrößten US-Autobauer Ford und schloss zum Marktführer General Motors (GM) auf. Dabei hat Tesla seit Gründung 2003 noch nie einen Jahresgewinn gemacht und 2016 lediglich gut 76.000 Autos ausgeliefert. Bei GM waren es rund zehn Millionen. (dpa)



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