4. Februar 2016

ADAC-Staubilanz Kräftiger Zuwachs an Staus und Staulängen

Stau auf der A1
Stau auf der A1 © ADAC

Um 20 Prozent hat im vergangenen Jahr die Zahl der Staus zugelegt. Laut der ADAC-Staubilanz reichte die Gesamtlänge 28 Mal um die Erde.




So viele Staus wie 2015 gab es auf deutschen Autobahnen noch nie: 568.000 wurden registriert, das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtet der ADAC. Die Länge der Verkehrsschlangen wuchs ebenfalls deutlich: um 17 Prozent. Die Gesamtlänge summierte sich auf rund 1,1 Millionen Kilometer – eine Stauschlange, die 28 Mal um die Erde reichen würde.


Nordrhein-Westfalen unangefochtener Spitzenreiter

Standen die Autofahrer im Jahr 2014 noch insgesamt 285.000 Stunden im Stau, waren es vergangenes Jahr schon 341.000 Stunden. Der deutliche Zuwachs liegt auch daran, dass die Erfassung der Verkehrslage durch Fahrzeugflotten-Daten noch genauer geworden ist. Hauptgrund sind aber das gestiegene Verkehrsaufkommen und rege Bautätigkeit auf den Autobahnen.

Nordrhein-Westfalen liegt dabei mit einem Drittel (32%) aller Staumeldungen mit Abstand auf dem unrühmlichen ersten Platz, danach folgen Bayern (18%) und Baden-Württemberg (11%). Allein auf diese drei Bundesländer entfielen damit sechs von zehn Staus. Ganz im Gegensatz zu Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, wo die Autofahrer kaum warten mussten: Nur sechs Prozent aller Staus entfielen auf die fünf ostdeutschen Bundesländer.

Gründonnerstag staureichster Tag

Unter den Fernautobahnen gab es auf der A3 die meisten Verkehrsbehinderungen, 170 Kilometer Stau pro Autobahnkilometer, gefolgt von A8 (155 km) und A5 (135 km). Besonders belastete Streckenabschnitte waren auf der A3 das Stück Oberhausen-Köln, gefolgt von der A8 Stuttgart-Karlsruhe und A3 Frankfurt-Würzburg.

Am meisten Staus gab es im Oktober, staureichster Wochentag war der Freitag, übers Jahr werden es hier im Schnitt 4000 Staukilometer registriert. Der Tag mit den meisten Staus im vergangenen Jahr war allerdings ein anderer Tag: Am Gründonnerstag 2015 verzeichnete der ADAC mit 8000 Kilometern den absoluten Spitzenwert. (SP-X)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Ratgeber



Mehr aus dem Ressort

Tankstelle
Steigender ÖlpreisTanken wird von Woche zu Woche teurer

Autofahrer kommt die Fahrt an die Tankstelle wieder teurer zu stehen. So stiegen die Preise für einen Liter Super E10 und Diesel im Vergleich zur Vorwoche deutlich an.


Eine Total-Tankstelle in Berlin Spandau
Sprit zwischen 1,4 und 1,6 Cent teurerKraftstoffpreise: Kurze Trendwende vorüber

Der Preisrückgang der Kraftstoffpreise an den Tankstellen hielt nur kurz an. Die gestiegenen Rohölnotierungen kamen sehr schnell an der Zapfsäule an.


Die Kraftstoffpreise ziehen weiter an.
Nach Anstieg um gut zehn CentTrendwende bei Benzinpreisen

Der Benzinpreis hat in Deutschland erstmals nach zehn Wochen im Preis wieder nachgegeben. Auch für den Liter Diesel muss weniger beim Tankwart abgegeben werden.