21. Dezember 2016

Limousine Air mit stärkster Batterie Lucid Motors begehrt gegen Tesla auf

Die Limousine Air von Lucid soll 2018 auf den Markt kommen
Die Limousine Air von Lucid soll 2018 auf den Markt kommen © Lucid Motors

Lucid Motors will mit der Limousine Air ab 2018 gegen den Tesla sticheln. Doch wie der Nachbar muss auch das in Kalifornien beheimatete Unternehmen viel Geld für die Produktion aufbringen.




Elektroauto-Marken schießen in jüngster Zeit wie Pilze aus dem Boden. Einer dieser neuen Player ist die in Kalifornien beheimatete Firma Lucid Motors. 2018 wollen die Amerikaner einen Tesla-Fighter auf den Markt bringen, der mit aberwitziger Leistung und gigantischer Reichweite protzt. Jetzt wurde als erstes Modell die Limousine Air vorgestellt.

Hierbei handelt es sich um einen eleganten Luxusliner mit erfrischend avantgardistischer Note, die einer Marke wie Citroen gut zu Gesicht stehen würde. Dieses erste Statement zeugt davon, dass es Lucid Motors ernst ist, sich als veritable Konkurrenz zu Tesla zu etablieren.


Zwei Elektromotoren mit 1000 PS

Auch die technischen Eckdaten imponieren. Die sich jeweils an den Achsen befindlichen beiden E-Motoren sollen zusammen 1000 PS mobilisieren. Diese Leistung dürfte eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 in unter drei Sekunden erlauben.

Der Luxus-Stromer kann nicht nur schnell, sondern auch besonders weit fahren. Mit 130 kWh ist die Batterie des Air größer als alle derzeit eingesetzten Akkus. Die Reichweite wird mit komfortablen 640 Kilometer angegeben.

Apropos Komfort: Auch hier soll sich die Limousine auf gehobenem Niveau bewegen. Die Antriebskomponenten sind relativ weit an die Fahrzeugränder gerückt, was eine großzügige Dimensionierung der Fahrgastzelle erlaubt. Auf vier Einzelsitzen können die Insassen neben viel Platz auch feines Ambiente genießen.

Das Cockpit ist sehr aufgeräumt, denn Schalter und Hebel sind Mangelware. Stattdessen gibt es reichlich Displays. Ein mächtiger Touchscreen befindet sich in der Mittelkonsole, zudem ist der Bereich hinterm Lenkrad mit Digitalanzeigen gepflastert. Hier dürfen die Insassen vollvernetzte Multimediawelten nutzen, während das Auto selber fährt. Technisch soll das Fahrzeug jedenfalls für autonomes Fahren gerüstet sein.

Ganz billig wird der Spaß nicht werden. Mehr als 100.000 US-Dollar soll der Air kosten, wenn er denn 2018 auf den Markt kommen wird. Der Zeitplan klingt ambitioniert, denn Lucid Motors muss erst noch 700 Millionen Dollar für den Bau einer Fabrik in Arizona auftreiben. (SP-X)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Elektro



Mehr aus dem Ressort

Der McLaren P1 LM ist neuer Rekordhalter bei den elektrischen Supersportwagen
Supersportwagen mit StraßenzulassungMcLaren entthront Nio in der Grünen Hölle

Die neue Bestzeit von Nio hielt keine zwei Wochen. McLaren hat mit dem P1 LM eine neue Bestzeit für Elektrofahrzeuge auf dem Nürburgring aufgestellt.


Der Nio EP9 ist der elektrische König der Nordschleife
Elektrischer SupersportwagenNio EP9 setzt neue Maßstäbe auf der Nordschleife

Der Nio EP9 ist zu einem neuen Bestwert für Elektro-Sportwagen auf dem Nürburgring gefahren. Zugleich pulverisierte der mit 1360 PS bestückte Supersportwagen seinen erst im letzten Jahr aufgestellten Rekord.


Renault hat die Reichweite des Zoe stark erweitert.
Elektroauto-PrämieWeiterhin verhaltene Nachfrage nach Elektrofahrzeugen

Die Prämie für Elektroautos hat auch neun Monate nach der Einführung nicht den erhofften Schwung in den Markt der alternativen Antrieb gebracht. Der Renault Zoe ist derzeit das meistgefragte Elektroauto, bei den Herstellern müssen sich die Franzosen mit dem zweiten Rang begnügen.