E-Autos könnten 2024 bei Kosten mit Verbrennern gleichziehen

Studie der Beuc

Ladestation für ein E-Auto.
Ladestation für ein E-Auto. © dpa

Die Kosten für Elektroautos könnten ab dem Jahr 2024 mit denen von Verbrennungsmotoren gleichziehen. Dafür bedürfe es indes auch entsprechender Vorgaben seitens des Gesetzgebers, so der europäische Verbraucherschutzverband Beuc.

Die Gesamtkosten von Elektroautos könnten laut Verbraucherschützern im kommenden Jahrzehnt mit Wagen mit herkömmlichem Verbrennungsmotor gleichziehen. Das setzt allerdings entsprechende Vorgaben des Gesetzgebers voraus, wie die Autoren einer vom europäische Verbraucherschutzverband Beuc in Auftrag gegebenen Studie schreiben.

Der am Montag veröffentlichten Untersuchung zufolge wäre es möglich, dass 2024 die durchschnittlichen Kosten für die ersten vier Jahre ungefähr denen eines Benziners entsprechen. Eingerechnet sind dabei unter anderem der Kaufpreis, der Erlös durch einen eventuellen Wiederverkauf, Kraftstoff, Wartung, Versicherung und Steuern. Derzeit liegen die Kosten für Elektroautos über die ersten vier Jahren um mehrere Tausend Euro höher als bei Wagen mit Dieselantrieb.

Strikte CO2-Vorgaben nötig

Experten wie der Entwicklungsvorstand von Schaeffler Peter Gutzmer, gehen beispielsweise davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren der Batteriepreis deutlich sinken wird und damit E-Autos erschwinglicher werden. „In den kommenden fünf Jahren wird sich der Preis für die Kilowattstunde um mehr als die Hälfte reduzieren. Ich gehe bis dahin von einem Preis zwischen 100 bis 150 Euro für die Kilowattstunde aus“, hatte Gutzmer im Interview mit der Autogazette gesagt.

Auch bei Benzin- und Dieselautos sieht die Studie großes Einsparpotenzial. Mit verbrauchsarmen Technologien können Eigentümer im Jahr 2025 demzufolge über die Lebensdauer des Wagens zwischen 4400 und 9400 Euro sparen im Vergleich zu 2015.

Die Autobauer werden die nötigen Technologien nach Einschätzung der Autoren aber nur rasch genug vorantreiben, wenn es entsprechende Vorgaben des Gesetzgebers gibt. Der CO2-Ausstoß pro Kilometer dürfte dann im Flottendurchschnitt der Hersteller im Jahr 2025 höchstens bei 70 Gramm liegen, 2030 bei 45 Gramm. Staatliche Kaufprämien seien auf die Dauer nicht mehr nötig, Steuervorteile sollten demnach als Kaufanreize reichen. Derzeit sehen EU-Vorgaben für Neuwagen ab 2021 lediglich eine Obergrenze von 95 Gramm CO2 pro Kilometer vor. Die Grünen gehen sogar noch weiter und fordern bis zum Jahr 2030 ein Zulassungsstopp für fossile Verbrennungsmotoren. „Im Vordergrund muss stehen, dass die CO2-Grenzwerte zwischen 2020 und 2030 Richtung Null sinken“, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter unlängst im Interview mit der Autogazette. (AG/dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch den redaktionellen Teil des Magazins electrified (Print und Online).